Wie rechnen Versicherer?

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von nick04, 22.09.2005.

  1. nick04

    nick04 Junior Mitglied

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    Hallo,

    ich hab hier ein kleines Problem; kürzlich ist mir jemand beim Ausparken in den Wagen gefahren. Hat mir netterweise einen Zettel am Scheibenwischer gelassen und lässt nun den Schaden über die eigene Haftpflicht bezahlen.

    Der andere Wagen ist mir hinten links in den Stossfänger gefahren, hat ihn dadurch zerkratzt und leicht eingedrückt.

    Ich war in zwei Karosseriebetrieben und die haben mir unabhängig voneinander CHF 1000.- bis 1500.- (etwa 650 bis 1000 EUR) genannt. Man müsse den Stossfänger neu lackieren und evtl. die Halterungen dahinter geradebiegen.

    Heute war ich beim Versicherer des Unfallverursachers. Guckt der sich die Sache an und: CHF 450.- (300 EUR). Er sagt, 1) der Stossfänger sei auch rechts leicht eingedellt, das sei also schon vorher gewesen (ist mir nie aufgefallen, dass da schon eine Delle gewesen wäre), 2) hinter dem Stossfänger sei nichts verzogen, das könne er sehen, 3) es seien schon ein paar andere Kratzer vorhanden gewesen, die nicht durch den einen Vorfall entstanden sind und die er also nicht bezahlt.

    Er bezahlt also die Demontage und Montage und einen Teil der Lackierarbeit. Nix mit Dellen, nix mit geradebiegen, nicht mal die ganze Lackierung.

    Was mich erstaunt ist, dass zwar der ganze Stossfänger lackiert werden muss, er aber nur die Hälfte davon bezahlen will, und dass er den eingedrückten Stossfänger einfach so auf frühere Vorfälle schiebt.

    Was habt ihr da so für Erfahrungen gemacht und wie geht man da am besten vor?

    Viele Grüsse,

    Nick
     
  2. AdMan

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  3. Key

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    Ich würde ein Gegengutachten von einem Sachverständigen machen lassen. Wenn das höher ausfällt, würde ich damit erneut zur gegnerischen Versicherung gehen. Ob du da ohne Rechtsanwalt weiterkommst, ist schwer zu sagen. Der Sachverständige kann dir dazu aber auch Tips geben.

    Gruss Key2U
     
  4. -GD-

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    weiß nicht, wie es in der schweiz ist, aber in d-land kannst du (wenn du nichts dran mitverdienen willst) in ne werkstatt gehen, ne schadensabtrittserklärung unterschreiben und die regeln den rest. kein anwalt, keine scherereien usw. macht alles die werkstatt...
     
  5. #4 Nenen II, 23.09.2005
    Nenen II

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    Aber nur in unstrittigen Fällen, und das scheint keiner zu sein.

    In D wäre es völlig egal ob rechts eine Delle drin ist. Wenn Dir dein Unfallgegener links eine reingefahren hat hat er die Reparatur der linken Delle zu bezahlen.

    @key2u
    Ein Gegengutachten kann ins Auge gehen. Bei einem so geringfügigen Schaden könnte man in D wegen "Unverhältnismässigkeit" (Verhältnis Schadenhöhe<>Gutachterkosten) auf den Gutachterkosten sitzenbleiben.
     
  6. -GD-

    -GD- Lebende Foren Legende

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    nein!
    gab es erst ein urteil deswegen (in D). da ein laie nicht einschätzen kann, wie schwer der unfall ist, darf er kederzeit einen gutachter heranziehen, den dann die versicherung auch zahlen darf. klar, wenns um ne spiegelkappe geht, könnten die schon streiken,m aber gerade beim stoßfänger kann da noch einiges mehr sein, was man nicht auf anhieb sieht.
     
  7. #6 ingohausn, 23.09.2005
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    GD...Abtrittserklärung hat nur etwas mit der Abrechnung mit dem gegnerischen Versicherer zu tun und kommt nur bei klarer Schadenlage in Frage.

    Nenen II ...Vorschäden dürfen immer in Abzug gebracht werden...
    Die Verhältnismäßigkeit für ein Gutachten ist i.d.r. ab einer Schadenhöhe >2000,-- gegeben (dieses sollte jedoch vorher auf jedenfall mit der gegnerischen Versicherung geklärt werden....sonst kann es tatsächlich dazu kommen, daß man auf den Gutachterkosten sitzenbleibt....

    Nick04...Du brauchst schon einen konkreten Kostenvoranschlag, Schätzungen nutzen Dir gar nichts...

    Notfalls mit dem Anwalt drohen....oft schiebt sowas den Regulierungsbetrag ein wenig in die Höhe... ;)
     
  8. #7 Nenen II, 23.09.2005
    Nenen II

    Nenen II Mitglied

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    Er hat schon zwei Kostenschätzungen von Fachbetrieben und eine von der gegnerischen Versicherung. Die sind alle so niedrig, dass man als Geschädigter schlecht behaupten kann man sei von einem so grossen Schaden ausgegangen dass ein Gutachter gerechtfertig wäre (immer auf D bezogen).

    @GN
    Klar, eine rechte Delle dürfte bei der Erstattung berücksichtigt werden. Ich hatte mich auf die linke, offensichtlich vom Versicherten verursachte Delle bezogen. Und für die darf eine Reparaturkostenübernahme nicht verweigert werden, bloss weil's rechts auch eine Delle gibt.
     
  9. Toy

    Toy Moderator

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    Fahrzeug:
    dies und das...
    Wie immer nur auf D bezogen:
    Bei einem geringfügigen Schaden (die schon angesprochenen ca 2000 Euro) fährt man zu einer Vertragswerkstatt, lässt sich dort einen KVA machen und richt den bei der Versicherung ein. Üblicherweise (in ca 99,9% der Fälle) sagen die jo- is Recht.
    Dann kann man sich entscheiden ob man den Wagen in der Werkstatt reparieren lassen will, den Rest erledigt die Werkstatt. Oder man lässt sich den Betrag ausbezahlen, bekommt dann aber natürlich die in D 16%ige MwSt abgezogen.

    Ist der Schaden >2000 Euro beauftragt man einen unabhängigen Sachverständigen/Gutachter.

    Toy
     
  10. #9 ingohausn, 23.09.2005
    ingohausn

    ingohausn Mitglied

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    Wobei noch zu bemerken ist, daß bei Auszahlung des Schadens (ohne Reparatur..) neben der Mehrwertsteuer noch die Verbringungskosten zum Lackierer abgezogen werden.
     
  11. AdMan

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  12. Key

    Key Lebende Foren Legende

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    Wenn aber die Kosten für die Reparatur so weit auseinander liegen, würde ich da nicht zögern, einen Sachverständigen einzuschalten. Der ist unabhängig. Wenns schlecht läuft, kann man auf Kosten sitzen bleiben, klaro.

    Auf den 206 meiner Tochter war vor Monaten ein Fiesta von hinten drauf gefahren. War nicht viel zu sehen von dem Schaden. Der Sachverständige schätzte den Schaden. Kosten hab ich nicht im Kopf, aber sicher unter 2000 € (1200 € ?). Er gab uns auch !direkt! den Rat, einen Rechtsanwalt einzuschalten, da die gegnerische Versicherung scheinbar ohne Rechtsverdreher recht unwillig reagieren könnte. War korrekt, was der Mann uns sagte. Sachverständiger, Rechtsanwalt und fast alle Reparaturkosten wurden bezahlt.

    Ich steh nicht auf sowas, aber wenns sein muss, muss man sich durchsetzen.

    Gruss Key2U
     
  13. cheesy

    cheesy Mitglied

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    was ist das für eine versicherungsgesellschaft? tät mich interessieren...bzw. je nachdem kann ich da mal noch mehr abklärungen machen...

    eigentlich solltest du das auto in ne garage bringen können (am besten ne markenvertretung, dann gibts weniger ärger) und die nehmen direkt mit dem schadenexperten kontakt auf und klären das. dass die nur einen teil zahlen weil da schon kratzer dran waren ist ja wohl ein witz...
     
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