Was beachten beim einwintern?

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Dr.Hossa, 18.10.2006.

  1. #1 Dr.Hossa, 18.10.2006
    Dr.Hossa

    Dr.Hossa Lebende Foren Legende

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    Wollte meine Celi demnächst in den Winterschlaf schicken.
    Sie kommt dann in die Garage, WR sind schon drauf. Hab mir vorgenommen sie jede Woche mal 1,2 Tage rauszustellen damit die Reifen keinen Standschäden kriegen. Nächstes Jahr brauch Ich sie ja wieder.

    Was sollte man sonst beachten?
    Hab mal was gehört von Öl ablassen und Ähnliches...
     
  2. AdMan

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  3. borg

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    Winterschlaf vorbereiten

    Vorarbeiten

    - Kühlerfrostschutz: Prüfen und ggf. ergänzen, auch abgestellte Autos können einfrieren. Die Kühlflüssigkeit soll alle 3 Jahre gewechselt werden, dies kann vor oder nach dem Winterschlaf gemacht werden.
    - Scheibenwaschanlage: Frostschutz hinzugeben (ADAC-Testsieger war das Zeugs von ARAL) oder Scheibenwaschwasser in anderes Auto umfüllen.
    - Tank: Auf Wunsch zunächst ganz ausleeren und reinigen (5% Konservierungsmittel Pfinder AP 47/60, zu beziehen über Mercedes-Oldtimer-Center, Stuttgart). Auf jeden Fall vor dem Abstellen komplett mit Kraftstoff befüllen. Bei längerer Standzeit kann ein Kraftstoff-Stabilisator beigegeben werden.
    - Karosserie: Auto waschen, wachsen und trockenfahren. Chrom wachsen (hier geht auch Fluid Film). Karosserie auf Rost untersuchen und ggf. hohlraumkonservieren.
    - Gummidichtungen: Mit Hirschtalg oder Glyzerin oder mit Kunststoff-Pflegemittel auf Siliconbasis einschmieren.
    - Motor: Ausgiebig Warmfahren (Autobahn!), dann Motor-Ölwechsel vor dem Überwintern, weil die Alterung des Öls über Winter weniger schlimm ist als die aggressiven Rückstände im gebrauchten Öl. Beim Warmfahren verdunstet außerdem eventuell noch vorhandenes Kondenswasser im Auspuff.

    Abstellen

    - Motorkonservierung: Konservierungsmittel (Pfinder AP 47/60 oder Sprühöl aus der Dose) durch Zylinderkerzenbohrungen in die Brennräume einbringen, Kurbelwelle eine halbe Umdrehung von Hand drehen, nochmals Konservierungsmittel in die Zylinderbrennräume einbringen. Anlasser aktivieren und Konservierungsmittel in den Vergaser oder Ansaugöffnungen der Einspritzanlage sprühen. Der Sprühnebel durch den Lufteinlaß konserviert Ventile, Zylinder und den vordersten Teil des Auspuffs. Einspritzdüsen reagieren empfindlich auf zuviel Konservierungsmittel, also Zündkerzen herausschrauben und durch die Kerzenbohrungen mit einem Nachschlag Konservierung optimieren, Zündkerzen wieder HANDFEST eindrehen .
    - Tank: Wieder ganz füllen. Andere Meinung: Nachfüllen mit Benzinkanister nicht ratsam, da bei Temperaturschwankungen der Tank überlaufen kann.
    - Auspuff: Ölgetränkten Lappen in das Ausüuffendrohr stecken.
    - Batterie: Batterie ausbauen und trocken lagern und alle 6 Wochen aufladen oder eingebaut lassen und an Erhaltungs-Ladegerät anschließen (oder beides).
    - Reifen: Luftdruck um 1 bar erhöhen.
    - Karroserie: Nicht aufbocken, da die Karosserie so konstruiert ist, daß sie Kräfte über die Achsaufnahmen ableitet und nicht über die Wagenheberaufnahmen. Fahrzeug nicht mit Bettlaken etc. abdecken, sondern mit einer dafür konstruierten Schutzhülle. Auf keinen Fall eine Plastikplane verwenden (Kondenswasserbildung). Am Abstellort ist gute Durchlüftung bei mäßiger Feuchtigkeit immer noch besser als stehende Luft bei geringer Feuchtigkeit. Schnelle und häufige Temperaturwechsel sollten möglichst vermieden werden, da sich bei jedem Temperaturwechsel Kondenswasser im Inneren der Karosserie niederschlägt. Wenn möglich, Türen nur bis in die erste Raste schließen, um die Türgummis zu entlasten. Scheibenwischerblätter abklappen (Filmdose dazwischenklemmen).
    - Innenraum: Fenster einen Spalt öffnen (Innenraumbelüftung). Teppiche (auch im Kofferraum) herausnehmen und trocken lagern.
    - Merkzettel: Ort und Anbringung aller Lappen etc. auf einen Zettel schreiben. Das hilft bei der Suche im nächsten Frühjahr.
    - Handbremse: lösen.

    Während der Standzeit'

    Motor während der Standzeit nicht starten! Es bildet sich dabei Kondenswasser in der Auspuffanlage. Der Motor kann jedoch gelegentlich an der Kurbelwellen-Zentralschraube durchgedreht werden. Außerdem sollte das Auto ab und zu etwas gerollt werden, damit nicht über mehrere Monate das Gewicht des Autos auf den immer gleichen Kugeln in den Radlagern liegt.
     
  4. #3 Dr.Hossa, 18.10.2006
    Dr.Hossa

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    Schonmal sehr schön.
    Eine Frage:
    wird der Sprit nicht schlechter wenn man ihn über Monate im Auto lässt?
     
  5. borg

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    hallo, also sprit kann nicht wirklich schlecht werden, aber benzin ist ein Gemisch aus verschiedenen stoffen, die sich nach langer lagerzeit(2-3 jahren) manchmal augfspalten un dann auch nicht mehr vermischen lassen. So mischt z.b. jeder mineralöl-hersteller seinen firmeneigenen farbstoff unter, der sich absetzen könnte.
     
  6. #5 Dr.Hossa, 18.10.2006
    Dr.Hossa

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    Also brauch ich mir bei paar Monaten keine Gedanken machen?
    Und warum muß der Tank voll sein?
     
  7. borg

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    nr. 1 nein

    nr. 2 in jedem hohlraum kann kondenswasser entstehen.

    wenn der tank randvoll mit benzin ist passt nichts anderes rein. damit hast du im nächsten jahr auch noch genau das drin das rein soll, nämlich benzin.

    kunststofftank an sich kein problem ausser nr.2

    bei machnen motorrädern und älteren autos spiel es eine rolle.früher waren die tanks aus blech, was naturlich bedeutet, dass sie rosten können. daher war es besser den tank voll zu machen, damit möglichst viel der tankoberfläche benetzt ist und daher nicht rosten können.

    .
     
  8. #7 Corolla Fanatic, 18.10.2006
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    Hm, ist ja schon alles sehr ausführlich beschrieben worden.

    Mein Rolla geht ab 01.11.06 auch in Winterschlaf und hole im am 01.03.07 wieder hervor (wetterabhängig).


    Für die 4 Monate hätte ich jetzt aber garnichts gemacht.

    Frostschutz hätte ich noch gemessen, ist aber noch drin. Mit den Reifen ist auch klar, wegen Standplatten.Dieses Jahr ist mir das egal, brauch nächstes Jahr eh neue.

    Ich denk viel mehr kann ich garnicht machen.

    Bei längeren Standzeiten spielen solche Faktoren wie oben schon eine Rolle. Aber bei 4 Monaten sollte das auch so gehen.
     
  9. #8 RainerS, 18.10.2006
    RainerS

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    Hallo borg,

    seeeehhhhr effizient diese Anleitung.:respekt

    Ich würde aber die Reifen und Aufhängungen trotzdem etwas entlasten. Wagenheber an exponierten Stellen untersetzen und nur etwas hochkurbeln, sodass sich das gewicht besser verteilt. Dann braucht man auch das Fahrzeug nicht zu bewegen. Unter die Reifen vielleicht noch Gummimatten, je nach Untergrund, dann ist alles im grünen Bereich.

    Gruss Rainer
     
  10. AdMan

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  11. borg

    borg Mitglied

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    danke mein 911er rs von 1973 ist so gut aufgehoben...
     
  12. muc

    muc Guest

    Jo... sehr ausführlich und so geht sicher nix schief. Insbesondere der Motorölwechsel VOR dem Einmotten ist ratsam.

    Ich persönlich halte das Aufbocken für die bessere Lösung, als das Auto so stehen zu lassen. Man darf es aber nicht vollständig aufbocken (vollständig wäre z.B. schlecht für die Dämpfer und die Gummilager der Achsen). An den richtigen Stellen aufgebockt ist das auch kein Problem, die Karosserie hält das problemlos auf. Die Kräfte sind ja nur statisch. Idealerweise bockt man eh an den Achsträgern auf und legt natürlich was zwischen.

    Alternativ kann man sich im Baumarkt ne nicht zu harte Schaumstoffplatte besorgen, vier Teile draus schneiden und das Auto darauf abstellen. Damit wird Standplatten bei den Reifen doch schon ganz gut vorgebeugt.

    Wichtig ist bei nicht aufgebockten Autos aber immer, den Reifendruck ab und an zu kontrollieren!

    Nur so nebenbei...
    Sind sie bei manchen Autos auch heute noch. Der Kunststofftank hat den enormen Vorteil, sich nahezu beliebig formen zu lassen. Braucht es das nicht, ist ein Blechtank durchaus noch eine Alternative, besonders bei kleineren Serien. Der W3 z.B. hat einen.
     
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