Wandlerüberbrückung bei Automatikgetriebe

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von flocha, 02.01.2010.

  1. flocha

    flocha Grünschnabel

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    Hallo!
    Ich hab mal eine allgemeine Frage zu Automatikgetrieben: Warum wurde früher die Wandlerüberbrückung erst bei so hohen Geschwindigkeiten geschlossen und nicht schon bei niedrigeren, z.B. schon bei 20 km/h ? Damit hätte man doch viel Sprit sparen können.
     
  2. AdMan

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  3. #2 chris_mit_avensis, 02.01.2010
    chris_mit_avensis

    chris_mit_avensis Lebende Foren Legende

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    Schliesse mich der Frage an, würde mich auch interessieren.

    Vermutlich hängt es mit der Motorleistung zusammen. Je stärker der Motor, desto eher schliesst die Wandlerüberbrückungskupplung.
     
  4. #3 Stefan_, 04.01.2010
    Stefan_

    Stefan_ Lebende Foren Legende

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    Diese Frage kam mir beim Thread "Wandler oder nicht?!" auch, deshalb schließe ich mich auch an.

    Trotzdem beginne ich mal mit einer Vermutung als technischer Laie:
    Ein Wandler ist ja auf eine gewisse Weise bewusst auf "Schlupf" ausgelegt. Aber in bestimmten Situation (Höchstgeschwindigkeit, am Berg Fahrzeug mit Gas halten statt mit Bremse) wird das Getriebeöl unnötig warm.
    Um das Getriebe zu schonen, gibt es dann bei starker Belastung die Überbrückung.

    Ich denke nicht einmal, dass es zwangsläufig Sprit spart.

    Grüße
    Stefan
     
  5. meshua

    meshua Mitglied

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    Hi,

    die WÜK (Wandlerüberbrückungskupplung) wurde - soweit ich mich erinnere - in den späten 80ern vermehrt eingesetzt, um einen großen bisherigen Nachteil des Automatikgetriebes zu eleminieren: den Verbrauch.

    Die WÜK dient daher in erster Linie zur Verbrauchsminderung und somit auch der Senkung des Schadstoffausstoßes.

    Da der Wandler überbrückt wird, entfällt auch das unnötige umquirlen des Hydrauliköls und senkt hierdurch gleichzeitig Öltemperatur und -verschleiß bei hohen Geschwindigkeiten ab.

    In den Anfängen der WÜK gab es keine elektronische Steuerung, weshalb diese nur zwei Zustände kannte: offen und geschlossen. Letzterer Zustand sorgt allerdings dafür, dass bei höheren Lasten Vibrationen auftreten, welche sich negativ auf den Fahrkomfort auswirken und sich auf die allg. Lebensdauer des AT-Getriebes auswirken. Die bisherige Dämpfung durch den hydrodynamischen Wandler entfällt hier. Man kann durch Dämpfungselemente diesem entgegenwirken. Letztlich muss die starre Verbindung (dennoch gibt es auch hier einen minimalen Schlupf!) jedoch wieder gelöst werden. Dieser Schaltpunkt liegt für gewöhnlich bei ca 40 MPH (65km/h). Bei niederen Geschwindigkeiten und den einhergehenden höheren Lastwechseln würde die WÜK häufig öffnen und schließen müssen - das kann auch nicht gesund sein.

    Heute erfolgt die Ansteuerung der WÜK für gewöhnlich elektronisch. Hierdurch und durch verbesserte Konstruktionen kennt die WÜK auch einen Betriebsmodus, wo ein (variabler) Schlupf verbleibt. Damit lässt sich der Wandler auf die Funktion als Anfahrhilfe reduzieren. Die restliche Zeit wird überbrückt gefahren - je nach Fahrsituation mit mehr oder weniger Schlupf.

    Noch eine Anmerkung meinerseits:
    Vom Corolla E12 mit seiner 4-Stufen Automatik kann ich berichten, dass dessen WÜK erst bei 65km/h zum Schließen bewegt werden kann. In den unteren Gängen läuft das Getriebe im reinen Wandlerbetrieb.

    Beste Gruesse, meshua
     
  6. AdMan

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Wandlerüberbrückung bei Automatikgetriebe

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