Unfallfrei? Unfallschaden? Bagatellschaden?

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von -GD-, 11.01.2006.

  1. -GD-

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    Unfallfrei? Unfallschaden? Bagatellschaden?

    Wir hatten demletzt ne ganze Weile unter Kumpels diskutiert, wann ein Auto als „unfallfrei“ verkauft werden darf und wann Unfallschäden angegeben werden müssen. Und was alles unter den Begriff „Bagatellschaden“ zählt. Nachdem ich im Netz auch nicht wirkliche Aussagen zu dem Thema gefunden habe wollte ich mal hier fragen.

    Kann ein Auto als „unfallfrei“ verkauft werden, wenn es Bagatellschäden gab?
    Unserer Meinung nach ja. Ein kleiner ausgebesserter Parkrempler ist kein Unfall in dem Sinne. Lack drüber und gut.

    Wie sieht es aber aus, wenn es etwas heftiger war? Beispiel Kotflügel verbeult und wieder instand gesetzt.
    Da waren wir uns schon nicht mehr so einig. Einer war der Meinung, dass es ein Unfallschaden ist, da ein Karosserieteil instand gesetzt wurde. Wenn es hingegen getauscht würde, wäre es keiner, da bei ordnungsgemäßer Lackierung und Montage kein Unterschied zum Orginalen wäre. Dann ging die Diskussion los, ob Orginalteil oder ein Teil aus dem Zubehör. Genauso kam dann die Frage, ob es da mal nicht eine Grenze für die Reparaturkosten gab. Letzteres erscheint mir allerdings sehr komisch, da das von Fabrikat und Ersatzteilpreisen bei gleichem Schaden sehr stark variieren kann und eine instandsetzung meist sogar preisgünstiger als ein Neuteil ist.

    Gehen wir von einem noch heftigerem Unfall aus. Ein anderes Auto ist in die Seite gefahren. Stoßfänger, Scheinwerfer, Kotflügel, Tür und Seitenwand sind beschädigt. Eigentlich ein recht großer Schaden, würde ich meinen. Ein Kumpel, der in einer KFZ-Werkstatt arbeitet, hat dann gemeint, dass es nicht unbedingt ein Unfallschaden ist. Stoßfänger, Kotflügel, Tür und Scheinwerfer sind meist Anbauteile. Es muss nix geschweißt werden. Abschrauben, Neuteile lackieren, montieren und gut. Die Frage stelle sich erst bei der Seitenwand. Ist diese nur leicht beschädigt und kann problemlos instand gesetzt werden (wie bei nem kleinen Parkrempler) ist das alles kein Problem das Auto ohne Unfallschäden zu verkaufen. Einerseits finde ich das schon recht heftig, so einen Schaden bei einem „unfallfreiem“ Auto in Kauf nehmen zu müssen. Andrerseits auch wieder einleuchtend, da eine reparierte Seitenwand (für mich) nichts anderes ist als ein reparierter Kotflügel. Alle anderen Teile wurden ja getauscht und sind somit neu.

    Nem Kumpel ist es beispielsweise auch mal so passiert, dass ihm ein anderes Auto auf die Seite geknallt ist. Spiegelkappe kaputt, ein recht kräftiger Kratzer am Kotflügel (nicht verbeult) sowie kleinere Dellen und Kratzer am Rest der Seite. Spiegelkappe wurde ersetzt, Kratzer so weit es geht rauspoliert (man erkennt ihn noch) und den Rest der Seite auch nur poliert. Am Koti kann man noch was erkennen und den Rest sieht man nur, wenn man’s weiß. Bagatellschaden? Es sind die gleichen teile betroffen, wie beim vorherigen Fall und die gleiche Art von Schaden nur in geringerer Form.

    Um mal bei dem Werkstattmenschen zu bleiben: Wann fängt dann ein Unfallschaden an? Seiner Meinung nach erst dann, wenn geschweißt wurde oder irgendwelche Träger usw. was abbekommen haben. Andere haben dagegen ziemlich protestiert, weil man dann ja nen ziemlichen Schrotthaufen als „unfallfrei“ kaufen könnte.

    Eine weitere Frage blieb bisher ungeklärt. Was passiert, wenn jemand ein Auto als unfallfrei verkauft, sich im Nachhinein herausstellt, dass das Fahrzeug einen Unfall hatte. Und der Verkäufer war nicht der Erstbesitzer. Welche Chancen hat in einem solchen Fall der Käufer zu seinem Recht/Geld zu kommen? Und welche Chancen hat ein Verkäufer nachzuweisen, dass er von diesem Schaden nichts wusste?

    Meinungen haben ich mittlerweile recht viele zu dem Thema gehört, mich würde daher interessieren, was nun Sache ist. Die Theorie vom Werkstattmenschen klingt für mich persönlich am einleuchtendsten, vor allem deshalb, weil sich eine klare Grenze ziehen lässt, wann es ein Unfallschaden ist.

    Wer weiß was genaues zu dem Thema?
     
  2. AdMan

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  3. Key

    Key Lebende Foren Legende

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    Ich hab den Käufern einfach immer mitgeteilt, was mal an Schäden dran war, und hab es auch im Kaufvertrag vermerkt. So hat das auch der Verkäufer meines alten Starlet`s gemacht.

    Es geht vermutlich um die Delle in deinem Kotflügel. Ich würd es an deiner Stelle genauso handhaben. Damit bist du auf der sicheren Seite, und abschrecken vom Kauf tut das wenn fachgerecht repariert eher nicht.

    Gruss Key2U
     
  4. -GD-

    -GD- Lebende Foren Legende

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    die diskussion war unabhängig von dem. meinen behalt ich noch ne weile, bis das im wert eh egal wäre. die diskussion war schon ein paar tage vorher. meine schwester hatte mal nen unfaller als unfallfrei gekauft, bei nem kumpel haben wir auch den verdacht (spaltmaße) und der unfall von nem kumpel, der bald nen A4 erben soll, so dass seine Mühle auch verkauft werden soll.

    und da haben wir erstmal gemerkt, wie ahnungslos wir diesbezüglich eigentlich sind und dass das ein thema ist, was meist vor gericht entschieden wird. allgemeine aussagen dazu hab ich aber nicht wirklich gefunden. in der schweiz sind die bezeichnungen etwas anders (unfallfrei, garantiert unfallfrei usw.), aber vom prinzip läuft es darauf hinaus, dass auch ein auto trotz schaden von 10.000 Franken als unfallfrei (nicht garantiert unfallfrei) gelten kann. Aber zu Deutschland habe ich eben nix gefunden außer Gerichtsurteile, die sich mit Einzelfällen beschäftigen...
     
  5. Key

    Key Lebende Foren Legende

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    Ich hab das so in Erinnerung, dass Blechschäden nicht unbedingt angegeben werden müssen. Allerdings ist dem 206 vor ner Zeit einer draufgefahren. Sah nach nix aus, aber der Sachverständige fand da einiges. Die gegnerische Versicherung musste neben den reinen Reparaturkosten auch noch ne Wertminderung zahlen, weil der Schaden beim Verkauf angegeben werden muss, und dadurch, ich meine so nannte es sich, "ein merkantiler Verlust" entstehen dürfte.

    Ich sags den Käufern, was war, und brauch mir da dann keinen Kopf mehr drüber zu machen.

    Wenn "tragende Teile" betroffen sind, muss der Schaden aber sicher erwähnt werden.

    Gruss Key2U

    P.S.: ich kenn jemanden, der hat ein Händchen sich solche getarnten Unfaller zu kaufen. Erst ein Kübelwagen der auf der Bahn ein Rad verloren hat (passierte zum Glück keinem was), und dann ein Golf 1 Cabrio mit dem er nicht mehr über den TÜV kam, weil da auch irgendwas heftiges dran war. Hat sich dann sicherheitshalber nen neuen Passat Kombi geholt. :D
     
  6. #5 danielathome, 12.01.2006
    danielathome

    danielathome Mitglied

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    Einen Unfallschaden muss man nach meiner Meinung angegeben werden wenn das Auto auf die Streckbank musste. Also tragende Teile durch den Unfall beschädigt wurden.

    MFg Daniel
     
  7. #6 redcamry, 12.01.2006
    redcamry

    redcamry Mitglied

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    So sehe ich das auch!

    Bezeichnet man nicht ein Bagatellschaden bis 1000euro? Früher 1000DM? Oder hab ich da jetzt was nicht verstanden ?(
     
  8. AdMan

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  9. -GD-

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    Ne SUmme anzusetzten wäre imho großer quatsch. Ein totalschaden bei nem golf II liese sich mit ein paar hundert euro begleichen, ums mal extrem auszudrücken.

    Eigentlich müssten das die Händler wissen. Toy, was sagst du?
     
  10. Key

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    Ich glaub er ist gerade auf der Porsche HP und hat keine Zeit deine Frage zu beantworten. ;)

    Gruss Key2U
     
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