SMD-Light Programmierung

Dieses Thema im Forum "Elektrik" wurde erstellt von Vash, 22.08.2012.

  1. Vash

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    Hallo zusammen,

    ich interessier mich sehr für SMD-Light Programmierung und würde gerne wissen ob sich jemand hier damit auskennt bzw. mir sagen kann was genau ich an Hardware brauche. Die Variationen von Chips und Programmiertools sowie der Software sind für mich nicht wirklich transparent.

    mein Ziel: am Ende eine SMD-Leinwand zu besitzen die über PC-Steuerung diverse Muster ablichtet.
     
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  3. #2 chrisbolde, 22.08.2012
    chrisbolde

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    Gute Frage, schwere Frage - selbst für mich als Hardware-Entwickler. Da spielen immer die eigenen Vorlieben mit rein - und natürlich die genauen Anforderungen an das Endgerät (Temperaturbereich, Versorgungsspannung, Kommunikationsschnittstellen wie UART, I²C, SPI, Ethernet, externer Speicher, ..., Code-Kompatibilität).

    Früher waren die Motorola (jetzt Freescale) 68000er Microcontroller sehr beliebt, die wurden aber meines Wissens inzwischen immer mehr von anderen Chips verdrängt. Sehr beliebt waren auch die 80C51er (ursprünglich Intel, heutzutage von zig Herstellern in verschiedenen Derivaten erhältlich). Da die 80C51er aber kaum integrierte Peripherie wie I²C etc. haben sterben sie auch immer mehr aus. Vorteil ist hier aber die Verfügbarkeit auf breiter Front: Atmel, Maxim/Dallas (abgekündigt?), Infineon, ...

    Heutzutage sind gerade im "Bastelbereich" viele AVRs und ATmega von Atmel und PICs von Microchip zu finden. Da gibt es günstige Debugger/Programmer und die SW ist glaube ich sogar kostenlos zu bekommen (oder zumindest auch sehr günstig). Hierfür gibt es auch viel Unterstützung in entsprechenden Foren, da es eben die "Bastelmicrocontroller" sind.

    Im Profibereich rollen die ARMs gerade den Markt von allen Seiten her auf (die gibt es von vielen verschiedenen Herstellern, z.B. Atmel, Freescale, NXP = ehemals Philips, STMicroelectronics, Texas Instruments, ...). Außerdem sind im Low-Power Bereich auch noch viele PowerPCs von Freescale zu finden. Da sind die Entwicklungstools aber deutlich teurer. Nur so als Hausnummer: Für einen Lauterbach TRACE32-ICD, den wir in der Firma für PowerPCs im Einsatz haben, wirst du schnell ein paar Kiloeuros los.

    Es gibt auch unzählige "Evaluation"- oder Entwicklungsboards, da ist der Microcontroller mit aller lebenswichtigen Peripherie schon fertig vorhanden. Du musst dir dann nur noch die Adaptierung und Ansteuerung der LEDs selbst realisieren, dafür haben die frei programmierbare I/O-Pins. Da musst du aber höchstwahrscheinlich eine eigene Stromversorgung vorsehen, weil das Netzteil auf dem Eva-Board das wohl nicht mit versorgen kann.
    Sortiment von Reichelt
     
  4. Vash

    Vash Mitglied

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    Vielen Dank für die Klasse Antwort - ich werd das mal durchehen und mich dann nochmal melden.
     
  5. #4 chrisbolde, 23.08.2012
    chrisbolde

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    Achso, noch ein kleiner Hinweis am Rande, was von vielen (aus Unwissenheit) verwechselt wird:
    SMD /= LED

    LED ist das Bauteil an sich, also die "Light Emitting Diode" oder zu deutsch die Leuchtdiode. Die gibt es in zig verschiedenen Bauformen.

    SMD ist eine Oberkategorie von Bauteil-Gehäusen, und nur in den seltensten Fällen eine LED. In der modernen Elektronik hast du zu gefühlt 99% SMD-Bauteile, abgesehen von manchen Steckern. SMD steht für "Surface Mounted Devices", also oberflächenmontierte Bauteile - im Gegensatz zu THT = Through Hole Technology. Bei SMD gibt es dann auch wieder zig Untergruppierungen (BGA, QFP, QFN, SOIC, TSSOP, MiniMELF, ...).

    Die beiden Bilder verdeutlichen das etwas:
    [​IMG]
    [​IMG][​IMG]Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Through-hole_technology

    [​IMG]
    Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Surface-mount_technology

    Für's Handlöten ist THT deutlich "komfortabler", weil die Strukturen insgesamt viel größer sind. SMDs liegen heute üblicherweise bei Pin-Abständen(!) von 1.27mm bis 0.635mm, in seltenen Fällen sogar 0.5mm. Das kann man vernünftig nur noch mit Lupe, sehr feiner Lötspitze und Pinzette verarbeiten.
    Die beiden ICs auf dem unteren Bild schätze ich auf 0.65mm oder 0.635mm Pin-Abstand, und die Widerstände und Kondensatoren dürften bei 0.8x1.6mm² Gesamtgröße liegen.
    [​IMG]
     
  6. Vash

    Vash Mitglied

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    Danke das war bekannt ich mein SMDs im Sinne von SMDs ^^
     
  7. ylf

    ylf Lebende Foren Legende

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    Das Bild dürfte aus einem Amiga oder wenigstens Commodore Gerät stammen. C64?


    Ja, die älteren Bastler, die mit SMD nicht "groß" geworden sind, tuen sich schwer damit.
    Der springende Punkt zur Lösung des Problems, man muß weg vom klassischen Lötkolben. Mit Heissgas kann man hervorragend SMDs löten. Die Platzierung erfordert zwar etwas Fingerspitzengefühl, aber das kommt mit der Zeit.
     
  8. AdMan

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