Seid ihr pro oder contra Kernenergie?

Dieses Thema im Forum "OFF-TOPIC" wurde erstellt von MichBeck, 08.06.2006.

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Seid ihr pro oder contra Kernenergie

  1. Kernenergie ist die Zukunft und unverzichtbar

    45,1%
  2. Kernenergie braucht kein Mensch

    54,9%
  3. Energiepolitik interessiert mich nicht

    1,4%
Eine Auswahl mehrerer Antworten ist erlaubt.
  1. #1 MichBeck, 08.06.2006
    MichBeck

    MichBeck Lebende Foren Legende

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  2. AdMan

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  3. #2 toyotafanatic, 08.06.2006
    toyotafanatic

    toyotafanatic Mitglied

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    Wegen der Kernenergie entstehen Kriege -> siehe Iran - wer bitte schön braucht Kriege?


    Es gibt auch sinvolle Alternativen - schon mal darüber nachgedacht?
     
  4. #3 Serialkiller, 08.06.2006
    Serialkiller

    Serialkiller Lebende Foren Legende

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    Meiner Meinung nach ist der komplette Energiebedarf nicht mit alternativen Energiequellen zu decken. So müsste man dann doch wieder Kohle und Erdgas heranziehen. Somit ist die Umweltvermutzung weitaus höher als mit Kernkraft. Außerdem würde sich die Umrüstung auf alternative Energien auf Jahre und Mrd. von Euro erstrecken, die unser Staat eh nicht hat. Wer soll es also zahlen? Wir, und das sehe ich nicht so ganz ein. Außerdem müsste man für Kohle und Erdgasabbau wieder Geld investieren. In Deutschland sind die Erdgasvorkommen auch nicht so rießig, weswegen man es importieren würde, wodurch wir wieder abhängig wären und man wieder Kriege anzetteln könnte. Selbst wenn man auf die Idee kommt die Sachen in Deutschland abzubauen, würde man die benötigten Arbeitskräfte aus dem Ausland importieren, weswegen man kaum Gewinne in der Arbeitsplatzsituation hätte. Einzig und allein der Strom würde wesentlich teurer werden. Sonstige Verbesserungen sind nicht möglich. Deswegen bin ich für Kernenergie. Mit den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen ist dies noch die sicherste Methode Energie zu gewinnen.
     
  5. lear

    lear Lebende Foren Legende

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    Ich finde wenn man mit Kernenergie gut umgeht ist das die Sicherste, Umweltfreundlichste und einfachste Form der Energiegewinnung.
     
  6. BRO

    BRO Lebende Foren Legende

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    das interessiert mich nicht sonderlich, ich sag nur das es gefährlich ist und deshalb lieber was anderes mein rechner am laufen halten soll ;)

    greetz
     
  7. Tweety

    Tweety Senior Mitglied

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    Die Mischung machts meiner Meinung nach.

    Man müsste erstmal den Energieverbrauch deutlich senken (vom Stand-By-Lämpchen am Fernseher angefangen bis zur Industrie), dann könnte man vielleicht schon ein paar Kraftwerke einsparen.

    Und bevor wir wegen fehlender Kapazitäten Atomstrom aus Tschechien importieren müssen, dann lieber unsere Atomkraftwerke.

    Aber ein klares Ja oder Nein kann ich nicht abliefern. Aber eher Anti-Atom eingestellt.
     
  8. ikhh

    ikhh Senior Mitglied

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    Ich denke, dass dies wieder so ein Thema ist, dass man kontovers diskutieren kann.

    Ich habe keinen Bock mehr hier im Forum zu solchen themen meine Meinung abzugeben, um dann, wenn man es doch macht, angepuppt zu werden.

    Denke nur an Tschernobyl, USA oder war es England, etc.
     
  9. friki

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    Also ich find die Kernenergie OK.
    Da das zeugs schon in der erde is, warum sollte man es denn dann auch nich nutzen :rolleyes:
    Ja es is oder kann gefährlich sein. Bei den techischen stand der dieser Zeit mach ich mir da aber weniger sorgen drumm. Schaut euch die Franzosen an, bei denen sichert die Kernenergie glaub ich 80% ihres Strombedarfs, und sind das Krüpel oder sin die irgendwie behindert? Ich glaub nich ;)
    Ein weiterer Grund dafür, ist für mich, das es noch keine wirkliche alternative gibt und ich hab echt kein bock 1€ für die KW/h zu bezahlen, wiel die, die das Land regieren kein plan haben und lieber ganz Deutschland mit ihren verkommenen Windmühlen zupflastern und nachdem sie mitbekommen haben das die energieausbeute von den dingern viel zu gering ist wieder diese Braunkohlewerke hinsetzen... usw:(


     
  10. #9 Tóronn, 08.06.2006
    Tóronn

    Tóronn Mitglied

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    Da es im Moment keine richtigen Alternativen zur Kernenergie gibt, allerdings einige sehr gute Ideen die aber noch ihre Zeit brauchen werden, bin ich für die Kernenergie.
    Was bringt es uns, wenn die Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden Frankreich die Dinger aber in Unmengen aus dem Boden stampft um den Atomstrom dann nach Deutschland zu verkaufen? Dann doch lieber die Arbeitsplätze im eigenen Land lassen.
     
  11. #10 GRaVe303, 08.06.2006
    GRaVe303

    GRaVe303 Mitglied

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    ganz genauso sehe ich das auch!!! :)

    das son bisschen wie mit den eiern von freilaufenden hühnern. jeder mault und meckert von wegen tierschutz. und im supermarkt wird zu den billigen (aus käfighaltung) gegriffen. die sind auch meist am schnellsten leer.
     
  12. Popey

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    Kernenergie ist sauber und sehr sicher !

    Tschernobyl war eine veraltete Technik, und trotzdem wäre das nicht passiert, wenn man keinen Versuch gemacht hätte, und die Sicherheitseinrichtungen Manipuliert hätte.
     
  13. #12 MichBeck, 08.06.2006
    MichBeck

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    Ich war gestern IN einem Kernkraftwerk zur Besichtigung (KK Emsland). Es ist unglaublich was da für ein (Sicherheits-) Aufwand betrieben wird. Und ja, prinzipbedingt ist ein GAU wie in Tschernobyl in deutschen Kraftwerken garnicht möglich. Und die vierfache Sicherheitsauslegung der Systeme...die zig Schleusen zum Zutritt. Das Verhältnis von 1:4 an Sicherheitsleuten, der gigantische Aufwand zur Zwischenlagerung (übrigens zum Abkühlen der Brennelemente notwendig), das sind alles Vorkehrungen die mir sagen daß ich sogar gerne in einem KKW arbeiten würde. Drin ist weniger Strahlung als draussen :D

    Könnte noch stundenlang schreiben, naja.

    Find´s gut daß hier scheinbar die Mehrheit einen realistischen Blick auf die derzeitige Situation hat. :)
     
  14. ukhh

    ukhh Lebende Foren Legende

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    Erinnert sich jemand an meinen Tschernobyl Thread?





    Bitte ergänze mal die Umfrage, mit:

    "Ich bin für Kernenergie und habe Tschernobyl miterlebt."


    Das würd mich extrem interesseiren. :] :] :] :]
     
  15. -GD-

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    du weißt schon, dass tschernobyl nicht nur war sondern auch noch ist...

    aber zum eigentlichen thema: ja, pro kernenergie, solange es alternativen gibt, die praktisch nutzbar sind und großen bedarf decken können.
    Wind-, Wasser- und Solarenergie isnd zwar prinzipiell interessant, steckt aber noch in den Kinderschuhen. Kohle ist keine Alternative. An Stelle des Atomausstiegs sollte man aus der kohle aussteigen (kann man vielmehr zur Herstellung von Kraftstoff nutzen --> unabhängigkeit) und in Richtung Kernfusion und Alternative energieen mehr investieren!
    Die Haltung der Grünen zur Atomenergie ist übrigens das einzige, was mich an der Partei stört...
     
  16. #15 Marschl, 08.06.2006
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    Es gibt leider genügend Studien (auch vom Bund selbst), die belegen, dass die Deckung des kompletten Energiebedarfs Deutschlands nicht mit alternativen Energien möglich ist. Bzw. theoretisch zwar möglich, dafür aber unbezahlbar - daher auch nicht realisierbar.

    Wäre also zu überlegen, wie kann man diese Art der Energiegewinnung ersetzen (mit bisherigen Quellen nicht)? Oder wie kann man mehr Energie einsparen (wo der Energiebedarf ja fast täglich steigt)?

    Und wieviel würde der Strom nach einer Umstellung kosten? Ich denke, danach müssten wir einfach alle mal auf Fernsehen, Radio, Kühlschrank, Licht usw. verzichten. Denn die Kernernergie ist zur Zeit immer noch die günstigste mit ihren wenigen Cent je Kw/h. Alternative Energien (sofern nicht subventioniert, was sich ein Land nicht ohne weiteres auf Dauer leisten kann) schlagen da schnell mit mehreren Euro je Kw/h zu Grunde...
     
  17. #16 MichBeck, 08.06.2006
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    Tschernobyl hab ich auch miterlebt. So ist das ja nicht. Daß die ollen Schuppen abgestellt werden müssen und zum großteil auch wurden ist doch nur einleuchtend. Es geht hier aber mehr um die deutsche und europäische Energiepolitik. Da hilft es in keinster Weise olle Klamotten aus Ländern auszupacken, die eh machen was sie wollen. Also Tschernobyl kann sich auch jetzt noch wiederholen, mit oder ohne den deutschen Atomausstieg. :rolleyes:
     
  18. ukhh

    ukhh Lebende Foren Legende

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    Du meinst Three Mile Island................USA.
    (jo, das war knapp..... eher Glück) :rolleyes: :rolleyes:

    Sellafield is ein anderes Thema.

    Ich glaub, ich hör lieber auf über die saubere Kernkraft zu schreiben...
    :rofl :rofl
     
  19. #18 HeRo11k3, 08.06.2006
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    Anmerkung ganz zu Beginn: Reichlich suggestive Antwortmöglichkeiten...

    Ich denke, wir könnten auch ohne Kernenergie und ohne mehr CO2-Ausstoß unseren Lebensstandard halten. Dazu müsste man nur ab und zu mal nachdenken (auch wenn es Leute zu geben scheint, die das nicht können) und z.B. das Licht ausmachen, wenn man aus dem Zimmer geht (sehe ich immer wieder im Wohnheim - Strom kostet ja "nichts" also kann das Licht auch den ganzen Tag brennen, obwohl niemand da ist)

    Ansätze sind: Verbesserung der Wirkungsgrade in Kraftwerken, bei der Energieübertragung (durch bessere Leitungen und auch durch kürzere Leitungen bei dezentraler Energieerzeugung), beim Einsatz (muss ein Rechner, auf dem nur Word, Excel und Minesweeper laufen, wirklich 300W verbrauchen?) und Sparen am Standby-Stromverbrauch (ich alleine bräuchte mit PC, Drucker, Monitor, Scanner, Boxen, Stereoanlage 100W Standby=900kWh=180EUR im Jahr - wenn ich keine schaltbaren Steckdosenleisten hätte...)

    Andere Energiequellen gibt es auch - es fehlt allerdings zu einem großen Teil an der Speicherkapazität. Photovoltaik wäre, wenn der Strom sich speichern ließe, ein ganz heißer Kandidat - die Stories, dass die Solarzellen in der Produktion mehr Strom brauchen, als sie einspielen, sind lange, lange veraltet - die Entwicklung steht eben nicht still. Offshore-Windkraftanlagen sind im Kommen (wobei ich damit auch nicht ganz glücklich bin - aber besser als Ölbohrplattformen oder AKWs sind sie meiner Meinung nach schon) und dort draußen weht der Wind sehr konstant. Aus Biomasse ließe sich jede Menge Strom erzeugen, die Schwerindustrie zieht ohnehin aus Deutschland weg...

    Mir ist klar, dass das nicht durch ein "Jetzt abschalten" erfolgen kann. Also sollten wir langsam einen Weg zum atomkraftfreien Energiemix bauen - Schweden macht es uns vor, dort geht es schneller, weil weniger Menschen und mehr Land vorhanden sind, aber wir können das auch, wenn wir wollen.

    Warum?
    a) Weil trotz aller Sicherheiten immer ein gewisses Risiko bleibt. Das mag sehr klein sein - deswegen hätte ich persönlich wenig Probleme damit, an einem AKW vorbeizufahren oder dort in der Nähe zu leben - aber es ist vorhanden. Und irgendwann - das sagt einfach die Statistik - wird es zuschlagen. Und - das ist der Punkt - die Folgen sind verheerend. Wenn dabei "nur" ein paar Menschen sterben würden und fertig, dann würde ich sagen, OK, das ist das Risiko, das wir mit dieser Art der Stromerzeugung eingehen, es kommt seltenst vor, da ist das tragbar - aber bei Atomkraft, radioaktiver Strahlung - nein. Möglicherweise unbewohnbare Landstriche, Krebsgefahren noch Jahrhunderte später - das Risiko ist es mir nicht wert.
    b) Mit atomaren Anlagen machen wir uns verwundbar - durch Terroristen, durch Kriegsgegner. Deswegen muss ein Sicherheitsdienst aktiv werden, wodurch - quasi automatisch - die Rechte von uns als Bürgern beschnitten werden. Bisher war das nicht sehr gravierend, weil das Bedrohungsempfinden nicht sehr hoch war. Mittlerweile - seit 9-11 - nimmt das aber immer mehr zu.
    c) Schon beim normalen Brennstoffkreislauf "verschwinden" immer wieder "kleine" Mengen radioaktiven Materials. Wo, ist nicht ganz geklärt, man vermutet grob gesagt, es bleibt in Apparaturen hängen. Wenn da jetzt irgendwo im Kreislauf jemand beschließt, noch ein paar Gramm im Jahr wären ja nicht so schlimm - er könnte das Zeug bestimmt verkaufen. Kernenergie und Atomwaffen sind nicht so weit voneinander entfernt, wie man das glauben sollte...
    d) Auch mit Kernenergie sind wir nicht unabhängig von anderen Ländern - wir importieren zwar vielleicht weniger Kohle, aber dafür Uran. Was laut Wikipedia weltweit zu 94% in 10 Ländern dieser Erde gewonnen wird.
    e) Wohin mit dem Müll? Immer noch nicht geklärt. Ich finde es unverantwortlich - wenn ich mein Auto repariere und dabei Altöl anfällt, muss ich vorher genau wissen, wohin damit (oder ich lagere es im Keller, dann habe ich das Problem erst beim Auszug) - aber wenn ich Strom erzeuge und dabei hochgiftiger, lange strahlender Müll anfällt, lagere ich das Zeug erstmal 30-40 Jahre und warte ab, ob ich es vielleicht mal irgendwo billig ins Ausland verschiffen kann?
    f) Billiger ist Atomstrom derzeit nur deswegen, weil die Forschungsarbeiten und die Kraftwerke schon (fast) alle abgeschrieben sind. Und weil AKWe generell dazu berechnet werden, die Grundlast zu decken - Spitzenlasten haben bitte andere Kraftwerkstypen zu tragen, die dann selbstverständlich viel teurer werden. Und weil die Sicherung der Anlagen vom Staat bezahlt wird.

    Deswegen bin ich der Meinung, der Atomausstieg war nötig und richtig und sollte durchgezogen werden. Der Zeitplan selbst ist dabei IMHO nicht das entscheidenste, lieber AKWe ein paar Jahre länger laufen lassen und danach sauber in ein großes Konzept übergehen, als auf Teufel komm raus abschalten und dann pfuschen (z.B. Strom in großem Maße importieren) - aber generell sollte IMHO die Richtung schon "weg von der Kernenergie" heißen. Flankiert von entsprechender Forschungsförderung im Bereich alternativer und auch konventioneller Energien.

    MfG, HeRo

    P.S: Und - nebenbei bemerkt - finde ich, es sollten in der Politik und in der Wirtschaft weniger Duftmarken gesetzt und stattdessen mehr pragmatische Projekte betrieben werden. Beispiel unsere Universität - von allen Instituten, mit denen ich in den eineinhalb Semestern meines Studiums zu tun hatte, haben geschätzte 30% vor kurzem einen neuen Leiter erhalten und wurden deswegen erstmal umbenannt, es wurde ein neues Logo entworfen, neues Briefpapier, neuer Webauftritt unter neuer Adresse - sowas kostet Zeit und Geld und bringt objektiv gar nichts. Und in diese Kategorie verbuche ich zur Zeit noch die wieder aufflammende Debatte um den Atomausstieg.

    edit: Kernfusion vollkommen vergessen - klingt sehr vielversprechend.
     
  20. AdMan

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  21. #19 chris_mit_avensis, 08.06.2006
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    Tolle Ausführung. Sehe ich genau so.

    Ausserdem: Das Risiko eines Unfalls ist nicht tragbar. Egal, wie klein es ist.

    PS: Wer meint, wir seien sicherer, weil unsere Anlagen im Gegensatz zu Tschernobyl moderner sind --> zumindest in der Schweiz stammen alle Kernkraftwerke aus den späten 60ern oder die "neueren" aus den frühen 70ern....neu und modern sind die sicher nicht. X(

    PPS: Die Schweiz hat zwar seit 30 Jahren Kernenergie, aber noch immer keine Lösung für die Endlagerung der Abfälle ;)
     
  22. #20 moetterking, 08.06.2006
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    Die Ausführung ist wirklich gut! Der Haken: wäre, könnte, müsste. Momentan sind wir nun mal nicht so weit, und vor 2030 wird auch kein Kernfusionsreaktor lauffähig sein, der dann hoffentlich sauber genug Energie zur Verfügung stellen kann.

    Wenn wir ehrlich sind sind sämtliche Arten, wie wir momentan elektrische Energie produzieren, eine kleine Zeitbombe:

    Wasserkraft:
    Man baut einen Damm, lässt kontrolliert Wasser durch einen Generator laufen und Nachts wird überschüssiger Strom verwendet um Wasser wieder in den See zu pumpen. Im Prinzip eine gute Sache, funktioniert aber nicht ohne anderweitige Energieerzeugung, die Natur leidet darunter, Lebensraum von Mensch & Tier wird "versenkt" (Drei-Schluchten-Damm usw.). Nur eine "auf-den-ersten-Blick-saubere-Lösung".

    Windenergie:
    Deutschland produziert etwa 4% der elektrischen Energie aus Windkraft. Die Idee ist gut, jedoch abhängig vom Wind und daher nicht überall einsetzbar. Energie muss verfügbar sein wenn sie gebraucht wird und nicht wenn der Wind weht. Mehr als 10% der Energie halte ich nicht für realistisch.

    Fotovoltaik:
    Um ein kW Strom zu erzeugen braucht man momentan Zellen und Wechselrichter die etwa CHF 7'500.-- (ca 5000 Euro) kosten. Diese halten in der Regel etwa 30 Jahre. Ein normaler Haushalt braucht aber mehr als 1kW, eher 3 oder 4.
    Um 1MW Strom zu produzieren braucht es etwa 200m x 300m Solarzellen, bei einem jährlichen Stromverbrauch in Deutschland von 610 TWh (610 x 10^12 Wh, oder 610'000 MWh) eine unglaubliche Fläche.

    Kohle:
    Deutschland produziert beinahe 50% des Stromes aus Kohle, über die Umweltverschmutzung müssen wir wohl nicht diskutieren, das ist im Gegensatz zur Atomenergie einfach der "Tod auf Rate". Kyoto lässt grüssen...

    Kernspaltung:
    Keine Frage, ziemlich gefährlich, es passiert zwar wenig, wenn aber, dann prächtig. Energieausbeute ist gross, bei unfallfreiem Betrieb wenig Umweltbelastung (abgesehen von erwärmten Gewässern und deren Vegetation), jedoch ist der "Abfall" ziemlich problematisch. Schweiz hat 40% der produzierten Energei aus Kernspaltung, Deutschland 28%. Die Energieproduktion ist konstant, auf kleinem Raum realisierbar und Uran haben wir auch noch mehr als genug.

    Energieimport:
    Keines unserer Länder ist heilig, wir alle importieren zu Spitzenzeiten Strom aus Frankreich oder dem Ostblock, und da stammt die Energie bestimmt nicht aus sauberen Energiequellen.


    Wenn ich die Liste jetzt so betrachte sehe ich, dass wir eigentlich anfangen sollten in Tipi-Zelten zu wohnen und am Abend am Lagerfeuer Märchen von längst vergangenen Zeiten zu erzählen! So wie früher, als ma schlafen ging als die Sonne unterging, aufstand als der Hahn gekräht hat und man den ganzen Tag nur mit Pferd und Esel auf dem Feld verbracht hat.


    In diesem Sinne: Gut Nacht und vergesst nicht das Licht zu löschen und den PC runterzufahren!

    mfg

    Marcel
     
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Seid ihr pro oder contra Kernenergie?

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