Rechtliche Frage, Schlag ins Gesicht

Dieses Thema im Forum "OFF-TOPIC" wurde erstellt von grand, 04.06.2011.

  1. grand

    grand Mitglied

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    Hallo zusammen, habe einen konkreten Fall, vielleicht kennt sich ja jemand damit aus.

    Person X schlägt der wildfremden Person Y ohne jeglichen Grund ins Gesicht
    Y bekommt ein blaues Auge, der Clubbesitzer ruft die Polizei.
    X wird von Securitys festgehalten, bis die Polizei gekommen ist.
    Y zeigt X an
    Es gibt 2 Zeugen, die den Tathergang bestätigen können, die Polizei hat ein Beweisfoto vor Ort erstellt
    Beim Alkoholtest hat Y 1,6 Promille, X 2,5
    Person X ist erst 17, der Schlag ins Gesicht ereignete sich um ca. 1:30 Uhr
    Y geht nach der Vernehmung ins Krankenhaus und lässt sich alles bescheinigen

    Wie gehts danach weiter?
    Wie handelt da die Polizei und welche Strafen kann es geben?
    Werden die Kosten, die Y entstanden sind erstattet? (Gebühren im Krankenhaus, etc...).
    Kann Schmerzensgeld gefordert werden?

    Gruß
     
  2. AdMan

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  3. Cybexx

    Cybexx Lebende Foren Legende

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    jugendstrafrecht

    wenn der vorher nix gemacht hat, kommt er mit sozialstunden weg.

    kann ich mir aber bei soner aggressiven art kaum vorstellen, dass der nicht schon vorher was angestellt hat.

    wie weit da schmerzensgeld gezahlt werden muss, kann ich nicht beurteilen.
     
  4. #3 buck2203, 04.06.2011
    buck2203

    buck2203 Senior Mitglied

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    Ok, klassische Geschichte einer Discoschlägerei...

    Wenn Y den X anzeigt, dann wird durch die Polizei erstmal eine "normale" KV (Körperveletzung §223 STGB) aufgenommen. Dies ist jedoch nur der Fall, falls X keinerlei straferschwerende Umstände zu Last gelegt werden, wie z.B. die Verwendung von gefährlichen Gegenständen oder mehrere gezielte Schläge ins Gesicht oder entstandene schwerere Verletzungen als "nur" ein blaues Auge. Dazu wird X als Beschuldigter und Y als Geschädigter bezeichnet. Auch alle Zeugen des Vorfalls werden mit in den Vorgang aufgenommen. Kamen vor Ort keine vernünftigen Aussagen zu Stande, dann werden alle einzelne Personen bei der Kriminalpolizei (die die den Vorgang nach den aufnehmenden Beamten vor Ort bearbeiten) vorgestellt und nochmals befragt. Ist das alles abgeschlossen, so kümmert sich die Staatsanwaltschaft um den Vorgang.

    Es wird sicherlich zu einer Verhandlung beim Jugendgericht kommen, wenn der X erst 17 Jahre alt ist. Der Alkoholkonsum kann positiv für X und negativ für Y auswirken, da es an Glaubhaftigkeit der Aussagen von Y mangeln könnte, sowie die Schuldhaftigkeit des X durch den Alkoholkonsum verringert wird.

    Schlussendlich ist eine Bestrafung in Form von Sozialstunden oder Sonstiges dergleichen zu erwarten, wenn X vorher nicht straffällig war.

    Für die Versorgung der Wunden beim Arzt kommt die Krankenversicherung auf.

    Schmerzensgeld kann eventuell nachträglich zivilrechtlich eingeklagt werden.
     
  5. #4 Bender-1729, 04.06.2011
    Bender-1729

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    Wenn überhaupt ...

    Minderjährig UND betrunken. Das sind in unserem Justizsystem gleich 2 Freifahrtsscheine. Ich denke mal, es wird auf ein "Du! Du! Du!" hinauslaufen ...
     
  6. #5 joema64, 04.06.2011
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    Cybexx mehr als richtig

    Da kommt nix großes nach normalerweise gibts da auch keine Anzeigen oderes wird wegen bla bla eingestellt.
    Wenn Du Pech hast bist Du als "Deutscher" noch der böse..

    Der ewig selbige betrunkenen Bklödsinn, der meist mit Einstellung oder bei "unbeschriebenen" mit verspäteten Sozialstunden (ca 1 Jahr) endet...

    Klar Schmerzensgeld.... is eher ne Bagatele unter Besoffenen, daß sich das die Sheriffs antun :] bei uns kommen Sie erst wenns vorbei is und einer ins Krankenhaus mußte....

    Hart , das Leben an der Küste:D
     
  7. #6 Rollakuttel, 04.06.2011
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    Aber auch möglich das es ne Strafe für den Clubbesitzer gibt, da X ja noch minderjährig war und seit 0 Uhr nix mehr im Club zu suchen hat.
     
  8. FabiG6

    FabiG6 Senior Mitglied

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    Wär möglich - is aber für den eig. Fall relativ "wurscht" :D - vgl. mit: jmd. baut 'nen Unfall mit verletzen Opfer - Verursacher fuhr ohne Fahrerlaubnis. 'Ne Anzeige wegen Körperverletzung seitens des Opfers hat dann eher null mit der Anzeige der Staatsanwaltschaft wegen der fehlenden Fahrerlaubnis zu tun bzw. keine Auswirkungen da drauf.
    Auch wenn man ja sagen könnte: wäre der Verursacher ordnungsgemäß nicht gefahren, hätte es gar keinen Unfall gegeben. Das wär ja dann hypothetische Kausalität - und die gilt (in manchen Fällen: leider :D ) nicht.
    Hier wär's dann: wäre der minderjährige ordnungsgemäß daheim geblieben, dann wär es ja gar nicht zu dem Schlag gekommen - zählt also auch net.

    Ich wiederhol's nur gern, weil man doch leicht beides immer miteinander verbinden kann - in diesem Fall is es ja klar. ;)
     
  9. gdh

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    muss man alles zur anzeige bringen....
    man schlägt sich, und verträgt sich. grade bei über einem promille ists sehr leicht zu sagen, hey sorry, war nicht so gemeint, hier ich geb dir nen bier aus.

    anzeige ist doch kinderkacke
     
  10. Reiti

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    Ja, im Grunde ist die ganze Anzeigerei Kinderkacke - früher hat man sowas unter sich geregelt und gut is.

    Wie auch immer, sind hier ja doch nur sehr wenig Fakten auf dem Tisch um zu urteilen, ob jetz einer der beiden richtig bösartig gehandelt hat. Wer prügelt sollte meiner Meinung nach aber schonmal ordentlich "Erziehungsmaßnahmen" kassieren ob nun betrunken oder nicht ist dabei egal, denn gezwungen hat ihn keiner sich derart anzusaufen.

    Wie das nun mit KH Kosten aussieht kann ich dir leider nun auch nicht sagen
     
  11. #10 Squeeze23, 05.06.2011
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    Mit 17 und 2,5 Promille noch in der Lage jemanden ein blaues Auge zu verpassen...
     
  12. grand

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    Wenn davor etwas vorgefallen wäre (Provokation, Beleidigung, etc...) , wäre es ja auch kein Ding gewesen, dann hätte er eine zurückbekommen und fertig (Hätte dann aber auch in ner Massenschlägerei enden können, da er noch ein paar russische Kollegen dabei hatte. Vil. wäre ein Messer ins Spiel gekommen, keine Ahnung was da als mal abgeht).
    Aber GRUNDLOS einem WILDFREMDEN eine abzuziehen aus Spass an der Freude geht halt meines Erachtens gar nicht.
    Bringt jetzt vil. nichts mit der Anzeige, aber wer so drauf ist, hat bestimmt schon ein paar mal Kontakt mit der Polizei gehabt und wenn er ein weiteres Mal auffällt, ist er dran.
    Dem Gefallen tut die geschädigte Person dem Täter sicherlich nicht, einfach so davon kommen lassen
     
  13. #12 KleinerEisbaer, 05.06.2011
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    Ich wuerde es versuchen.

    Ein ehemaliger polizist ;) sagte mal sowas in der art wie, man sollte es zumindest melden (ging dabei um rueckaichtsloses fahren), denn vielleicht ist er schon oeffters auffaellig gewesen, aber es hat noch nicht fuer eine haertere strafe gereicht.

    Ne kostenlose oder zumindest guenstige erstberatung kann man doch mal machen, um zu sehen ob es sich lohnt auf schmerzensgeld zu klagen.
     
  14. #13 Bender-1729, 05.06.2011
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    Sorry, aber den genauen Wortlaut dieses Sprichwortes habe ich irgendwie anders in Erinnerung ... :D
     
  15. #14 Trecker, 06.06.2011
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    Darüber kann man eine Doktorarbeit schreiben, ich versuche, das Wichtigste anzusprechen, Nachfragen/Konkretisierungen gerne.

    Eine Körperverletzung (Faustschlag ins Gesicht) ist grundsätzlich ein Privatklage- und Antragsdelikt, es sei denn, die Staatsanwaltschaft geht von öffentlichem Interesse aus. Die Körperverletzung erfordert zumindest ein nicht unerhebliches Unwohlbefinden zur Folge (Schmerz, Übelkeit), bloße Ehrverletzung spielt keine Rolle, ein Backenstreich (Ohrfeige) kann hingegen eine Beleidigung sein.

    Bei Körperverletzung in der Öffentlichkeit, insbesondere im Zusammenhang mit einem Gastronomiebesuch, neigen die Staatsanwaltschaften dazu, ein "besonderes, öffentliches Interesse" anzunehmen und die Tat wird "von Amts wegen" verfolgt. Dies bedeutet, dass kein Strafantrag des Geschädigten und kein Sühneversuch vor dem Schiedsmann (nicht alle Bundesländer, woanders auch Schlichter genannt) erfolgen muss.

    Wird kein öffentliches Interesse angenommen (bei der Polizei erkundigen), muss man mit einer Unterschrift auf dem sog. Strafantrag seinen Strafverfolgungswillen bekunden. Dann prüft die Staatsanwaltschaft, was ihr der Fall wert ist (Tatfolgen, kriminelle Energie) und weist ggf. (je nach Bundesland) auf die besagte Schlichtungsstelle (Schiedsmann) hin. Erst wenn dieser Sühneversuch scheiterte, kann die Tat weiter verfolgt werden. Problematisch sind hierbei die Gerichtskosten: Besteht man auf gerichtliche Verfolgung, ohne dass ein vorgeschriebener Sühneversuch statt fand, zahlt man erst mal dafür.

    Das ist gut so, man muss nicht jede Kirmeszeltklopperei/Familiengeschubse (nicht Gewalt gegen Familienangehörige) kriminalisieren. Gut ist auch, dass die Polizei da war, sie prüft die Kriminalaktenlage, was auch für eine Verfolgung von Amts wegen erheblich ist. Ist jemand bereits als Schläger bekannt ...

    Nun kommt hinzu, dass der fiktive Beschuldigte noch dem Jugendstrafrecht unteliegt. Bei Pillepalle dieser Art gibt es (landesspezifisch) unterschiedliche "Diversionsmodelle" (Suchmaschine: Diversionsverfahren). Auf minimale Vereinfachung reduziert: Der jugendliche Täter entschuldigt sich und verpflichtet sich z.B., seinem Opfer für die Dauer seiner Genesung Einkäufe im Supermarkt zu erledigen und den Rasen zu mähen. Damit müssen beide Seiten einverstanden sein. Das macht Sinn, weil der Täter in die Situation seines Opfers gesetzt wird und am eigenen Laibe spürt, was sein Opfer nun nicht mehr machen kann, bis es gesund ist.

    Sollte ein Sühneversuch im Schlichtungsverfahren in Betracht kommen, kann der Schiedsmann (das ist ein Laienrichter der Gemeinde) Tat-Sanktionen verhängen, die von beiden Seiten angenommen werden müssen, ansonsten geht es zurück zur Staatsanwaltschaft und Gericht. Das kann gemeinnützige Arbeit sein oder auch Arbeit beim Opfer zur Wiedergutmachung.

    Das Diversionsverfahren (vgl. oben) sieht grundsätzlich einen Wiedergutmachungsgedanken vor.

    Das förmliche Jugendstrafverfahren würde im Ergebnis abhängig sein von der Vorbelastung des Täters und auch von dessen Einkommensverhältnissen. Bei Gewaltdelikten werden immer häufiger Anti-Aggressionskurse oder Arbeitsstunden in Krankenhäusern verdonnert.

    Kann es wegen Schuldunfähigkeit (erhebliche Trunkenheit) nicht zu einem unmittelbaren Schuldspruch in Bezug auf die Ursprungstat kommen (Körperverletzung), dann ist die sogenannte "Rauschtat" zu prüfen. Vereinfacht: Wer sich 2,5 Promille ansäuft, hat Alkoholerfahrung. Wer Alkoholerfahrung hat, weiß, wie er darauf reagiert. Wer dennoch säuft, wird wegen des Suffs bestraft und zwar genau so, wie er für die Tat bestraft würde, auch ohne besoffen zu sein. Das nennt man "vorverlegte Schuld". Der Täter weiß, dass er sich nicht benehmen kann, wenn er besoffen ist, besäuft sich aber trotzdem und nimmt damit vorverlegt sein Handeln im Suff in Kauf.

    Dies war die strafrechtliche Schiene, es folgt die zivilrechtliche (Schadensersatz).

    Völlig losgelöst vom Strafrecht ist das Zivilrecht. Hier spielt das Alter des Täters im Beispielfall keine Rolle. Hier spielt auch der Grad der Schuld keine Rolle (Alkoholisierung). Wer anderen Schaden zufügt (egal ob Vorsatz oder Fahrlässigkeit), hat dafür aufzukommen. Auch Schmerz ist ein Schaden. Auch Arbeitsausfall/Verdienstausfall. Viele Menschen denken nicht daran, in so einer Situation den Arbeitgeber (Lohnfortzahlung) oder die Krankenkasse entsprechend zu informieren. Wer dem Schläger richtig einen reinbrocken will, macht das, dann ist es Sache des Arbeitgebers oder der Krankenkasse, diesen in Regress zu nehmen. Man hat zwar nichts selbst davon, aber wenn es gut tut ...

    Die Höhe des Schmerzensgeldes richtet sich nach der Verletzung. Es ist aus Sicht der Verletzten meist enttäuschend. Alles was mit einer ambulanten Behandlung (kein Krankenhausaufenthalt) zu erledigen ist, läuft meist unter 300,- € ab. Hat man erst mal einen Titel, ist dieser über 30 Jahre vollstreckbar, auch wenn der Lümmel heute nur Taschengeld bekommt.

    Verwandte Themen für Suchmaschine:

    Nebenkläger
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    Schlichtungsversuch
    Sühneversuch
     
  16. grand

    grand Mitglied

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    Danke Trekker für deine sehr ausführliche Antwort.

    Um eines mal vorab klar zustellen:
    Der geschädigten Person geht es nicht darum sich wegen so einer "Kleinigkeit" zu bereichern. Es sollten halt mindestens die laufenden Kosten gedeckt werden. (Notfall-Ambulanz-Gebühr/ Augenarzt-Gebühr / Fahrgeld zum nächsten Not-Dienst-Augenarzt (50km)).
    Es geht viel mehr darum, dass der Täter eine unangenehme Strafe bekommt, damit er hoffentlich später solche Aktionen lässt und somit die Öffentlichkeit geschützt wird. (Ob das jetzt "Klogänge" in nem Altersheim, Straßenkehrer bei der Gemeinde oder sonstiges ist, ist vorerst mal egal)

    Ein Sühneverfahren wird wohl nicht stattfinden, da die geschädigte Person ca. 60km entfernt von der Diskothek wohnt und die beiden Hauptbeteiligten somit nicht aus dem gleichen Ort/Umkreis kommen. Dies ist laut Wikipedia die Grundvorraussetzung.

    Was noch dazu kommt ist, dass die geschädigte Person leider keinen Rechtsschutz hat. Kann nun außergerichtlich mit einem selbst verfassten Schreiben dazu aufgefordert werden, die laufenden Kosten zu bezahlen, wenn im Gegenzug dann von einer zivilrechtlichen Anzeige (und Schmerzensgeld) abgesehen wird?
    Hintergrund ist, dass die geschädigte Person keine Lust hat bei einem vil. späterem Verfahren auf den Anwaltskosten sitzen zu bleiben.
    Von dieser Entscheidung, ob die Kosten vom Täter bezahlt werden, macht der Geschädigte auch abhängig, ob er Krankenkasse und Arbeitnehmer (1 Tag Arbeitsunfähig wegen Augentropfen; Ruhigstellung des Auges) explizit darauf hinweist, wer die entstanden Kosten zu verantworten hat.
     
  17. Reiti

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    Du kannst natürlich immer hingehen und fragen, wie es mit den Kosten aussieht - ;-)

    In allen anderen Fällen musst du zur Polizei und Anzeige wegen Körpreverletzung erstatten - das nötige Atest solltest du vom Krankenhaus (oder Arzt) bekommen haben - das kostet Dich erstmal nichts und gut möglich, dass das Gericht dann gleich ohne Verfahren entscheidet .. dumm, wenn der andere dann in Revision geht oder Gegenklage erhebt .. aber das kennen wir ja, ist immer das gleiche :-p
     
  18. #17 KleinerEisbaer, 07.06.2011
    KleinerEisbaer

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    also los ;)
     
  19. #18 Bingo91, 07.06.2011
    Bingo91

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    versuch dir sein gesicht gut einzuprägen, ein kumpel war in fast der gleichen situation, er hat den täter auf schmerzensgeld verklagt. allerdings musste er ihn 6 monate später wiedererkennen, wo er sich nicht sicher war; der täter war mit mehreren ähnlich aussehenden jungs aufgestellt. geld hat er dann keins bekommen...
     
  20. AdMan

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  21. #19 Trecker, 07.06.2011
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    ...das ist nicht nötig. Der fiktive Geschädigte wird höchstwahrscheinlich ein Schreiben seiner Krankenversicherung erhalten, das Bezug auf die Arztabrechnung nimmt und in dem sinngemäß steht, dass die Krankenversicherung deshalb annimmt, es könnte einen Fremdverursacher für den Behandlungsfall geben. Ich gehe davon aus, dass in der Notaufnahme des KH nach der Ursache der Verletzung gefragt wurde, wie das üblich ist. Die KV wird daraufhin auffordern, den möglichen Verursacher zu benennen und ggf. ein Az. der aufnehmenden Polizeidienststelle mitzuteilen. Der Rest läuft am fiktiven Verletzten vorbei und wird von der Versicherung geregelt.

    Wegen des Arbeitsausfalles (1 Tag, auch das ist Geld) müsste man den Arbeitgeber motivieren, das belastet diesen im Rahmen seiner Lohnfortzahlungspflicht.

    Das Opfer hat keine unmittelbaren Ansprüche in diesem Zusammenhang, nur die Versicherung und der Arbeitgeber haben diese!

    Ich habe übrigens keinen Zweifel, dass solche Fragen nicht auf "Bereicherung" abzielen könnten. Ich finde die Einstellung ok, dass man gewalttätigen Übergriffen kompromisslos einen Riegel vorschieben sollte, mit allen Mitteln des Rechts.
     
  22. #20 joema64, 07.06.2011
    joema64

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    Wir reden hier zwar über ganz unterschiedliche Bundesländer, aber in der Regel passiert da doch nicht viel ...zumal es sich um 2 Betrunkene handelt....meist erfolgt dann die Einstellung des Verfahrens oder um es mit einer Frage eines Beamten, der sich den Papierkrieg ersparen will, zu sagen

    "wollen Sie da wirklich eine Anzeige erstatten....?"
     
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