Prozessorauslastung - Was ist besser?

Dieses Thema im Forum "OFF-TOPIC" wurde erstellt von Bender-1729, 21.10.2010.

  1. #1 Bender-1729, 21.10.2010
    Bender-1729

    Bender-1729 Lebende Foren Legende

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    Hallo zusammen, ich hätte da mal wieder eine PC Frage. Diesmal aber relativ simpel. ;)

    Einleitung: Ich habe mich vor Jahren mal beim "Seti@home" Projekt angemeldet und meinen PC auch eine Zeitlang dafür arbeiten lassen. (Ich war / bin Moderator im (damals) größten Futurama Forum Deutschlands, www.hipjoint.de. Da war die Benutzung einer Software, die nach extraterrestrischem Leben sucht quasi Pflicht. :D )

    Für alle die es nicht wissen, beim "Seti@home" Projekt geht es darum, nicht genutzte Rechenleistung seines PCs zur Verfügung zu stellen, um Datensätze eines Radioteleskops auszuwerten. Natürlich mit dem Endziel außerirdische Signale herauszufiltern. Klingt zwar etwas "abenteuerlich", das ganze hat jedoch durchaus einen seriösen Hintergrund. Das Problem ist einfach, dass derartige Forschungen natürlich nicht grade mit Millionensummen subventioniert werden. Daher setzt das Projekt statt auf ein teures Rechencenter auf die Hilfe, bzw. die Rechenleistung von Privatnutzern.

    Jetzt bin ich heute nach langer Zeit zufällig wieder über die Seti Homepage gestolpert und hab mir mal angesehen, was aus dem ganzen in der Zwischenzeit geworden ist. Dabei habe ich herausgefunden, dass das Projekt mittlerweile über die Software "BOINC" läuft, die dutzende ähnliche Konzept auch für (beispielsweise) Forschungszwecke anbietet. Daher hab ich mir die Software mal wieder auf den Rechner gepackt.

    Jetzt die eigentliche Frage: Die Software nutzt nur "nicht benötigte" Ressourcen des Computers. Heisst, wenn man das Programm machen lässt was es will, liegt die CPU Auslastung des Computers permanent bei 100%, wenn er nicht anderweitig benutzt wird. (Ähnlich wie bei einem Bildschirmschoner legt das Programm nach einer vordefinierten Zeit, in der der PC nicht genutzt wird los. Vorher ist es inaktiv.) Dies lässt sich jedoch auch auf einen bestimmten Prozentsatz herunterfahren, allerdings nur auf Rechenzeit begrenzt. Heisst, wenn man jetzt beispielsweise die gewünschte CPU Auslastung in der BOINC Verwaltung auf 50 % setzt, dann rechnet der PC eine Sekunde auf 100%, macht dann eine Sekunde Pause und rechnet wieder auf 100% usw. Das Ergebnis ist eine schöne Wellenlinie in der Prozessorauslastungsanzeige. :rolleyes:

    Jetzt frage ich mich, was für die CPU besser ist. Permanent auf 100% zu laufen, oder auf 50 % ständig hoch und wieder runter zu fahren.

    Ps.: Ich hab momentan 2 Projekte in der Software laufen:

    1) "Seti@home", (siehe Oben; Etwas sinnloses "Nerdtum" muss schließlich auch sein ;) )

    2) "World Community Grid", eine Organisation die die zur Verfügung gestellte Rechenleistung dazu nutzt, Proteine zu analysieren, welche im Kampf gegen Krankheiten wie AIDS oder Krebs nützlich sein könnten.

    Finde das prinzipiell eine gute Sache. :]
     
  2. AdMan

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  3. #2 MichBeck, 21.10.2010
    MichBeck

    MichBeck Lebende Foren Legende

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    Hi,

    vor geraumer Zeit hab ich auch bei Seti@Home mitgemacht. Seitdem hat sich die Prozessorregelung deutlich verändert und der Proz regelt immer stromsparend runter wenn er nix zu tun hat. Daher mach ich da aktuell nicht mehr mit. Mal sehen...

    Bist du sicher daß das Intervall bei 50% 1 Sekunde ist und nicht der halbierte Takt der CPU? Sieht man das wirklich im Task Manager?
     
  4. #3 chrisbolde, 21.10.2010
    chrisbolde

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    Ich antworte mal mit einen sonnenklaren: kommt darauf an :D

    Was Halbleiter-Chips tötet, sind zum einen hohe Temperaturen (also z.B. Betrieb der CPU ohne Kühlkörper; gibt dann eine wunderschöne optische Fehlermeldung in Form umherfliegender Teile und eines Rauchwölkchens :P ) und zum anderen Temperaturzyklen. Je häufiger die Temperatur rauf und wieder runter geht, desto eher stirbt der Chip.
    Jede Sekunde ein Wechsel von 100% auf 0% und wieder zurück sind hohe Belastungsunterschiede, die sich auch in der Verlustleistung und somit in der Erwärmung niederschlagen. Da stellt sich allerdings die Frage, wie gut die Wärmekopplung zum Kühlkörper ist. Vorausgesetzt die zusätzliche Verlustleistung kann sehr gut abgeführt werden, dann hat die CPU-Temperatur nur einen kleinen "Ripple" überlagert, der nur einen äußerst geringen Einfluss auf die Lebensdauer hat. Die Temperatur mittelt sich quasi auf den Wert, der bei 50% Last aufträte, was besser als die Temperatur bei 100% wäre.
     
  5. #4 Black Devil, 21.10.2010
    Black Devil

    Black Devil der "richtige" Black Devil

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    vergleich es mit einem Motor... - der hat seine Optimale Leistung wenn er warm (nicht heiss) ist und bei einen bestimmten Drehzahl - nicht am Drehzahlbegrenzer...

    das Stromspar-Argument ist auch nicht zu verachten...
     
  6. #5 Bender-1729, 21.10.2010
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    Also wenn der PC auf 50 % arbeitet, haben beide CPU Kerne laut Sensoren im Schnitt eine Temperatur von 35 - 40 Grad. Das entspricht im Schnitt auch dem, was die CPU unter normalen Umständen an Wäre erzeugt. Da kann ich keine Veränderung feststellen.

    Ich hab mal einen Screenshot der Prozessorauslastungskurve beigefügt.

    [​IMG]

    Ps.: Der Prozessor ist übrigens ein AMD Athlon Dual Core 4200+ mit 2,2 Ghz.
     
  7. uk3k

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    Würde es mal so ausdrücken: Völlig banane was du machst.
    Primär wirst du nur einen Unterschied auf deiner Stromrechnung feststellen. Dein Prozessor ist von Haus aus auf wechselnde Belastung ausgelegt, da egal bei welcher Anwendung die Auslastung zwischen 0 und 100% wechselt, auch wenn im Taskmanager durch mangelnde Auflösung meinetwegen immer 100% angezeigt werden.
    Als Grundregel gilt, das für IT-Eqipment im Endkundenmarkt 7 Jahre Lebensdauer bei 8h Betrieb täglich mit schwankender Auslastung angenommen werden.
    Primär wird die Lebensdauer allerdings von folgenden Faktoren abhängen:
    *Kühlung->je konstanter niedrig desto besser
    *Qualität der verndeten Bauteile(Elkos von Mainboard und Netzteil)
    *Qualität und Stabilität der vom Netzteil ausgegebenen Spannungen
    *Qualität der Spannungsversorgung auf dem Mainboard selbst

    Im Klartext:
    *Ein zu warmes System fällt schneller aus als ein kühleres, ein konstant gekültes System lebt länger als ein System das Temperaturschwankungen ausgesetzt ist
    *Billige Elkos trocknen schnell aus, Ausfälle sind die Folge
    *Je stabiler und "sauberer" die vom Netzteil gewandelten Spannungen sind, umso länger leben ALLE Komponenten im Rechner. Mit einem Markennetzteil aus dem gehobenen Preissegment kann man die Lebensdauer ALLER Komponenten sogar verdoppeln.
    *Je minderwertiger die Spannungsversorgung auf dem Mainboard ausgelegt ist(schlechte Siebung, wenig Phasen, minderwertige Bauteile oder gar zu schwach->Spannungsschwankungen) um so schneller fallen davon abhängige Komponenten(Grafikkarte, Prozessor, Chipsatz, RAM) aus

    Oder nochmal anders: Wer an Mainboard, Netzteil und Kühlung spart, spart in erster Linie an Lebensdauer und Zuverlässigkeit aller Komponenten.

    Um deinen Prozessor solltest du dir keine Sorgen machen, eher um die Spannungswandler und Kondensatoren deiner Prozessorstromversorgung auf dem Mainboard und der Leistungselektronik im Netzteil. Weil die verwendeten Kondensatoren trocknen bei hoher Last->höherer Temperatur schneller aus, was einen früheren Ausfall zur Folge hat.

    Falls du eine Grafikkarte der HD3XXX oder GF8XXX Generation oder neuer besitzt würde ich mir an deiner Stelle sogar überlegen solche Clients über die Grafikkarte rechnen zu lassen. Weil selbst eine Grafikkarte aus dem Low-End-Segment kann deutlich mehr Berechnungen/Sekunde/Watt durchführen als dein "uralter" Dualcore. Und Grafikleistung liegt noch öfter ungenutzt brach als als Rechenzeit vom Hauptprozessor :D

    Also zur Frage selbst: Deinem Prozessor ist es völlig Wurst, es wird primär nur deine Stromrechnung und die Lebensdauer der Spannungsversorgung des Mainboards belastet, solange der Prozessor und umliegende Bauteile gut gekühlt sind.

    mfg
     
  8. #7 Bender-1729, 21.10.2010
    Bender-1729

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    Gibt es denn irgend ein Tool, mit dem man messen kann, wie sich der Stromverbrauch verhält, wenn das Programm anläuft? (Linux Programm wär gut, muss aber nicht.)
     
  9. uk3k

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  10. #9 Bender-1729, 21.10.2010
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    Hab ich sogar so ein Teil. Da hatte ich jetzt gar nicht dran gedacht. (Zu einfach :rolleyes: ;) )
     
  11. #10 Sgt.Maulwurf, 21.10.2010
    Sgt.Maulwurf

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    Welches Boinc benutzt du? Das sieht anders aus als meins. Oder hast du einfach nur nen anderen Skin runtergeladen?

    Bei mir ist das so, dass das Programm teilweise komplett runterfährt. "CPU usage is high". Keine Ahnung warum das so ist.
     
  12. #11 Bender-1729, 21.10.2010
    Bender-1729

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    Sieht aber wahrscheinlich nur anders aus, weil ich es in Ubuntu und nicht in Windows benutze.
     
  13. ukhh

    ukhh Lebende Foren Legende

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    SETI ist Unsinn.

    Die können nicht das Gequatsche von Menschen, von Störungen unterscheiden. Oder das Geräusch von ner Kaffeemaschine erkennen.

    Aber es macht bestimmt Spaß. :D
     
  14. AdMan

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  15. uk3k

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    Das sollte jeder selbst wissen^^ Persönlich nehme ich am Folding@Home Programm teil. Die Rechenleistung ist ja eh ungenutzt, warum also nicht irgendwas halbwegs sinnvolles damit anstellen :)

    mfg
     
  16. #14 Bender-1729, 25.10.2010
    Bender-1729

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    Seti sucht aber auch nicht nach "Geräuschen", bzw. Sprachübertragungen im Weltall, sondern nach "Daten-Funksignalen". Irgendwo hatte ich dazu mal ein Video gesehen. Ich werde mal sehen, ob ich es nochmal finde.

    Seti schadet sich meiner Meinung nach eher selber, da sie auch von offizieller Seite immer wieder mit Begriffen wie "Die Suche nach E.T." um sich werfen. Sowas lockt natürlich auf der einen Seite Science Fiction Fans an, nagt auf der anderen Seite aber ganz erheblich am Image.

    EDIT: Gefunden: http://www.youtube.com/watch?v=5WIk61h7ByA Mal ab 1:54 reingucken.

    Das Projekt an sich finde ich jedenfalls sehr interessant, da ich schon der Meinung bin, dass es irgendwo mit ziehmlich hoher Wahrscheinlichkeit noch andere Lebensformen im Weltall gibt. Es sind bestimmt nicht die kleinen grauen Aliens mit den riesen Glubschaugen, die man immer im TV sieht, aber bei der gigantischen Anzahl von existierenden Planeten, Sonnensystemen und Galaxien ist es meiner Ansicht nach schon fast ignorant, wenn nicht schon fast dumm der Überzeugung zu sein, dass die Erde der einzige bevölkerte Planet ist. :rolleyes:
     
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