Probleme nach ZKD Wechsel (2E-E)

Dieses Thema im Forum "Motor" wurde erstellt von Shai, 28.10.2005.

  1. Shai

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    Hi Leute

    Eigentlich wollte ich, daß alles schön ruhig über die Bühne geht, aber leider läufts mal wieder nicht so wie ich wollte.

    Zur Vorgeschichte:
    Hatte auf der AUtobahn bei 120km/h einen Zahnriemenriss, die Umlenkrolle war fest und hat den Riemen wohl so stark erhitzt, daß dieser vorzeitig seinen Geist aufgegeben hat.Es sah nicht so aus, als wäre die Umlenkrolle mit getauscht worden.

    Nungut, ich habe mich in unsere "Privatwerkstatt" schleppen lassen und dort in Ruhe angefangen, den Motor zu zerlegen. Ventildeckel ab und man sah nur einen gebrochenen Schlepphebel. Anfangs wollte ich nur den Schlepphebel tauschen, aber man riet mir davon ab.
    Ich baute also den Kopf ab, schön der Reihe nach, wie es im Werkstatthandbuch steht, und stellte dann fest, daß wirklich nur der Schlepphebel gebrochen ist. Ich nehme an, daß sich die Nockenwelle nicht weiter mitgedreht hat,so daß nur der Schlepphebel eines kleinen Einlassventiles abgebrochen ist. Dieses Ventil steht ja senkrecht zum Kolben und dort hat der Kolben auch keine Ventiltasche, deswegen muß es das Ventil gerade nach oben gedrückt haben. Auf jedenfall war es nicht krumm.

    Da ich auch etwas Ölverbrauch hatte, entschloss ich mich, gleich auch noch die Schaftdichtungen zu ersetzen. Gesagt, getan. Die neuen Schaftdichtungen werden doch einfach nur aufgeklippst (geht sogar per Hand) ? Das fand ich etwas merkwürdig, aber als die Ventile wieder drin waren, befand ich es für gut. Die Ventile habe ich auch vor dem Einbau noch eingeschliffen, das besagte Ventil mit dem gebrochenen Schlepphebel war auch vor dem Einschleifen 100% dicht (mit Bremsenreiniger in den Ansaugtrakt gesprüht), bei einigen anderen war dies nicht der Fall. Nach dem Einschleifen waren fast alle dicht, der Bremsenreiniger kam nur an einigen Ventilen langsam durch. Ich glaube das ist aber vernachlässigbar(zumindest hoffe ich das).

    Dann habe ich den Kopf und den Block von der alten Dichtmasse befreit, mit feinem 1000er Schmirgelpapier nachpoliert, die neue Dichtung aufgesetzt und wie im Werkstattbuch beschrieben, den Kopf mit neuen Zylinderkopfschrauben montiert. In drei Durchgängen erst 29Nm, dann 49Nm und zuletzt nochmal 90°. Zumindest in der Theorie sollte es so sein, aber mit den 90° zum Schluß, kam ich etwas in Zeifeln. Denn die äußeren Schrauben hätten nach den 90° wesentlich mehr Drehmoment behabt als die inneren ... . Ich hoffe es war kein Fehler alle Schrauben in etwa mit dem Drehmoment anzuziehen, wie die inneren Schrauben nach 90° hatten.
    Zu meiner Entschuldigung sollte man vielleicht erwähnen, daß ich das zum ersten mal gemacht habe, allein nur nach Buch. Falls ich die ZKD zerdrückt habe, dachte ich, man müßte es am Ende sehen.

    Und genau da liegt vielleicht auch der Haken. Nachdem ich alle Anbauteile wieder montiert hatte und auch ziemlich am Fluchen war, wieso man denn bei Toyota so schlau war,einen Teil vom Kabelbaum oberhalb der Ansaugbrück und die Kabel für Lima und Anlasser genau durch die Aussparungen der Ansaugbrücke zu verlegen, machte ich ich daran den neunen Zahnriemen zu montieren.

    Zahnriemenrad der Kurbelwelle mit der Kerbe auf die OT Markeirung gestellt und das Nockenwellenrad in der Stellung für 2E Motoren genau senkrecht, so daß man durch das kleine Loch die Markierung im ersten Lagerdeckel der Nockenwelle sehen kann, montiert. Zahnriemen drauf, zweimal per Hand durchgedreht und scheinbar ok.
    Hier habe ich aber eine Frage
    Auf dem Zahnrad der Kurbelwelle ist ebenso wie auf dem Nockenwellenrad, eine weiße Markierung, auf dem Ventildeckel ist auch eine Markierung.
    Diese sind nirgends beschrieben, auf was müssen die Markeirungen denn eingestellt werden ?
    Mann stellt doch schon alles mit der Kerbe an der Kurbelwelle und dem Loch an der Nockenewelle ein... .
    Wenn ich die Kurbelwelle soweit drehe, daß die weiße Markierung mit dem Gegenstück zur Kerbe am Ölpumengehäuse übereinstimmt, dann ist aber die Markierung des Nockenwellenrades nicht in Übereinstimmung mit der Markierung des Ventildeckels. Selle ich das Nockenwellenrad so, daß die weiße Markierung mit dem Ventildeckel übereinstimmt, zeigt die Markierung an der Kurbelwelle ins Nirvana. Da sehe ich keinen Sinn drin ... Wo für sollen die weißen Markierungen gut sein ?

    Ich habe sie dann erstmal nicht weiter beachtet und mich strikt ans Werkstatthandbuch gehalten, womit wenigstens etwas sinnvolles bei rauskam.

    Am Ende habe ich dann schließlich den Motor auch starten können, er lief sehr unruhig, was ich darauf schob, daß ich auch den Zündverteiler ausgebaut hatte und somit der Zündzeitpunkt eingestellt werden müsse.
    Ich drehte den Verteiler erstmal von Hand in die subjektiv ruhigsten Leerlauf. achdem der Motor warm war, machte ich noch ide Brücke im Diagnosestecker und stellte mit einer Zündlichtpistole den Zündzeitpunkt auf 10° vor OT. Aber so richtig ruhig lief der Motor trotzdem nicht, ich mußte sogar gezwungenermaßen den Leerlauf mit der Schraube an der Drosselklappe hochdrehen, da er sonst nur sehr rau bei 500 U/min lief.
    Aber selbst nach dem hochdrehen auf 800-900 U/min läuft er alles andere als ruhig, er nimmt auch sehr schlecht Gas an, dabei befinde ich mich noch im Leerlauf, also ohne einen Gang im Getriebe (also ohne Last).

    Ich habe nochmal alle Stecker und Unterdruckschläuche geprüft, bin mir aber sicher alles richtig angeschlossen zu haben. Der Motor brubbelt vor sich hin und hat des öfteren Fehlzündungen. Ich habe dann von jedem Einspritzventil den Stecker gezogen und bei jedem Ventil konnte man eine Reaktion feststellen, das selbe bei den Zündkerzen. Er läuft definitiv nicht uf 3 Zylindern. Zuletzt habe ich noch die Kompression gemessen und diese liegt zwischen 13,5bar auf Zylinder 1 und 12,5bar auf Zylinder 3.

    Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wo das Problem liegt und ich bin dankbar für jeden Tipp, denn Ende Oktober läuft das Saisonkennzeichen vom AE86 ab, dann brauch ich den E9 wieder ;(

    Erstmal vielen Dank fürs Lesen meiner kleinen Textwüste

    mfG Shai
     
  2. AdMan

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  3. #2 spiderpig, 28.10.2005
    spiderpig

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    gegenfrage, wurde bei deinen wagen schonmal der steuerriemen ersetzt?

    dann wurden eventuell von nem blinden mechaniker die steuerzeíten mit weißer farbe markiert. kann auch sein, dass die steuerzeiten stimmen und du dir die falsche markierung für dei kurbelwelle genommen hast, soweit ich weiß, sind die markierungen für die kw nicht an der ölpumpe, kann mich auch irren.

    das beste ist, du baust den steuerriemen nochmal runter (ist beim 2e-e motor in ner viertel stunde erledigt) und stellst mal die steuerzeiten nach den weißen markierungen ein.

    das probelem, so wie du es beschrieben hast, deutet darauf hin, dass die steuerzeiten nicht stimmen.

    hast vermutlich wirklich die falsche markierung der kurbelwelle erwischt!! da solltest du nochmal genau schauen, ob du nicht noch reste weißer farbe in der gegend der kurbelwelle findest, dort war bestimmt die einstellung der steuerzeit.

    wenn man sich farbemarkierungen macht, macht man eigentlich immer eine am rad und eine dort, wo das rad in genau diesem moment mit der markierung steht,.
     
  4. Shai

    Shai Senior Mitglied

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    Ich werde das auch nochmal probieren, wobei mir die Markierungen etwas abstrus vorkommen. Wenn man die Kerbe so ausrichtet, wie im Handbuch beschrieben, geht es ja auch auf.
    Desweiteren ist die Kerbe definitiv der OT von Zylinder 1, daß habe ich auch ausprobiert als der Kopf noch nicht drauf war.
    Zahnriemen wurde schon zweimal ersetzt, ich habe jetzt den 3. neuen Riemen montiert. Die weißen Markierungen am Nockenwellenrad und am Ventildeckel sehen original aus.
     
  5. #4 spiderpig, 28.10.2005
    spiderpig

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    die weißen markierungen könnten auch einbauhilfen sein, die von anfang an dran sind, hab schon etliche steuerriemen ersetzt, ist mir ehrlich gesagt nie aufgefallen!!!!!!!!!!
     
  6. #5 euphras, 28.10.2005
    euphras

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    @ shai:

    Was mich wundert, sind die 10° vor OT *. Bei mir sind im Motorhandbuch 5° angegeben und bis auf die Einspritzung sollte ich den gleichen Motor wie Du haben. Hoffe, Du kriegst deinen wieder ans Laufen!

    * und auch im Starlet Forum hat jemand heute was von 10° vor OT für den 2E Motor geschrieben.
     
  7. Shai

    Shai Senior Mitglied

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    Also der Wagen läuft.
    Bin auch schon probegefahren.
    Er läuft halt recht rau, warum weiß ich nicht.
    Zündzeitpunkt ist 10° vor OT und beim Vergaser 5° vor OT.
    Subjektiv zieht er schlecht, wobei ich mich jetzt an 130PS gewöhnt habe und nichtmehr weiß wie 75PS beschleunigen.
    Ich werde die Sache jetzt mal langsam angehen und die Flüssigkeitsstände und den Benzinverbrauch im Auge behalten.
    Nicht daß die ZKD doch etwas abbekommen hat :O
     
  8. AdMan

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  9. XLarge

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    Scheiß auf die nachträglich angebrachten, weißen Markierungen. Bei den 1E- und 2E-Motoren ist die Ausrichtung der Wellen ganz einfach. Unten mußt du nur die Markierung am Zahnriemenrad beachten, bzw deren Stellung zur Gegenmarkierung am Ölpumpengehäuse. Bei der Nockenwelle ist etwas fummeliger, aber auch nicht schwer. Das Nockenwellenrad hat zwei Löcher in den Speichen. An einem ist 1E eingegossen, das mußt du ignorieren. Bei dem anderen ist 2E eingegossen und das ist für dich wichtig. Schau einfach durch das Loch und nimm ne Lampe zur Hand. Nun drehst du so lange an der Nockenwelle bis durch das Loch die Gegenmarkierung (eine Vertiefung/Anbohrung überm Simmerring) zu sehen ist. Nun ist auch die Nockenwelle in OT-Stellung.
    Bei der Einstellung der Zündung mußt du beachten, daß du bei den Vergaser-2E die Unterdruckverstellung des Verteilers stillegen mußt um eine Grundeinstellung machen zu können. Bei den Einspritzer-2E muß man dazu im Diagnosestecker die Kontakte E1 und Te1 brücken.
    Wenn dein Motor schon mehrer Zahnriemenwechsel über sich ergehen lassen mußte würde ich dir dringend raten die Pleuellager zu erneuern. Die dürften inzwischen der Verschleißgrenze midestens nahe sein wenn nicht schon darüber hinweg. Ansich ist das kein Problem, nur steigt durch deine Zylinderkopfüberholung der Verbrennungsdruck und somit die Belastung der Pleuellager. Das könnte in kürzester Zeit ihren Tot bedeuten ! Ausserdem dürfte das Lager von dem Zylinder wo der Schlepphebel gebrochen war eh ne Druckstelle haben, was ne zusätzliche Gefahr eines Folge(lager)schadens bedeutet.

    mfg Eric
     
  10. Tom_E9

    Tom_E9 Mitglied

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    Da bei meinem E9 nach nur 20tkm die Kopfdichtung zum 2. mal kaputt ist, werde ich die am Wochende wechseln.

    Habe den Thread und in meinen Büchern schon ausgibig gelesen und soweit ist mir derzeit theoretisch alles klar.

    Nur das Anziehen des ZK ist mir nach ganz klar. In meinen Büchern steht, wie auch in diesem Thread, folgendes:

    1. 30 NM
    2. 50 NM
    3. 90°

    Bei der ZKD war ein Zettel dabei auf dem folgendes steht:

    1. 30 NM
    2. 50 NM
    3. -90° dann 50NM
    4. 90°

    Was ist denn da richtig?
    Und wie siehts mit den von Shai beschriebenen Problemen beim anizehen aus, dass die äußeren Schrauben bei 90° ein höheres Moment haben?

    Danke im vorraus!
     
Thema:

Probleme nach ZKD Wechsel (2E-E)

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