NAVC Motorsport 2015

Dieses Thema im Forum "Berichte" wurde erstellt von StarletEvo2, 18.07.2015.

  1. #1 StarletEvo2, 18.07.2015
    Zuletzt bearbeitet: 20.07.2015
    StarletEvo2

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    Hallo
    Bericht Idarwald
    Nachdem die Saison 2015 jetzt langsam los geht, bin ich leider im Moment noch im Toyota Forum verkehrt.
    Um den Starlet für die Saison 2013 auf ein konkurrenzfähiges Level zu heben, entschlossen wir uns die grosse Kelle zu schwingen. Komplett neuer Motor und der Umbau auf Einspritzung verlangten einiges an Zeit und Geld
    Leider verabschiedete sich das neue Aggregat nach wenigen Minuten ohne eine Rennstrecke zu sehen mit einem Riss im Zylinderkopf.
    Die Versuche einiger Leute diesen zu schweissen war in der Praxis nicht haltbar, aber da steckte so viel Zeit und Kohle drin, dass an Wegwerfen nicht zu denken war.
    Also 2013 einige Einsätze mit meinem Lotus Elise beim Slalom und mit Dirk´ s BMW
    318 i (Danke nochmal dafür).
    Gegen Ende 2013 hatte ich endlich eine Firma bei Stuttgart gefunden, die sich in der Lage sah, den Riss im Einlasskanal zu schweissen - mit Erfolg!
    Zwei Wochen und einige Euro´ s später ging es wieder an das Zusammenbauen. Gegen Ende Februar 2014 war es soweit - der Starlet machte sich bemerkbar und lief im Notprogramm der Einspritzung - leider nicht lange! Dann riss das Ventil in dem reparierten Einlasskanal ab.
    Jetzt war Schluss mit lustig. Der Ventilteller hatte sich in jede Richtung Platz geschaffen, im Kolben ein Loch wie ein Bombenkrater und der Kopf war auch hin.
    Nach intensiver Fehlersuche und der Überlegung aus zwei Motoren Einen zu bauen, entschied ich mich erst einmal dazu den Stecker bei dem Projekt zu ziehen.
    Mit vier Wochen Abstand gab es eine Bestandsaufnahme und wir schauten, was an guten Teilen da war. Leider passte von dem bewährten, alten Motor nix, aber wirklich gar nix!
    Die Saison 2014 lief schon (mit der Elise und dem BMW), da fasste ich den Entschluss, den alten Motor zu revidieren und statt dem Vergaser die Spritze zu fahren. Dazu braucht es jetzt nur eine neue Ansaugbrücke. Ende August hatte ich einen Kontakt zu einem Motorbauer hergestellt, der mir die Überholung und die Ansaugbrücke aus einer Hand liefern könnte - soweit der Plan.
    Die Brücke war im Dezember fertig - seitdem mehr oder weniger Stillstand wegen diesem und jenem seinerseits.
    Bei einem Treffen während der Rallye Zorn war der Start an Ostern 2015 beim MSC Wasgau anvisiert - "kein Ding, ist ja Alles da".
    Kurzum an Ostern stand ich mit dem Lotus am Start - vor mir ein Fahrerkollege, der seinen Ford Puma verkaufen wollte.
    Den Slalom beendete ich als 5. von 12, nur 1 Zehntel hinter dem Vierten und 1 Sekunde hinter dem Dritten (Honda Civic Typ R) und der Erkenntnis, es muss zum Übergang wieder was Eigenes her.
    Als Katzenfreund war mir der Puma sympathisch und er war ein fertiges Gruppe 1 Rennfahrzeug.
    Also Dienstag einen Anruf getätigt - 3,2,1, meins......
    Beim Abholen stellte sich heraus der Puma passt zu mir - alt und pummelig (er passte gerade so in den Anhänger und das wohlgeformte Heck guckt raus).
    In der Werkstatt war klar, mit Fellpflege war es nicht getan, aber zumindest war er stubenrein.
    Die nächsten Wochen gab es neue Bremsen, die alten Aufkleber kamen runter und den Befund, dass die Domlager vorn rechts und links platt waren. Bei der Reparatur sollten noch vier kurze Federn rein - eigentlich!
    Die Federn waren schnell im Web bestellt. Der Anbieter laut Eigenwerbung pünktlich, kompetent, günstig und das Beste....eine Telefonnummer in Frankfurt (also direkt bei mir um die Ecke). Kurz vor dem ersten Bergrennen wurde aus den Versprechungen genausowenig wie aus den Domlagern.
    Da der Vorbesitzer wahrscheinlich schon einige Zeit damit unterwegs war, musste es halt nochmal so gehen.
    Also die Katze in das Körbchen bugsiert (da er etwas pummelig ist, schaut er hinten aus dem Hänger raus,aber das hatten wir ja schon:)) und ab nach Grenderich.
    Für die meisten Kollegen ein merkwürdiges Bild, nach 25 Jahren Ich ohne den Starlet.
    Ganz ungewohnt hatte ich Freitag schon Stress - den Puma ausladen, die Rennreifen aufziehen und rennfertig machen. Startzeit 9.00 Uhr - das ist früh!
    Samstag
    Da ich leider alleine unterwegs war, gab es nur ein kurzes Frühstück und dann ab zum Nennen. Punkt neuen Uhr stand ich an der Technischen Abnahme. Leider gab es, wie immer samstags, Verzögerungen. Die Zeit konnte ich mir mit dem (noch) eingebauten Radio vertreiben.
    Aber dann ging es los - neuer Renner, neue Reifen. Das einzig Gute - der Puma und ich kannten die Strecke. Im Training ging es für die 90 PS schon flott voran. Die Reaktionen von "so einem" Gruppe 1 Auto sind irgendwo zwischen knackig und ´ner Schiffschaukel, es fährt halt wie ein Strassenauto mit Semislicks.
    Die Zeit war mir erstmal egal - ich war ja noch keinen Meter schneller als Schrittgeschwindigkeit gefahren. Runter zum ersten Lauf an den Start. Nochmal alles durchgegangen. Start frei! Die ersten Ecken noch etwas flotter als im Training. In der S-Kurve vor dem alten Start wurde das Kätzchen zum Raubtier. In dieser Kurve sollte fahrwerksseitig Alles stimmen - "sollte"! Erst geht es rechts rum, da wurde das defekte, hintere Domlager komprimiert und der Sprit im halbvollen Tank lümmelte sich auf der Fahrerseite. Beim Umsetzen in die Linkskurve fühlte es sich noch gut an, die Semislicks bauten überschaubaren Grip auf und es ging um´ s Eck.
    Das schlagartig entlastete Domlager gab nach und die 30 Kg Sprit machten sich auf den Wegauf die andere seite des Tanks.
    Leider auch das Heck! Das wäre alles noch nicht so dramatisch, wenn die recht schmale Strecke nicht von einem hohen Bordstein begrenzt würde. Kurzum, ich hatte den Puma mit 90 Kmh volle Breitseite mit beiden Rädern dagegen geworfen.
    Die Katze machte einen Satz in die Höhe und ich machte mir Sorgen, dass der Puma in die Bäume neben der Strecke springt. Nur gut, dass Katzen auf den Pfoten landen (meistens). Leider war der Lauf damit beendet. Das Lenkrad stand schief und auch die Geräusche aus dem Radhaus waren auch nicht so doll......und noch 2000 Meter bis ins Ziel!
    Also die Katze ins Ziel getragen - damit ich noch "ein paar" Punkte für die Meisterschaft abstauben konnte.
    Das Parc Ferme schenkte ich mir zugunsten der Fehlersuche - hätte ja auch noch undicht sein können. Dreieckslenker vorn krumm und die Achse hinten krumm - super!
    Also das ganze Elend verladen. Der Urlaub stand vor der Tür und so brachte ich die Katze zum Tierarzt. Diagnose - Federbein vorn krumm, Dreieickslenker defekt und Spurstange vorn krumm - hinten sah es nicht besser aus.
    Jetzt ist drunter alles neu - alle Fahrwerksgummis, Dämpfer und Federn, wirklich alles. Das war so nicht geplant, vonwegen günstig - ein Serienauto zum Überbrücken.
    Für Tiefenbach am 20. und 21.6.2015 bin ich jetzt voll motiviert.
    PS - hab´ gerade ´ne SMS vom Motorenbauer bekommen "läuft Alles" - super. Ist die Frage wie schnell und in welche Richtung.....



     
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  3. #2 Bobbele, 20.07.2015
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    Da steht / stand bei Dir ja auch wieder einiges an.
    Sach mal... wann steht eigentlich wieder das Rennen in Klotten oder Simmern an?
    Haben Uns ja auch schon ewig nicht mehr gesehen.
     
  4. #3 StarletEvo2, 21.07.2015
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    Hallo schon was von dir zu höhren . Die Glückssträhne die ivh mit der Starlettechnik hatte war ab Saison 2013 vorbei momentan ist der Motor noch weg .Letzte woche hatte ich ein anruf der mittlere Lagerbock der Kurbelwelle währ gebrochen mal schauen ob wir das was hinfummeln oder ob der Block (sammt der aufgelaufenen kosten ) in die Tonne wandert. Der slalom in Simmern war am Wochenende das nächste is in Klotten am 29./30. Sept da wird der Puma gequält..gr Thomas
     
  5. #4 Ädam`s, 22.07.2015
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    Was für nen Motor hast du denn im starlet?
     
  6. #5 Bobbele, 23.07.2015
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    Ok... Klotten ist mal notiert ;-)

    Schade wegen der Technik im Starlet. Aber bevor Du den Block smat Technik in die Tonne wirfst.... DENK AN MICH!
     
  7. #6 StarletEvo2, 26.07.2015
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    Hi Ädams im moment keiner :( .Spass beiseite laut dem Reglement muss ich den Serienblock fahren also den 4K mit 1299 ccm drin waren im alten Motor Schmiedekolben ,Polierte Pleul und eine 320 grad Nocke von Piper. Der Kopf war von Janpeed aus England mit dem TRD Fächerkrümmer und 40 er Flachstrom Weber. Hintenraus ein Opel 4 Gang mit Qaif Radsatz an der Hinterachse 4.12 TRD übersetzung vom Corolla KE 70 . Fahrwerkseitig Fa Hohenester mit Dreieckslenkern vorn die Anlenkpunkte der Hinterachse geändert und und und .. Gr thomas
     
  8. #7 StarletEvo2, 26.07.2015
    Zuletzt bearbeitet: 17.08.2015
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    Tiefenbach 20. und 21.6.2015
    Hi - Mittwoch vor Tiefenbach war die Katz´wieder zu Hause um die Restarbeiten vorzunehmen, ein neuer 6-Punkt-Gurt suchte noch seinen Platz im Cockpit.
    Nachdem die "Transport"-Reifen durch die Semislicks ersetzt wurden, erschrak ich ein wenig. Der Tieferlegungssatz, den wir verbaut hatten, war anscheinend von einem Ford Kuga statt von einem Puma. Kurzum das sah mehr nach SUV aus.
    Freitag den Chevy geholt und den Kühlschrank gefüllt. Dann noch in der Werkstatt den Puma geholt und ab ging´ s nach Tiefenbach. Die meisten Fahrer unseres Clubs waren schon im Fahrerlager. Statt früher beim Starlet einfach nur Tisch und Stühle rauszustellen gab es jetzt Arbeit.
    Den Puma aus dem Hänger geholt und die schmalen Transportreifen gegen die Semis getauscht (bin langsam fit beim Rädertausch). Da der Puma etwas zu moppelig ist für den Hänger, muss ich die Luft aus den Reifen lassen damit er unter das Kartgestell passt und das möchte ich den Semis nicht zumuten.
    Samstag
    Morgens klingelte früh der Wecker - Startzeit 9.30 Uhr. Wie beim Flieger heisst es früh da sein um beim Nennbüro die Papiere klarzumachen, die Startnummer zu holen und natürlich zu bezahlen - mit 50,00 € war ich dabei. Dann kurze Durchsicht bei der Katz und zur Technischen Abnahme.
    Nach dem Crash in Idarwald hatte der Abnehmer ein besonderes Auge auf die getauschten Teile und das waren Einige:[.
    In der Klasse 4 war mit 10 Startern "volles Haus". Vorn die Honda CRX mit 125 PS, ein Polo, ein Peugeot 106 sport....ja und ich mit 90 Brauereipferdchen unter der Haube.
    Der Plan war pro Lauf 2 Sekunden zu finden und mich auf den Puma einzuschiessen.
    Die Strecke in Tiefenbach ist zweigeteilt - im unteren Teil eine breite Straße mit vielen Pylonen (eher ein Slalom) und dann wird es schmal und uneben mit schnellen Kurven und zwei Spitzkehren.
    Im Training mit 1.45,08 hinten dran. Dann purzelten die Sekunden auf 1.39,74, der Puma lief auf der Geraden bis in den Begrenzer. Nur im oberen Teil fehlte noch die Traute voll reinzuhalten - alles neu und noch ein wenig hüftsteif.
    Auf zum zweiten Lauf. Die Klima kühlte und das Radio dudelte am Vorstart - eine ganz neue Erfahrung.
    Jetzt war ich dran, den Firlefanz aus, erster Gang, Attacke - so war der Plan. Erstmal scharrte das Vorderrad ohne Sperre haltlos vor sich hin, bis sich Grip aufbaute. Durch die "Tieferlegung" schaukelte der Puma sich durch die Pylonen. Je schneller, desto heftiger! Auf der folgenden Geraden würden mir die Hondas Zeit abnehmen. In der Spitzkehre ging es schnell rein und mühsam raus (so ne Sperre wäre schon gut). Am Schluss war mit 1.37,09 nur der 9. Platz von 10 drin. Mir fehlten nur 1,2 Sekunden, aber in der Gruppe der "Nicht-CRX" konnte ich mich sehen lassen. Ist aber alles ausbaufähig!
    Sonntag
    Sonntagmorgen war die Strecke nass, was die Sache nicht einfacher machte. Da ich dem Fahrwerk und den Reifen im Trockenen schon (noch) nicht vertraute, hielt ich mich jetzt erst recht zurück.
    Da war 10. von 10 Ok .Ich glaube, dass es noch dauert, bis ich mich an das Kätzchen gewöhnt hab´ (und der Puma an mich).
    Man(n) sollte mehr Slalom fahren, um dem Puma auf den Zahn zu fühlen.
    Kurz und knapp, ich wollte dem Puma nicht noch mal weh tun. Mein Clubkamerad Andree hatte seinen Ford Fiesta schon am Samstag auf einer Seite kürzer gemacht - das sollte genügen.
    Bis zum Berg in Jura ist es jetzt ja noch ein bisschen hin, vielleicht finden wir was, dass uns schneller macht.
    PS: Der Motorbauer rief an - ein Lagerbock der Kurbelwelle ist gebrochen (ich hab´ auch gebrochen:dash:dash). Noch mal einen neuen Block bauen oder.....
     
  9. #8 StarletEvo2, 26.07.2015
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    Hi Bobbele ich Fahre die Woche zum Motorenbauer um das weitere Vorgehen zu besprechen drück mir die Daumen gr Thomas
    wenn es mit Klotten klapt würde ich mich freuen
     
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  11. #9 StarletEvo2, 16.08.2015
    Zuletzt bearbeitet: 16.08.2015
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    11.-12 Juli 2015 MSC Jura


    Nach dem Lauf in Tiefenbach kam ich nicht zum Arbeiten am Puma und Co.
    Freitag ging es Richtung Altmühl. Leider kamen noch ein paar Leute auf dieselbe Idee und aus Verbrach Liter pro 100 Kilometer wurde Liter pro Stunde. Das das kleine fränkische Dorf Bergen von Baustellen umzingelt war, machte die Sache nicht einfacher. Nach fünf Stunden und 270 KM war der Punkt Orientierungsprüfung abgehakt.
    Das Fahrerlager zog sich durch das halbe Dorf. Wir hatten eine Wiese zwischen zwei Häusern und die Technische Abnahme direkt vor der Tür.
    Also alles eingerichtet, den Puma aus dem Körbchen geholt und die Semi´s draufgewuchtet. Danach war ich komplett unterhopft und habe mir erstmal eine Dose BIT aufgemacht. Die war mir etwas zuviel (5 L), aber der Rest vom Club war gern behilflich.
    Das Geniale bei solchen Veranstaltungen fernab grosser Städte ist abends im Fahrerlagen mit den Kollegen am Grill zu sitzen, ein wenig dumm zu schwätzen und den Sternenhimmel zu geniessen.
    Aber zum Sport
    Die neue strecke ist echt genial. Am Start flach mit einer langen Rechts, danach eine lange Links, die mit dem Starlet voll ginge - mit dem Puma eher nicht. Das Ganze mündet dann in eine S-Kurven-Kombi, dann wieder volles Rohr in eine Spitzkehre mit richtig Höhenunterscheid und dann ins Ziel.
    Das der Samstag ein Slalom war, mekte man an der Anzahl der Pylonen. Ich glaube, da standen mehr rum, als auf sämtlichen Baustellen an denen wir vorbeigekommen sind. Der einzige Vorteil ist, durch die "niedrigen" Geschwindigkeiten können auch Fahrzeuge ohne Überrollkäfig hier fahren - also nur Helmpflicht.
    Das ließen sich viele Fahrer nicht entgehen. Alleine bei den Serienklassen, also bei Puma und Co, waren es 55 Starter, das haben manche bei der kompletten Veranstaltung nicht.
    So viele NSU und 500er Fiat, und ich rede von Originalen nix Retro, sieht man selten.
    Leider war der Zeitplan durch massig Doppel- und Dreifachstarter nicht zu halten. Ich war ne halbe Stunde zu spät bei der Technischen Abnahme, dann hiess es "Vorziehen zum Vorstart" und kaum eine Stunde später ging es dann los.
    Meine Frau meinte ich hätte mich verfahren und wäre schon in München - aber wir hatten ja Zeit. Die Siegerehrung war dann auch etwas "später".
    Sonntag
    Sonntag wurde nicht getrödelt - die Streckenposten waren früh wach, damit die Veranstaltung pünktlich starten konnte. Ich auch!
    Heute das Ganze fast ohne Pylonen. Bei der Rückführung zum Start (Fahrerlager war oben beim Ziel) sah ich nur welche in der Zielkurve innen, damit man nicht abkürzen kann. In der Mitte der Strecke eine heftige Bremsschikane, ansonsten alles volles Rohr.
    Die Sonne schien, die Strecke trocken - die erste Chance dem neuen Fahrwerk bei höherem Speed auf den Zahn zu fühlen.
    In der ersten Rechts fühlte sich der Puma noch gut an, in der nächsten Links sah das schon anders aus. Der Puma schaukelte sich von rechts nach links - beim harten Zusammenbremsen versuchte mich das Heck mal links und mal rechts zu überholen. Im ersten Gang durch die Schikane - das sich da nur 1400 ccm abmühen merkt man da echt.
    Den Zweiten rein und den Dritten hinterher geworfen - das Geräusch änderte sich, aber die Landschaft blieb gleich. Vor der Spitzkehre wieder runter mit der Geschwindigkeit, rechts rum und einen schwarzen Strich auf den Asphalt gebrannt. Leider nur mit einem Rad, viel Rauch um Nichts, wenig Vortrieb.
    Dann ging es in Richtung Ziel. Na ja - gegen die echten 1600er ist es mühsam. Die Zeit pendelte sich bei 1.01,89 sek. ein - mehr war nicht.
    Letzter Platz, lustig ist anders. Nach der Siegerehrung ging es die 270 KM nach Hause, diesmal ohne Stau. Für den Start zum Slalom in Tiefenbach versuchen wir am Fahrwerk noch was zu reissen.
    Eine weitere Baustelle sind die Reifen - die Syrion Semislicks sind an der Flanke zu weich. Nach dem Einlenken dauert es einen Moment bis die Reifen dem Lenkbefehl folgen und man hat das Gefühl, die Reifen rutschen von der Felge. Bequem auf der Strasse , aber im Rennbetrieb?
    Mal sehen, was wir beim Slalom reissen.
     
  12. #10 StarletEvo2, 17.08.2015
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    19.7.2015 Slalom MSF Tiefenbach


    Nach dem Debakel in Jura nahm ich erstmal Kontakt mit dem Hersteller auf, um den Puma dem Erdmittelpunkt etwas näher zu bringen. Nachdem wir mehrere Messpunkte abgearbeitet hatten war klar, vorn ist das Fahrwerk 3 cm tiefer, hinten war er über der Originalhöhe!
    Sah mehr nach Discorenner aus (gut, er fuhr sich auch so). Überhaupt sah der hochbeinige Puma eher einem zweitürigen X6 ähnlich. Beim Rückruf des Fahrwerksentwicklers stellte sich heraus, dass das Fahrwerk 2-3000 KM "zum Sacken" bräuchte. Das musste ich wiederum erstmal "sacken lassen" und ich fing an zu rechnen.....
    Bei ca. 50 KM Rennbetrieb pro Jahr müsste ich 100 werden, bis die Katz´im Keller ist. Nachdem wir die momentane Höhe mit dem KFZ-Brief und dem Handbuch verglichen hatten, wurde die Flex angeworfen.
    Das Problem war hausgemacht - durch das Ausräumen des Heckabteils samt Reserverad war die Karosse zu leicht, um die Federn zu komprimieren. Als zwei Windungen raus waren, sah er aus wie ein tiefergelegter SUV - richtig tief ist anders.
    Für den Slalom hatte ich Besuch im Puma. Eine Bekannte wollte den Schritt vom Kart in einen Tourenwagen machen und da kam der Puma recht.
    Samstag den Puma verladen, denn Sonntag musste ich "früh" los.
    Sonntag
    Um 5.20 Uhr klingelte der Wecker - das war früh, ganz früh. Nix wie in die Werkstatt den Hänger geholt, an der Tanke noch einen Kaffee "gezogen" und ab auf die Autobahn nach Simmern. Startzeit 8.30 Uhr - ich kam noch rechtzeitig an, um in Ruhe die Reifen zu wechseln.
    Ab zum Nennen und Sitzprobe für die Fahrerin - wir hatten Glück, dass sie meinen Bauchumfang mit ihren kurzen Beinen ausgleichen konnte.
    Da sich die Sechspunktgurte nicht so schnell verstellen lassen, ist es etwas stressig beim Fahrerwechsel, aber mit dem Sitz ganz vorn bzw. hinten mussten wir den Beckengurt nicht anpassen.
    Der Streckenverlauf ist nicht mit soviel Pylonen gespickt, wie in Jura - ich fahre da echt gerne. Den Luftdruck in den Reifen hatte ich nicht so weit abgesenkt wie sonst, damit die Reifen nicht so walken und mehr Halt auf der Felge finden - soweit der Plan.
    Wir hatten mit 10 Startern volles Haus - auch hier mit den üblichen Verdächtigen aus dem Hause Honda.
    Die Strecke ist eine Straße in einem Gewerbegebiet. Breit vom Start weg, bergab mit Toren und Spurgassen und mit einem Kreisverkehr am Ende - dann geht´ s den Weg wieder zurück in Richtung Start.

    Für alle Fehler oder Nachteile des Fahrzeugs hat man doppelte Möglichkeiten. Meine Co-Starterin sollte als Erste fahren. Durch die Erfahrung im Kart war sie flott unterwegs, da musste ich mich anstrengen. Als Zeit hatte sie eine 1.18,78 vorgelegt. Also ran an den Speck! Am Start ging es den Umständen entsprechend los. Das eine Rad jubelte vor sich hin, während das andere ohne Differenzialsperre sich langweilte - aber gut, ging Rebecca ja auch so.
    Der etwas höhere Luftdruck half etwas bei der Lenkpräsision, dafür ging der Grip etwas flöten. Ein Kompromiss für die Abstimmung zu finden ist bei den wenigen Läufen, auf ganz verschiedenen Straßen, plus den dauernden Umbauten nach dem Abflug, recht schwierig. Das sich Einschiessen auf den Puma habe ich mir einfacher vorgestellt.
    Meine Trainigszeit 1.07,52, da musste ich gegen den Peugeot 106 sport, der in meiner Klasse so etwa von der Leistung und Gewicht hinkommt, noch nachlegen. Rebecca steigerte sich mit 1.13,69 im ersten Lauf schonmal deutlich. Meine 1.06,79 war zwar schneller, aber ich hatte noch keine Idee für den zweiten Lauf.
    Die Hondas machten richtig Meter und kamen mit einer Speed durch´ s Ziel - mir wurde ganz anders. Fahrertausch - Rebecca wurde mit 1.08,53 nochmal schneller. Ich war praktisch nur 1 Sekunde pro Strecke schneller - also Attacke! Ich schaukelte die Katz´ durch die Pylonen und war überall einen Tick schneller, landete aber zweimal im Begrenzer, weil ich an der Stelle im Slalom nicht schalten konnte. Mit 1.05,92 hatte ich zwar noch fast eine Sekunde gefunden, aber ich war pro Strecke (also bis zur Wende und denselben Weg durch die Pylonen zurück) nur 1,5, Sek. schneller.
    Da zeigt sich, Katzen sind nicht zur Mitarbeit zu zwingen und je grösser die Katz´, umso schwieriger. Das Fahrwerk funktionierte dem Preis entsprechend einigermassen - aber mit den Reifen komme ich nicht klar.
     
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