Leichter Schlag beim Lenken nach Federwechsel

Diskutiere Leichter Schlag beim Lenken nach Federwechsel im Karosserie und Fahrwerk Forum im Bereich Technik; Hallöchen in die Runde, hab bei unserem Yaris (Baujahr 2010 XP9, 1.33 L Motor mit 100 PS) die Federn vorne wechseln müssen (beidseitig), weil sie...

  1. #1 keep_schraubing, 24.08.2021
    keep_schraubing

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    Hallöchen in die Runde,

    hab bei unserem Yaris (Baujahr 2010 XP9, 1.33 L Motor mit 100 PS) die Federn vorne wechseln müssen (beidseitig), weil sie gebrochen waren. Normalerweise wird das Federbein ja am Dom mit 3 kleinen Muttern befestigt. Nur ist es beim Yaris nicht so, sondern es wird mit einer Mutter mittig befestigt. Darunter ist dann die Mutter für das Domlager, wie man sie kennt.
    Hab's selber machen wollen und nach dem Wechsel ist es so, dass das Lenkrad, wenn man es von der Geradeaus-Stellung nach rechts dreht, bei ca. 30° Drehwinkel einen leichten Widerstand hat, was sich wie ein dumpfes Schlagen anfühlt, was sofort wieder geht und nicht wieder kommt, bis das Auto bewegt und gestoppt wird. Halte ich an und drehe das Lenkrad wieder von Mitte nach rechts, kommt dieser leichte Schlag bzw. Widerstand wieder, aber dann auch nur einmalig, bis man wieder anfährt und anhält. Beim Lenken rolle ich immer ganz leicht, d. h. so ganz im Stillstand drehe ich das Lenkrad auch nicht.
    Es ist zwar nicht extrem tragisch, aber stören tut es mich trotzdem, weil das vorher definitiv nicht so war.

    Vielleicht hat jemand mal eine ähnliche Erfahrung gemacht und kann sagen, woran es liegen könnte. Es wurden nur die Federn erneuert und sonst nichts. Vielleicht hätte ich die Domlager auch mit erneuern sollen, weil ich da die Ursache vermute. Nur so ganz glauben will ich das nicht, weshalb ich mich an euch wende.
    Meine zweite Vermutung ist, dass ich die Domschraube, die ganz zum Schluss kommt (diese 1 zentrale Mutter anstatt die 3 umliegenden Muttern die es beim Yaris nicht gibt), dann hätte befestigen sollen, wenn das Auto wieder auf dem Rad steht. Ich hatte die Mutter leicht befestigt, als die Seite noch mit dem Wagenheber oben war. Nach dem Runterlassen wollte ich die Mutter fester anziehen, aber die war bombenfest, obwohl ich sie bei angehobenem Rad nicht so fest angezogen hatte. Liegt da vielleicht der Wurm?

    Werde mal am Wochenende gucken, ob ich die Mutter überhaupt gelöst kriege. Falls ja, dann mach ich sie nochmal in dem Zustand fest. Falls nicht, muss ich das Rad anheben und dann lösen und nach dem Runterlassen festschrauben. Aber so ganz glauben kann ich auch nicht, dass es daran liegt. Muss noch eine 2. Person finden, die am Lenkrad dreht und ich versuche zu fühlen, ob es nur an einer Seite passiert. Oder ob zufällig irgendein anderes Bauteil kaputtgegangen ist.
    Seltsam war auch, dass ich die Dom-Mutter im nicht aufgebockten Zustand leicht lösen konnte. Aber wo das Rad angehoben war, drehte sich nichts mehr. Musste quasi nochmal loslösen und konnte freihändig rausdrehen. Im Umkehrschluss würde es bedeuten, wenn ich die Mutter bei angehobenem Rad festmache, hätte sie nach dem Herablassen des Wagens etwas "lockerer" sein müssen. War aber auch nicht so, sondern eher umgekehrt. Irgendwas mache ich doch falsch, komme aber nicht dahinter.

    Schraubt man diese Dom-Mutter im eingefederten oder ausgefederten Zustand fest? Normalerweise schraubt man alles immer im eingefederten Zustand, vor allem bei Traggelenken usw., aber macht das hier auch wirklich einen Unterschied?

    Es klappert sonst auch gar nichts, bin da testweise über etliche etwas tiefere Gullideckel gefahren. Es sieht so aus, als ob ich irgendwo eine Schraube zu fest angezogen hab. Aber ob das die Dommutter oder Domlagermutter ist, keine Idee.

    Bitte, erleuchtet mich, falls ihr eine Idee habt, was ich noch prüfen könnte :)
     
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  3. #2 Starlet_420, 24.08.2021
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    Hallo
    Ich hab schon einige Federn vom XP9 gewechselt. Festgezogen habe ich alles auf der Hebebühne im ausgefederten Zustand. Ob das Knacken bei dir damit zusammen hängen könnte kann ich dir leider nicht sagen
     
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  4. #3 keep_schraubing, 25.08.2021
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    Ich denke eh, dass es eine ziemlich schlechte Idee war, das Auto mit dem Wagenheber nur an einer Seite aufzubocken und zu arbeiten. Zumal man da einen zweiten Heber braucht, um die Koppelstange ab- und wieder dranmontieren zu können, was an sich zwar nicht schlimm ist (Mehrarbeit von vielleicht 5 Minuten), aber auch dadurch könnte sich ein Fehler eingeschlichen haben. Kann mich leider nicht mehr erinnern, ob nur die Karosse oben war, oder zusätzlich das Rad/Federbein auch noch, als ich die Mutter festschraubte. Dennoch, wenn ich sie löse, das Auto etwas hin- und herwippe und wieder festschraube, sollte diese Fehlerquelle ja ausgeschlossen werden. Bin auf das Wochenende gespannt, denn nur da hab ich etwas Zeit. Bis dahin würde ich gern so viele Infos wie möglich sammeln :)
    Die Hobbywerkstatt meines Vertrauens hat vor einigen Monaten auch dichtgemacht. Mit Hebebühne wäre mir das alles vermutlich nicht passiert.

    Mal eine andere Frage: Musstest du beim XP9 den Bremssattel auch abmontieren? Ich kam nicht an die Mutter der unteren Federbeinschraube heran. Man käme höchstens mit einem gekröpften Ringschlüssel dran, aber wie will man dann beim Zusammenbauen mit einem Drehmomentschlüssel anziehen.
     
  5. #4 Starlet_420, 25.08.2021
    Starlet_420

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    Den Bremssattel habe ich nicht demontiert. Wenn man den Bremsschlauch zur Seite drückt kann man die Mutter mit einem kleinen Schlagschrauber aufmachen & festgezogen hab ich nicht mit dem Drehmomentschlüssel. Nur mit dem Schlagschrauber ordentlich angezogen.
     
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  6. #5 keep_schraubing, 28.08.2021
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    Okay, irgendwie hatte ich Angst, dass der Bremsschlauch undicht werden könnte, wenn ich den zu stark zur Seite drücke.
    Nun, es war regnerisch heute, konnte aber nicht mehr länger warten und hab mich dennoch unter freiem Himmel an die Sache rangemacht. Leider ohne Erfolg. Beide Dommuttern gelockert und wieder angezogen. Hatte jemanden dabei, der das Lenkrad hin- und hergedreht hat, weil ich fühlen wollte, von welcher Seite das leichte Schlagen kommt. Hab leider absolut nichts gespürt, weder an der Feder noch am Dom. Die Muttern wieder festgezogen und zu meinem Ärgernis hab ich eine Dom-Staubkappe verloren, die ich überall im Motorraum gesucht, aber nicht gefunden hab. Werde da eine neue besorgen müssen.

    Ist es aber normal, dass der Stoßdämpferkopf (der Teil, was man im Motorraum oben noch sieht) sich zu mir her- und wieder zurückbewegt (eine Art Kippbewegung), wenn man das Lenkrad dreht? Das kam mir nicht normal vor, kenne mich aber auch nicht so sehr aus. Hatte meine Hände auf die Stoßdämpferbefestigung am Dom angelegt, um ein Knacken/Schlagen zu spüren. Dabei bewegten sich beide nach vorne bzw. hinten, wenn das Lenkrad gedreht wurde. Sollte das wirklich so sein? Ich dachte bisher, die Dinger sollten sich nur drehen.

    Muss wohl auch mal die Muttern am Federbein besser anziehen. Hatte 120 Nm draufgemacht, allerdings sollen wohl um die 180 Nm kommen. Manche schrieben auch was von um die 260 Nm, was mir arg viel vorkommt. Leider hatte ich das mit den 180 Nm, was mir plausibler erscheint, erst später gelesen. Werde da wohl nacharbeiten müssen, wenn das Wetter mal wieder mitspielt. Vielleicht sollte ich doch lieber beim Öl- und Luftfilterwechsel bleiben :)

    Werde berichten, falls der Fehler gefunden wird. Selbst werde ich da nicht viel erreichen, vermutlich geht das Auto in die Werkstatt meines Vertrauens, oder ich lass es einfach so. Dennoch interessiert es mich gewaltig, wo ich da was falsch gemacht hab, damit ich auch daraus lernen kann. Sonst brauche ich nicht noch einmal einen Stoßdämpfer- oder Federwechsel an unserem nächsten Auto vorzunehmen. Werde ich aber vermutlich tun und danach in der Werkstatt korrigieren lassen :]

    Bis hierhin danke für deinen Input Starlet_420 :)
     
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