läppen ????

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Gast, 21.05.2002.

  1. Gast

    Gast Guest

    So jetzt werfe ich mal eine frage an die Spezis hier in die Runde. Was genau ist läppen und wie soll das technisch funktionieren. Also mein Toyo Händler stand da wie der ochs am berg wo ich in gefragt habe was das ist bzw. wie das geht-
     
  2. AdMan

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  3. #2 Roger18, 21.05.2002
    Roger18

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    ich glaube (ich glaube nur) das, dass eine art "aufrauen" der überfläche des zylinderkopfes ist. ist glaubs besser zum dichten.<br />aber ich kann mich gerade auch konkret irren
     
  4. Steppe

    Steppe Guest

    Beim Läppen wird das Läppmittel in einer Lösung auf die harte Probenoberfläche aufgebracht. Die Partikel können dabei nicht in die Probenoberfläche gedrückt und dort bleibend verankert werden; sie "rollen" vielmehr frei in allen Richtungen herum. Sie "hämmern" kleinere Partikel aus der Oberfläche heraus und hinterlassen tiefe Verformungen, denn die frei beweglichen Partikel können keinen echten "Span" aus dem Material herauslösen.
     
  5. Penner

    Penner Guest

    Das ist wie mit den Bienen und den Blumen ;)
     
  6. Gast

    Gast Guest

    Ich meine ist ja echt gut geschrieben aber vielleicht geht es auch so das ich es verstehe.
     
  7. #6 willybauss, 21.05.2002
    willybauss

    willybauss Mitglied

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    läppen verstehe ich als allerfeinste Oberflächenbearbeitung, also nass schleifen von Hand mit 1000er Papier. Aber natürlich nur mit planer Schleiffläche, damit keine Unebenheiten entstehen. Ergebnis sollte eine nahezu glänzende Fläche ohne Rauhigkeit sein.

    Gruß<br />Willy
     
  8. #7 Boostaholic, 21.05.2002
    Boostaholic

    Boostaholic Guest

    Das Läppen ist ein Verfahren um Oberflächen sehr glatt zu bekommen. In diesem Fall die Oberflächen wo dir Metallkopfdichtung später am Block und Zylinderkopf sitzt. Es gibt da ein spezielles Tool aus den USA, oder man macht es wie Niels. Er hat sich das Teil selbst gebaut. Im Grunde eine Aluplatte mit Griff, drauf Schleifpapier (glaub was von 3000-er gelesen zu haben) und dann gehts los. Ich glaub es dauert so 6 - 8 Stunden bis man per Hand so die Oberfläche plan hat.

    Gruß
     
  9. Gast

    Gast Guest

    Hört sich für mich genau so an wie planschleifen was ihr da meint. Am Kopf leuchtet es mir ja ein aber am rumpf stelle ich mir das etwas kompliziert vor.
     
  10. #9 Hansruedi, 22.05.2002
    Hansruedi

    Hansruedi Guest

  11. Gatty

    Gatty Guest

    falls es wen interessiert!

    <br />Läppen sprödharter Werkstoffe<br />Problemstellung<br />Die Anwendung der verschiedenen Läpptechnologien begründet sich mit der nahezu uneingeschränkten Werkstoffpalette, der erreichbaren extrem hohen Form- und Maßgenauigkeit sowie der Möglichkeit, isotrope Oberflächen- und Randzoneneigenschaften herzustellen.<br />Nach wie vor ist das Läppen ein in der betrieblichen Praxis schwer zu beherrschender Prozeßschritt, der kostenintensive Arbeitsvorbereitung und aufwendige Prozeßüberwachung erfordert. Das ist dadurch begründet, daß Läpptechnologien immer noch empirisch basierte Technologien sind, wobei die Güte der Fertigung und des Fertigungsergebnisses stark von Erfahrungswissen abhängen.<br />Die eigentlichen Ursachen dafür sind die große Anzahl und die starke Vernetzung der Einflußfaktoren und ihrer Auswirkungen auf Prozeßverlauf und -ergebnis (Bild 1). Kernproblem ist die läppspezifische In-Prozeß-Werkzeugentstehung, d. h. die kontinuierliche Ausbildung des Läppwerkzeuges während des Bearbeitungsprozesses, vermittelt durch das Wirken der Bearbeitungsparameter Eingriffsdruck und Bahngeschwindigkeit.

    Bild 1: Vernetzung der Einflußfaktoren

    Forschungsarbeiten<br />Am IWF werden Forschungsarbeiten mit dem Ziel durchgeführt, die Läpptechnologie von spröden Werkstoffen wie Halbleitern, Keramiken und Gläsern als funktionsbasierte Technologie zu etablieren. Es wurden Werkzeug- und Prozeßkennwerte definiert, die eine Prozeßbewertung und auf funktionalen Zusammenhängen basierende Optimierungsstrategien ermöglichen sowie die Bestimmung der den Läppprozeß dominierenden Einflußfaktoren erlauben. Damit kann eine effektive Fertigungsvorbereitung angestrebt werden, die gleichzeitig ermöglicht, den wegen der Abfallproblematik immer stärker in die Kritik geratenenen Läppproezeß so effektiv zu gestalten, daß er den aktuellen wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen der Produktion genügen kann.<br />Zunächst wurde die Prozeßsimulation für den Modellwerkstoff Silicium erarbeitet. Gegenwärtig werden die Untersuchungen auf verschiedene technische Keramiken ausgedehnt. Die Arbeiten umfassen die Analyse der Mechanismen der Oberflächen- und Randzonenentstehung sowie der Werkzeugausbildung und der Kinematik des Werkzeugeingriffes, die Erarbeitung technologischer Kennlinien sowie die Ableitung der den Prozeß beschreibenden technischen Funktionen.

    Forschungsergebnisse<br />Durch speziell konzipierte Versuche an polierten Proben wurde nachgewiesen, daß der Eingriff der Kornschneiden bezüglich ihrer Lage und Angriffsrichtung (bezogen auf die Werkstückoberfläche) völlig stochastisch erfolgt. Gleichzeitig folgt die Eingriffskinematik einem spezifischen Schema, das für die unterschiedlichsten Läppmittel stets gleich ist. Unterhalb der vornehmlich normal angreifenden Kornschneiden entstehen Axial-Radial-Lateralrißsysteme. Die Oberflächenentstehung beim Läppen spröder Werkstoffe ist eine Folge der Entstehung, Ausbreitung und Überlagerung von Lateralrißstrukturen unterhalb der eingreifenden Kornschneiden. Die mechanische Schädigung der Werkstückrandzone ist in erster Linie durch die Tiefenwirkung der Axialrisse und die sie begleitenden Spannungsfelder bedingt.<br />Die Berechnung der Kenngrößen der Werkzeugausbildung muß nach statistischen Gesetzmäßigkeiten erfolgen. Durch experimentelle Untersuchungen wurde nachgewiesen, daß sich im Läppprozeß ein stationärer Zustand einstellt, der durch konstante Prozeßkorngrößen und Rauheiten von Gegenstück und Werkstück gekennzeichnet ist. Die Parameter der Prozeßkorngrößenverteilung sind läpppmittelspezifisch und neben der werkstoffspezifischen Prozeßrauheit des Gegenstückes wesentliche Einflußfaktoren für den Läppprozeß. Für die Berechnung der im Prozeß aktiven Kornzahlen muß die statistische Abhängigkeit der Verteilungsparameter von der Gesamtzahl der die Verteilung bildenden Individuen berücksichtigt werden. Die aktive Kornzahl ist die entscheidende Kenngröße für die Prozeßeffektivität. Sie kann unmittelbar aus direkten und indirekten Stellparametern abgeleitet werden. Die Kenngrößen von Läppprozessen sind stets als Systemkenngrößen des konkreten "Läppsystems" zu betrachten.<br />Die simulatorische Beschreibung des Abtrennvorganges durch die Verknüpfung der Werkzeug- und Werkzeugeingriffskennwerte erlaubt die Ableitung der äquivalenten Abtrenntiefe als Maß für die Randzonenbeeinflussung im Prozeß. Der Quotient aus Abtrennnrate und äquivalenter Abtrenntiefe ist ein Maß für die Prozeßeffektivität (Bild 2). Die Prozeßeffektivität wird direkt durch die Prozeßkenngrößen der Korneingriffsfrequenz und der Konzentration der aktiven Körner im Arbeitsspalt beschrieben.<br />Mit diesen, mathematisch formulierten Zusammenhängen, wird die Bewertung des Einflusses einzelner Parameter und deren Vernetzung auf Prozeßverlauf und -ergebnis nachvollziehbar.

    Bild 2: Vergleich der theoretischen mit der realen Prozeßeffektivität für den Modellwerkstoff Silicium

    Die Prozeßsimulation und -bewertung auf der Basis der skizzierten Zusammenhänge dient dem Technologen als Werkzeug für eine effektive Prozeßvorbereitung und -gestaltung zur wirtschaftlichen Optimierung des Läppens in der Prozeßkette der Endbearbeitung sprödharter Bauteile.

    na denn viel spaß,..

    mfg gatty

    :D :D
     
  12. #11 Roger18, 22.05.2002
    Roger18

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    was soll denn das bringen ? ne dichtung muss ja schliesslich auch noch was dichten, dafür is sie ja da :)

    von werk aus sind die teile ja auch kaum geläppt...

    bei extrem leistungsgesteiegerten motoren (aber wirklich viel) kann ich es verstehen. aber sonst ??
     
  13. Gatty

    Gatty Guest

    hehe roger ich war schneller,...<br />*fg*

    mfg gatty der nich immer und überall der schnellste sein will, muss...

    :D :D <br />*fg*
     
  14. Gast

    Gast Guest

    Also wenn ich es jetzt richtig verstanden habe dann meinen die wo sagen man muß den kopf läppen eigentlich nix anderes wie glatt schleifen auch schmirgel genannt und läppen ist technisch gesehen fast unmöglich bzw sau aufwendig und schweine teuer. Weil mein toyo händler wußte echt nicht was ich von ihm will der wollte mir zu einem schicken der oltimer restauriert
     
  15. #14 willybauss, 22.05.2002
    willybauss

    willybauss Mitglied

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    Deshalb ist die Seriendichtung ja auch ständig kaputt und wird dann durch eine Metalldichtung ersetzt. Und die wiederum kann halt keine allzu großen Unebenheiten abdichten. Womit wir wieder bei läppen als Problemlösung wären.
     
  16. Gast

    Gast Guest

    willy hat eigentlich recht... läppen ist fast wie schleifen, nur feiner mit geringerer Oberflächenrauheit!!
     
  17. AdMan

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  18. #16 willybauss, 25.05.2002
    willybauss

    willybauss Mitglied

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    Und nach meinem Verständnis kommt es beim läppen nicht so sehr drauf an, dass die Fläche absolut plan ist, sondern vielmehr darauf, dass keine Rauigkeiten drin sind. Also leichte Wellen von ein paar Mikrometer Dicke vielleicht erlaubt, aber keine schnell aufeinanderfolgenden Riefen und Rauigkeiten. So wie ich das verstanden habe, kann sich die Metalldichtung nicht in kleine tiefe Unebenheiten rein drücken, deshalb läppen.
     
  19. #17 HASEHASESUPRASE, 25.05.2002
    HASEHASESUPRASE

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    Ne Ne Ne , das Red Lola sich hier noch nicht gemeldet hat???

    Wer eine MKD einbauen will, der muß Block und Kopf planen und anschließend läppen oder hohnen. (Richtig Holger??)

    Das läppen, bzw. hohnen kann maschinell oder von Hand gemacht werden. <br />Es ist die feinste Schleifmethode wo gibt von Welt. <br />Macht so glatt, daß man sich fast drin spiegeln kann.

    Das muß so sein, weil die Metall-Dichtung sich den Unenbenheiten des Kopfes, bzw. Blocks nicht anpasst...<br />Anders sieht es bei Kupfer-Dichtungen aus. (Ja, ist auch Metall. Aber die üblichen MKD sind aus Stahl. )<br />Kupfer ist weicher und passt sich daher auch kleinen Unebenheiten an. <br />Ausserdem arbeitet Kupfer stärker, was bei der Kombination Alu und Guß von Vorteil ist.
     
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