Kündigung wegen Krankheit?!

Dieses Thema im Forum "OFF-TOPIC" wurde erstellt von Snoopy, 30.10.2010.

  1. Snoopy

    Snoopy Mitglied

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    Hi zusammen,

    folgendes erdachtes Problem:
    ein Mann (Zahntechniker) war im letzten halben Jahr mehrfach krank und viel immer mal wieder 1-2 Wochen aus. Nun hat er Fibromyalgie (Weichteilrheuma) bekommen und da das ganze sehr schmerzhaft ist und Termine bei Fachärzten Mangelware (er ist seit 3 Wochen zu Hause und hat erst für den 21.12. einen Facharzttermin bekommen) sind, kann er demzufolge nicht arbeiten.
    Er hat vor ca. 1 Woche mit seinem Chef telefoniert, der ihm telefonisch zusicherte, dass es kein Problem wäre, der Mann erstmal gesund werden solle und er für die Zeit 1-2 Leute auf 400€-Basis einstellen würde, um auszuhelfen. Nun kam gestern die Kündigung mit folgendem (nicht ganz wortgemäßem) Wortlaut:


    Nun meine Fragen:
    1. Darf man jemanden wegen Krankheit kündigen?
    2. Wie sieht es aus mit Schwerbehinderten? Der Mann hat eine anerkannte Schwerbehinderung von 40 o. 50% (ungefähre Angabe)
    3. Ist der Kündigungszeitraum nicht viel zu kurz?
    4. Darf sich die Firma eine solche "Anmaßung", dass der Mann nicht wieder gesund werden würde überhaupt rausnehmen?

    Der Mann will nächste Woche zum Anwalt und mit dem reden, aber ich wollte schonmal vorab ein paar Infos einholen. Vielleicht kennt der ein oder andere sich ja mit solchen Aktionen aus.

    Edit: Thx Viruz^^
     
  2. AdMan

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  3. #2 *Toyotafreak*, 30.10.2010
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    hat mein Dad letzte Woche durch
     
  4. #3 Viruz-X, 30.10.2010
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    erstmal...sowas schreibt man immer als fiktiven fall,nie als reellen.
    dann würd ich mal im juraforum nachfragen,da wird dir sicherlich besser geholfen als hier.und zu guter letzt wird der gang zum anwalt eh das beste sein,dann aber ein fachanwalt der sich auf arbeitsrecht spezialisiert hat
     
  5. #4 diosaner, 30.10.2010
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    Kündigen kann man doch immer und überall.

    Die Frage, ob es rechtens ist, lässt sich nur durch einen Anwalt oder das Arbeitsgericht klären.

    Für diesen sicher fiktiven Fall würde ich eine Beratung auf dem Gericht vorziehen. Das ist sicher besser als hier auf ne Vernünftige Anwort zu hoffen.
     
  6. #5 Ibschinese, 30.10.2010
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    Unsere Firma hatte auch mit einem ähnlichen Fall zu tun. Der Chef wußte erstmal auch nicht so recht, wie man so einen kränkling(nicht persönlich nehmen) los wird.
    Sinngemäß kam folgendes heraus.
    Chef kann nur kündigen "wegen Krankheit" nach 2 Jahren. Allerdings muß der Arbeitnehmer aber diese 2Jahre durchgehend an der gleichen Krankheit krank sein. Wenn er für Tage oder Wochen wieder mal da ist und er dann wegen selbiger Krankheit wieder weg ist, dann gehen die 2 Jahre von vorn los. Nach 6 Wochen zahlt zwar die Krankenkasse, aber gekündigt werden kann nicht in dieser Zeit "wegen Krankheit".
    Einen anderen Grund vorschieben ist schwer nach zu weisen, daß der Grund wahr ist, wenn das Arbeitsgericht ins Spiel kommt für den Arbeitgeber.
    Es gibt aber noch eine andere Lösung.
    Frühestens nach einem Jahr kann der Arbeitgeber "wegen Krankheit" kündigen, wenn der Arbeitnehmer so lange an der GLEICHEN Krankheit leidet und keine Besserung in Sicht ist für den Arbeitgeber.
    Ob das jetzt mit dem Arbeitnehmer einvernehmlich geklärt werden muß, weiß ich jetzt nicht.
    Außerdem ist es für den Arbeitgeber eine finanzielle Belastung, wenn einer krank ist, nach meinetwegen 6 Wochen wieder kommt und das Spiel so weitergeht. So wird, glaub ich, auch der arbeitgeber mal geschützt, um mal diese Sichtweise an zusprechen.
    Aber, soweit ich das gecheckt habe, muß das die slbe Krankheit sein und nicht verschiedene Sachen.
    So wars bei uns, soweit ich das mitgekriegt hab.
    Dafür übernehm ich aber keine Garantie oder sonstiges. Der Einzelfall ist da immer zu verschieden. War nur eine allgemeine Info
    Servus und schönen Abend
     
  7. Cybexx

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    dumme sache, aber ich weiss nicht, wie weit der arbeitgeber bei dem telefonat über die krankheit bescheid wusste:

    aus wiki

    ne beratung bei nem juristischem fachmann ist jetzt neben nem gutem arzt ganz wichtig.

    wäre denn bei diesem fiktiven fall ne berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen worden? die könnte mit annähernd 100%iger sicherheit bei so nem fall beansprucht werden!

    manchmal kann man _irgendwie_ auch noch nachträglich _irgendwie_ in sone versicherung reinrutschen. wie gesagt, _irgendwie_.

    nachtrag: zahntechniker müssen ne gute konzentration und feinmotorik/geschicklichkeit haben. wie sähe es da im fiktiven fall aus?
     
  8. Angel

    Angel Mitglied

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    hu ,mal ne frage war die erkrankung bereits bei der Einstellung vorhanden?wenn ja und nen gleichstellungs-antrag hat müsste einer Kündigung das versorungsamt zustimmen.


    mfg Angel
     
  9. #8 Trecker, 31.10.2010
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    Bei chronischen Erkrankungen (Fibromyalgie ist dies), bei denen auch durch Veränderung der Arbeitsplatzbedingungen dem Arbeitgeber keine Weiterbeschäftigung zumutbar ist, kann eine Kündigung durchaus zulässig sein.

    In solchen Fällen sollte man dennoch einen Fachanwalt für Arbeitsrecht konsultieren, wobei im beschriebenen Beispielsfall wohl nur wenig Aussicht auf Erfolg bestehen sollte.
     
  10. Snoopy

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    Guten Morgen zusammen,

    also ich weiß grad gar nicht wo ich anfangen soll mit Fragen beantworten.

    - Die Krankheit gab es zum Einstellungszeitpunkt in diesem fiktiven Fall nicht, diese trat erst vor 5 Wochen auf und wurde vor 3 Wochen so akut, dass ein Arbeiten nicht mehr möglich ist. Ledliglich eine Osteoporose lag und liegt vor und ist dem Arbeitgeber bekannt.

    - Das Verhältnis Chef - Angestellter ist oder war in diesem fiktiven Fall ziemlich gut, so dass der Chef seit der Diagnose weiß vor knapp 2-3 Wochen weiß was der Angestellte hat.

    - Was eine Berufsunfähigskeitversicherung angeht, kann ich da momentan nichts zu sagen, aber der Angestellte bzw. seine Ehefrau sind in solchen Sachen eigentlich sehr vorsichtig und haben diesem Szenario entsprechend eigentlich nen Haufen Versicherungen.

    - Feinmotorik u. Geschlicklichkeit sind beim angesprochenen Zahntechniker vorhanden, sind zur Zeit nur nicht wirklich nutzbar, da die Fibromyalgie sämtliche Gelenke in Anspruch nimmt.
     
  11. HolgiG

    HolgiG Mitglied

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    Ich meine gelesen zu habe, daß krankheitsbedingte Kündigungen in kleinen Unternehmen (ca.20 Mitarbeiter) gerechtfertigt sind, da dies für den Arbeitgeber eine unzumutbare Belastung ist. In wie weit die Krankheitstage im Verhältnis zu den Arbeitstagen stehen müssen, kann ich nicht sagen. Hinzu kommt noch die Zeit die der Arbeitnehmer im der Firma angestellt war ohne nennenswerte Ausfälle. Da im Beschriebenen Fall aber noch eine Behindertenquote vorliegt, halte ich die Kündigung für nicht haltbar da dem AG hier das erhöhte Risiko bekannt war und er auch durch die Quote entsprechende Vorteile geniesst.

    Der Anwalt bzw. Arbeitsgericht hilft hier weiter...

    Ganz wichtig - sofern Besserung eintritt unbedingt arbeitsbereitschaft beim AG anzeigen - wenn er dann eine Freistellung erklärt diese unbedingt schriftlich geben lassen.
     
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  13. #11 ~ Fox ~, 31.10.2010
    ~ Fox ~

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    Liest du mal hier - wir haben schon 2 mal Leute deswegen entlassen. Geht ganz schnell und die Ex-Kollegen hatten vor dem Arbeitsgericht keine Chance.
    Dennoch in dem von dir genannten Fall unbedingt die Kündigungsgrundlagen von einem Anwalt checken lassen - ggf. kann man da noch was rausholen (wobei so ein Arbeitsverhältnis nach so was immer zerrüttet ist).
     
  14. Snoopy

    Snoopy Mitglied

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    hm.. das letzte macht irgendwie nachdenklich, da das wohl jeder AG zu seinen Gunsten auslegen wird. Naja, sollte der Fall eintreten *hust* wird man weiter sehen.

    Trotzdem danke für eure Antworten. Hat meine Vermutungen größten Teils bestätigt. Wobei ich noch sehr gespannt bin auf den Punkt der Schwerbehinderung im Zusammenhang mit krankheitsbedingter Kündigung..
     
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