Erfahrungsbericht für Toyota Avensis 1.8 (T25) mit Autogas

Dieses Thema im Forum "Alternative Antriebe" wurde erstellt von nikana, 02.01.2010.

  1. nikana

    nikana Grünschnabel

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    Hallo Autogasfreunde,

    nach dem ich jede Menge Foren bezgl. Autogas i.V.m. Toyota gelesen habe und dabei so unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen mitbekam, möchte ich nun mal meine Erfahrungen kund tun.
    Ich fahre seit Ende 2007 einen als Neuwagen gekauften Toyota Avensis 1.8 (T25). Sofort nach dem Kauf (124km) habe ich das Fahrzeug auf Autogas umrüsten lassen, da ich bereits mein vorheriges Auto im Gasbetrieb komplikationsfrei nutzte. Es dauerte auch nicht lange, bis mir mein Toyota das erste Mal die Motorkontrollleuchte anzeigte. Der Fehlercode besagte, dass das Luftmengengemisch zu mager sei. Kein Problem, meine Werkstatt, erfahrener Umrüster seit mehr als 8 Jahren, justierte die Anlage nach. Das Ganze habe ich zweimal machen lassen, dann war eigentlich alles prima. Im März 2009 fing der Wagen an, im Standgas unter 900 Umdrehungen zu fallen und ruckelte wie eine Rüttelplatte. Zudem war ein starker Leistungsverlust zu verzeichnen. Der km-Stand lag zu diesem Zeitpunkt bei 35.000km. Das Ergebnis meines Werkstattbesuches war die Erneuerung der Tassenstössel, was einen Ausfall von gut einer Woche und einer Rechnung von ca. 500,- EUR bedeutete. Zu jeder Durchsicht lasse ich das Ventilspiel prüfen und ggf. nachstellen. Meine Geschichte hat leider kein Happy-end, denn Mitte Dezember 2009 parkte mein Auto wieder in der Werkstatt (km-Stand: 61.000). Die Symptome waren wie im März. Ergebnis und Siegerehrung nun, verbrannte Auslassventile. Der Zylinderkopf wurde abgebaut, um neue Ventile und Ventilsitze einzubauen. Leider gibt es deutschlandweit keine gehärteten (gasfesten) Ventile für Toyotamotoren. Egal wer was erzählt, es gibt keine! Die Ventilsitzringe hingegen kann man gehärtet bekommen. Allerdings gibt es keine Garantie dafür, dass das Problem damit ein für alle Mal beseitigt ist. Die Kosten für diesen Aufenthalt beliefen sich auf 1.721,00 EUR.
    Allen denen, die mein Leid nun auf die Fahrweise zurückführen wollen, sei gesagt. Mein Toyota fährt nie schneller als 130km/h bei 3.400 Umdrehungen. Allein lange Autobahnfahrten beschleunigen den Verschleiß. Einen Flash-lub habe ich natürlich auch, ohne den hätte ich ja nicht mal einen Umrüster gefunden. Doch der Flash-lub schützt, wenn man von Schutz reden kann, nur die Einlass-, aber nicht die Auslassventile und gerade die verbrennen dann. Genauso kann ich nicht bestätigen, dass Reimporte weniger anfällig sein sollen, denn mein Toyota ist ein dänisches Modell. Als dritten Grund könnte man die Gasanlage nennen. Verbaut wurde in meinem Toyota eine von Tatarini. Auch wenn Tatarini seine deutsche Niederlassung und damit den Vertrieb geschlossen hat, bedeutet es ja nicht, dass sie deswegen schlecht ist.
    Ein Grund ist vielmehr, dass dem Autogas wichtige Aditive fehlen, die einen erhöhten Verschleiß verhindern könnten.

    Fazit: Wer sorgenfrei Autogas fahren will, sollte sich keinen Japaner kaufen, mit Ausnahme derer, die vom Hersteller direkt mit Autogas angeboten werden. Auch bei Subaru gibt es Modelle mit weichen Ventilen und Ventilsitzen. Mein VW Polo, den ich zuvor hatte, machte keine Zicken im Gasbetrieb. Deshalb, ältere Fahrzeuge sind besser geeignet als die neuesten Modelle.

    Nun würde ich mich freuen, wenn ich ein paar Feedbacks auf meinen Beitrag erhalten würde. Auch ich weiß nicht alles und möchte weiter dazulernen. Interessieren würde mich zusätzlich, ob jemand Erfahrung mit LPI-Anlagen, also Anlagen, die das Gas flüssig einspritzen und nicht erst verdampfen, in Kombination mit diesem Motor hat?
     
  2. AdMan

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  3. #2 der_flieger, 06.01.2010
    der_flieger

    der_flieger Mitglied

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    Hallo Nikana,
    willkommen in Club der ZZ-FE Fahrer mit gasfesten Sitzringen! Ich wiederhole hier mal meine Antwort auf Dein Posting bei Autogas-Boerse.de, weil vermutlich nicht alle Besucher dort auch mitlesen:

    Soweit meine Antwort damals. Deine Erfahrungen sind für uns interessant, weil sich einmal mehr zeigt, dass man diesen Motor bzw. Zylinderkopf mit bundesdeutscher Autobahn-Richtgeschwindigkeit ruinieren kann. In Deinem Fall trat der erste Schaden früh ein. Das mag daran liegen, dass die Anlage anfangs zu knapp eingestellt war; genauso an der Tatsache, dass Du den nagelneuen Motor umgerüstet hast. Im Benzinbetrieb sammeln sich die schützenden Additive erst langsam an und bringen dann einen gewissen Schutz mit, der eine Weile anhält. Wenn Du dazu mehr wissen möchtest, lese nochmals die erste Seite von Jan's großem 1ZZ-FE Thread. Dann suche nach den Kommentaren und Links von Peter "toyotix", seine Infos sind von Premniumqualität! Er weiß wovon er spricht!

    Dazu: Auch die Serienventile sind selbstverständlich gehärtet! Es sind die feinen Unterschiede im Gefügeaufbau des Materials, in der Tiefe der Härteschicht und im Zusammenspiel der Sitzring- und Ventiltellermaterialien, die hier über die Standzeit entscheiden! Auch hier ist es für uns interessant, wie sich die Sache bei Dir langfristig entwickelt! Bitte halte uns informiert! Es wäre schön, wenn Du in nächster Zeit Dein Ventilspiel in regelmäßigen Abständen kontrollieren (und protokollieren!) könntest. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Motorkontrollsystem sehr tolerant ist. Es lässt schon sehr große Abweichungen zu, bevor die Kontrollleuchte aufleuchtet. Verlass Dich besser nicht darauf, dass alles okay ist, bloß weil sie noch nicht anschlägt - das ist dann schon oft Endstation Hitzeschaden.

    Peter hat mir versichert, dass die Ventile & Sitze „auch in der gasfesten Ausführung jede Art der ‚Hilfe’ benötigen“, um Dauerhaft beständig zu bleiben. Dauerhaft im Sinne von Großserienqualität der Motorenhersteller. Das war der Grund für meine Entscheidung zu Einbau des ValveProtector Dosiersystems trotz der gasfesten Sitzringe, und Verwendung von SuperPlus als Startbenzin.

    Verwendest Du noch weiterhin Flashlube?

    Die Art der Gaszuführung (flüssig / gasförmig) ändert vermutlich nichts am Verschleißverhalten. Der springende Punkt ist die Abwesenheit der die Trennschicht bildenden Additive. Wohl aber halte ich es für wahrscheinlicher, dass man ein Additiv wie Flashlube mittels Dosierpumpe sehr gezielt und gleichmäßig ins flüssige gas einbringen kann, ohne dass eine Entmischung statt findet. Dies ist eine der Voraussetzungen für eine gleichmäßige Verteilung auf alle Zylinder. Also ein Plus für die LPI's.

    Was ich noch gerne wüsste: Was sagt denn Dein Umrüster zu all dem Schlamassel? Wie bist Du vor der Umrüstung beraten worden? Hattest Du eine Zusatzversicherung?

    Hoffe noch weiter von Dir zu hören! Und: Gute Fahrt!

    Gruß,
    Martin
     
  4. #3 svenska, 06.01.2010
    svenska

    svenska Grünschnabel

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    Hallo Nikana,

    schade, dass dir praktisch das Gleiche wie mir passiert ist.Nur ich trottel hab damals alles wieder original Einbauen lassen, so dass es jetzt wieder nach 40000km genauso aussieht und ich nur noch Benzin fahren kann.
    Es ist zum heulen...
    am liebsten würde ich verkaufen, aber was bekommt man da schon dafür....

    grüße
    svenska
     
  5. #4 der_flieger, 07.01.2010
    der_flieger

    der_flieger Mitglied

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    Hallo nikana,

    hier findest Du noch etliche Infos zum Thema Flüssigeinspritzung. Jan berichtet dort von einem französichen Fahrer (Doise), der 80.000 km (vermeintlich) problemlos gefahren ist. Wenig später kam die Meldung von 'Ventilspiel weit unter Soll nach 90.000 km'. Peters Antwort darauf ist sehr interessant.

    Auch Motu sitzt bei 60.000 Gaskilometern mittlerweile vor einem großen Haufen Kosten wegen eingelaufener Ventile.

    Viel Spaß,
    Martin
     
  6. nikana

    nikana Grünschnabel

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    Sorry für die etwas längere Wartezeit, aber nun will ich mal all die Fragen versuchen zu beantworten.

    Zum Thema Flash lub.
    Ja, ich fahre nach wie vor mit Flash lub, da die elektronische Variante eigentlich nichts anderes ist, eben halt nur elektronisch. Was bei meinem Motor nicht funktioniert, ist, dass er automatisch ab 4.000 Umdrehungen auf Benzin umschaltet. Das ist für mich aber auch nicht interessant, da ich weiterhin nur im mittleren Drehzahlbereich fahre. Damit breche ich zwar keine Geschwindigkeitsrekorde, nur ist der Avensis dafür ohnehin nicht das richtige Auto. Zumal in meinem noch eine AHK und eine Standheizung verbaut ist, was zusätzliches Gewicht bringt und an der Leistung zehrt.

    Die zweite Frage zielte auf meine Werkstatt / Umrüster ab.
    Dazu muss ich eine kleine Vorgeschichte erzählen. Ich habe mich für den Avensis entschieden, da Toyota aus meiner Sicht sehr gute und vor allem zuverlässige Autos baut. Ich kann es mir nicht leisten (zeitlich und finanziell), ständig mein Auto in die Werkstatt zu geben, um Dinge reparieren zu lassen, die in der heutigen Zeit theoretisch nicht mehr kaputt gehen dürften. Nun wollte ich eigentlich die 2-Liter Variante des Avensis kaufen, da das aber ein Direkteinspritzer ist, hätte ihn mir meine Werkstatt nicht umgerüstet. Also schloss ich den Kompromiss und nahm die kleinere Maschine. Mein Umrüster hat mich vor der Umrüstung über die Risiken aufgeklärt und mir auch zu verstehen gegeben, dass keine Garantien oder Versicherungen seitens Toyota und auch des Herstellers der Gasanlage angeboten werden. Somit wusste ich von Anfang an, dass das Risoko voll auf mich übergeht. Aufgrund guter Erfahrungen mit meinem vorherigen Auto, was die selbe Gasanlage inne hatte und auch von meiner Werkstatt umgebaut wurde, schätzte ich das Risiko als eher gering ein. Wie sich herausstellte, eine Fehleinschätzung. Alles Heulen ändert nichts an der Tatsache, dass es nun so ist, wie es ist und ich damit leben muss. In der Hoffnung, dass nach der Reparatur nun alles in Ordnung ist, fahre ich meinen Avensis bis zum bitteren Ende. Er bekommt allen Service, den ich bzw. die Werkstatt bieten kann. Das Ventilspiel kann ich selbst nicht kontrollieren - dazu fehlt mir der nötige Sachverstand.

    So, nun sollten alle Fragen beantwortet sein.
    Ich werde mich auf jeden Fall in regelmäßigen Abständen mit Kommentaren und Beiträgen melden, so dass alle Betroffenen auch von meinen Erfahrungen profitieren können.
     
  7. Sushi

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    Ich kann nur hoffen das andere die ganzen Berichte lesen und sich wirklich genau überlegen ob Gas mit einem Toyota (ZZ Motor) Sinn macht :].


    Thomas
     
  8. #7 findus2099, 12.11.2010
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    Hallo zusammen
    um mal Feedback von einem Leser zu geben:

    Dieser Thread hat mich womöglich vor einem Fehlkauf bewahrt!! Ich wollte diesen Avensis mit LPG Anlage kaufen, hab mich aber nachdem ich eure Berichte gelesen habe von dem Gedanken verabschiedet.

    Einen Avensis würde ich trotzdem immer noch gern nehmen, aber ohne LPG o.ä. Umrüstungen.

    Viele Grüße
     
  9. voodoo

    voodoo Lebende Foren Legende

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    Wir haben ca. 5 Avensis mit 1ZZ auf Autogas und alle laufen ohne Probleme.
    Sind alles Frontgas anlagen und alle wurden bei uns im Autohaus eingebaut und werden auch da gewartet.
     
  10. #9 waechter77, 13.11.2010
    waechter77

    waechter77 Mitglied

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    Hallo und erstmal herzliches Beileid zu Deiner Erfahrung.

    Bei mir läuft alles wunderbar, mittlerweile fast 50.000km mit LPG und ohne Probleme unterwegs.
    Verbaut ist eine KME Diego mit Valveprotector, das Additiv wird in die Gasphase über die Rails eingeleitet.

    Gruß
    Flo
     
  11. #10 franzolin, 31.01.2011
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    franzolin Grünschnabel

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    Hallo,
    bin neu in diesem Forum und möchte meine Erfahrungen mit dem 1.8 Avensis T25 mit Gasumbau berichten.
    Ich habe den Avensis seit 08/05, gekauft als Jahreswagen mit 18.000km. Die Umrüstung auf LPG erfolgte mit einer Landirenzoanlage sofort nach dem Kauf bei dem AGZ München. Seither bin ich 120.000 km mit Gas gefahren. Probleme: einmal Verdampfer abdichten (200.-€) zwei Injektoren defekt(einmal Garantie, zweites Mal 100.-€) Zweimal das Ventilspiel kontrolliert, bei 100.000 km nachgestellt. Übrigens kein Flashlube verbaut.
    Ansonsten alle 30.000km Filter getauscht und bei 100.000 km neue Platinkerzen. Das wars...fahre jeden Tag 100 km Autobahn mit Tempomat 120 -130km/h. Gasverbrauch ca. 8,5 l.
    Jetzt das spannendste: Ich erhielt von Toyota vor 5 Monaten einen neuen Shortblock(Rumpfmotor), weil ich einen Ölverbrauch ab 60.000 km von ca 1,5l/1000km hatte. Das Problem ist ja hinreichend von den ersten T25 1.8 bekannt. Bei dieser Gelegenheit wurde der Zylinderkopf demontiert und die Ventilsitze in Augenschein genommen....alles bestens, normaler Verschleiß für gute 130.000 km, ich war selbst erstaunt. Habe zwischenzeitlich nach dem Motortausch ein elektronisches Flashlube nachrüsten lassen, damit mein Kleiner die nächsten 130.000 km auch noch runtergeigt.
    Mein Fazit: Entweder bin ich die krasse Ausnahme oder spielt der Fahrstil und das Streckenprofil doch eine größere Rolle als geglaubt.
     
  12. #11 Mister MMT, 31.01.2011
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    hallo Franzolin,

    Danke für diesen sehr interessanten Erfahrungsbericht! Bis auf das nicht Verwenden (bis vor Kurzem) des Flash Lubes hast Du alles nach dem Handbuch gemacht: kein Hetzen (dein sehr niedriger Verbrauch belegt dies), regelmäßige Ventilspielkontrollen, rechzeitiges Nachstellen, und guter Wartung.

    Wer hat dich so gut bezüglich Kontrollen und Wartung beraten?

    Dies macht natürlich Mut, obwohl es m.A. klar ist, dass tatsächlich dein Streckenprofil und Fahrstil maßgebend gewesen sind.

    Ich wünsche dir weiter problemlose 13000 km, und würde mich freuen von dir weiter auf dem Laufenden gehalten zu werden.

    SG

    Jan
     
  13. #12 STRosenow, 01.02.2011
    STRosenow

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    Ich habe in diesem Fred sehr viel von gehärtet und Gasfest gelesen und wollte dahingehend nochmal für Aufklärung sorgen.

    1. gehärtet: wird da gar nichts. Es geht hier ausschließlich um ein aufrechterhalten der erforderlichen Festigkeit bei der durch den Gasbetrieb überlichen Verbrennungstemperatur. Grundsätzlich muss das Ventil eine höhere Festigkeit besitzen als der Kopf. Daher ist es wichtig, neben einem Temperaturgeeigneten Werkstoff auch darauf zu achten, dass die Sitzringe nicht härter als die Ventile sind.
    Gehärtetes Material ist auch hierfür völlig ungeeignet, da es bereits nach kurzem Betrieb des Motors seine Festigkeit wieder einbüssen würde.

    2. gasfest: sollten nur die Ventilsitzringe der Auslassventile gemacht werden. Der Zylinderkopf besteht im allgemeinen aus einer Aluminiumlegierung und ist deshalb nicht sehr temperaturbeständig. Ventile sind aus einem anderen Material, dem der Temperaturunterschied beim Gasbetreib häufig nichts anhaben kann. Sie nutzen sich lediglich durch das harte Aufschlagen am Kopf ab, wenn das Ventilspiel nicht mehr stimmt. Werden nun gasfeste Sitzringe eingebaut müssen die Ventile neu darauf eingeschliffen werden, d.h. sie werden i.d.R. auch ersetzt. Ein spezielles Material ist aber meist nicht erforderlich.

    Die Einlassseite kommt nicht direkt mit den heißen Abgasen in Berührung und wird durch einströmende Frischluft zusätzlich gekühlt. Hier gibt es daher eigentlich keine Probleme. Leider wird im allgemeinen empfohlen diese Seite auch gasfest machen zu lassen, aber das ist Geldschneiderei.
     
  14. #13 waechter77, 01.02.2011
    waechter77

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    Mittlerweile 60TSD auf der Uhr...weiterhin keine Probleme!

    Gruss
    Flo
     
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  16. Doise

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    Erfahrungsbericht Avensis Icom-JTG

    Hallo Avensis-Autogas-Fahrer,
    Ich bin der "Französische" (eigentlich Belgische) Avensis-Fahrer von wem Jan berichtet hat.
    Habe zufällich dieses Forum gefunden und wollte mich mal melden weil ich aus eigener Erfahrung weiss, wie schade es ist wann die Informationen fehlen oder wann ein Thread plötzlich aufhört.
    Ich bin auch bereit, jederzeit auf Fragen zu antworten.

    Der Bericht von Nikana schildert ziemlich genau was mir auch passiert ist, obwohl etwas später (kilometerweise). Ausserdem geht es bei mir um einen 1.6 Liter Motor.
    Bei mir wurde die Icom Jtg (Flüssiggasanlage) nach 60.000 km eingebaut. Die erste Ventil-Revision war fällig nach 90.000 km - d. h. 150.000 auf Zähler - (beinahe immer auf LPG gefahren, ruhig und mit Flashlube). (450 €)
    Dann fuhr das Auto noch ca 22.000 km.
    Die Ventile wurden dann neu geschliffen und zwei sogar ausgetauscht.
    Der Mechaniker war so schlau, das Ventilspiel grösser einzustellen als normal notwendig war. Immerhin kostete mir das 1950 €, was ungefähr jeden Gewinn verschwinden liess...
    Seitdem bin ich wieder 10.000 km gefahren ohne Gas-Schwierigkeiten.

    Mir scheint, dass die grösse des Motors eine Rolle spielt: in Frankreich wird nur der 2.0 Liter Avensis auf Gas umgestellt ohne Zilinderkopfänderung. Für die kleineren Motoren wird immer verlangt, den Zilinderkopf anzupassen. Habe auf ein italienisches Forum gelesen, wie bei noch kleineren Toyota-Motoren (etwa beim Yaris) die Ventile noch viel schneller hinübergehen. Der Grund wäre, dass die kleinere Metallmenge die Hitze schlechter abführt.

    Ich hoffe, ich habe mit dieser Antwort ein Wenig dazu beigetragen, bestimmte Fragen leichter zu machen (soll ich umbauen lassen oder nicht?).;):D
    Ich würde auf keinen Fall mehr einen kleinen Toyotamotor umbauen lassen. Und die grossen sind für mich sowieso zu teuer...
    Alles Beste!
     
  17. #15 Mister MMT, 19.07.2011
    Mister MMT

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    Hallo Doise,

    schön wider von Dir zu hören. Anscheinend kannst Du ja weiter auf LPG fahren! Bald steht bei meinem Avensis die große Inspektion inklusive Ventilspielmessen an. Alles läuft bis jetzt bestens, aber ich habe ja erst fast 70000 km mit Autogas drauf. Ich berichte dann auch.

    sG

    Jan (de Gentenaar)
     
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