Digital- vs. Analogamps ?!?

Dieses Thema im Forum "Car Hifi" wurde erstellt von Royal-Flash, 03.08.2007.

  1. #1 Royal-Flash, 03.08.2007
    Royal-Flash

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    Ich wollte mal das Thema Digital vs. Analogendstufen anreißen. Wie sind eure Erfahrungne mit den digitalen Exemplaren im Vergleich zu den bewährten Analogen "Konkurrenten". Lohnt sich der Umstieg bzw. die Investition? Leidet der Klang durch die A/D - D/A - Wandlung oder gibt es gar ne Klangverbesserung? Klärt mich auf!

    Gibt es Headunits/Amps mit Digital-Out/Ins? Findet sowas praktische Anwendung im Car-Hifi Bereich?

    Fragen über Fragen, ihr habt die Antworten!

    Klares Pro ist ja generell die geringere Verlustleistung und die verlustfreie Signalführung innerhalb der Verstärkerschaltung.
     
  2. AdMan

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  3. ylf

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    Nach dem, was mir so zu dem Thema bekannt ist, ist der Begriff "digitaler Verstärker" irreführend. Ein analoger Verstärker ist nämlich nichts anderes, als ein analoger Multiplizierer. Das digitale Pendant dazu wäre eine ALU (Arithmetisch, Logic Unit), wie sie in jeder CPU vorhanden ist. Das, was als digitaler Verstärker vermarktet wird, ist nichts anderes, als ein nach einem anderen Prinzip arbeitender Verstärker, mit digitaler Technik hat dies nur bedingt etwas zu tuen. Einen digitalen Eingang hat das Teil normalerweise auch nicht, bzw. die Signalverarbeitung ist nach wie vor analog. Der einzige Vorteil einer digitalen Signalübertragung zwischen Quelle und Verstärker wäre die geringere Störanfälligkeit. Ein D/A-Wandler im Verstärker funktioniert prinzipiell auch nicht besser, als ein D/A-Wandler im CD-Player oder sonst wo.
    Wo ist jetzt der Unterschied zum analogen Verstärker?
    Beim analogen Verstärker liefert das Netzteil quasi eine konstante Spannung. Die Differenz zwischen dieser Spannung und dem Signal verwandeln die Leistungstransistoren in Wärme. Das ist die Verlustleistung. Das entspricht dem Prinzip des Längstregler in einem DC-Netzteil. Der verbrät auch einfach das, was zu viel ist.
    Was macht der "digitale" Verstärker?
    Der digitale Verstärker arbeitet wie ein Schaltnetzteil. Der Leistungstransistor wird nicht stufenlos geregelt, sondern stufenlos Ein- und Ausgeschaltet. Dies geschieht mit wesentlich höherer Frequenz, als die Signalfrequenz, sodaß man die eigentliche Schaltfrequenz ausfiltern kann. Vorteil bei der Geschichte, die Verlustleistung des Leistungstransistors. Weil dieser entweder voll sperrt oder voll leitet, bleibt sie auf ein Minimum beschränkt. Was heißt das nun wieder? Wir können mit dem selben Transistortypen eine höhere Leistung fahren und der Gesamtwirkungsgrad verbessert sich. Für die Signalqualität müssen wir aber Sorge tragen, daß die Schaltfequenz sauber ausgefiltert wird und andererseits unser eigenliche Nutzsignal dabei möglichst nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

    bye, ylf
     
  4. #3 Royal-Flash, 04.08.2007
    Royal-Flash

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    Sind ja schonmal ein paar Anhaltspunkte. Sicher.. die "Samplingfrequenz" muss frei nach Shannon mind. doppelt so hoch sei wie die maximale Frequenz des zu übertragenden Signals. Bin mal gespannt, was noch bei rum kommt. Falls zufälligjemand 'n Schaltplan von nem Digi-Amp zuviel hat, kann er den mir gern auch zukommen lassen.
     
  5. #4 EckigesAuge, 04.08.2007
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    Nach Shannon doppelt, aber wenn du überlegst, dass du da mit einer PWM ein Signal abbilden willst, bekommst du bei doppelter Abtastung deiner maximal zu übertragenden Frequenz (z.Bsp. 40kHz PWM bei 20kHz Audio) ja nur noch 2 Punkte (min + max) die diese Wellenform nachbilden. Da hast du dann extrem hohen Klirranteil drin.
    Als Daumenwert geht man von 10x max. zu übertragende Frequenz aus. Üblicherweise arbeiten Digitalverstärker mit 384kHz PWM. Es gibt auch Konzepte mit PDM, diese arbeiten dann mit Frequenzen im MHz-Bereich (z.Bsp. 5,6MHz!!!).
    Ausschlaggebend für die Qualität des Audiosignals sind Frequenz des Trägersignals, des Netzteils, der Totzeiten im System (Push-Pull - Übernahmetotzeiten) und v.a. der Ausgangsfilter.
    In meiner Diplomarbeit habe ich so einen Kram gemacht - mit mäßigem Erfolg. Da gehört schon ne Menge dazu, und eine einfache PWM ist billig, aber eigentlich nur für einfache Anwendungen oder den Subwoofer-Bereich brauchbar. :rolleyes:

    Wenn Digi-Amp, dann würde ich mich nur im Subwoofer-Bereich dafür entscheiden - also da, wo man wirklich Leistung braucht (wobei die akustischen Kompressionseffekte im Auto das "angenehmer" machen als bei Home-Hifi). :]
     
  6. ylf

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    Ähm, Pulsdauer und Pulsweitenmodulation ist das gleiche.
     
  7. #6 EckigesAuge, 04.08.2007
    EckigesAuge

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    PulsDICHTEmodulation... ;)
     
  8. #7 EnT(18)husiast, 04.08.2007
    EnT(18)husiast

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    Also rein klanglich konnen die meisten digitalen Amps den Analog Amps nicht das Wasser reichen. Das is meine Erfahrung. Es gibt ein paar wenige digital Amps die auch für Mitten und Höhen geeignet sind, aber die meisten sind gerade mal für den Subwoofer Betrieb akzeptabel.

    Der grosse Vorteil ist der Wirkungsgrad, da ein Digital Amp wesentlich weniger Leistung in Wärme umsetzt muss man weniger Strom für diesselbe leistung zur Verfügung stellen.... Ein guter Digital Amp hat einen Wirkungsgrad von zu 80-90% ein Analog Amp nur 50-60% der rest is wärme.....

    Dafür klingen die Analog Amps besser, der Dämpfungsfaktor is wesentlich besser. Selbst teure Digital Amps kommen nicht an gleichteure Analog Amps ran. Habe schon ein paar gehört und der Bass klingt nicht so kontrolliert....
    Schnelle Beats kommen meist nicht mehr so prazise und die Membran schwingt deutlich länger nach.

    Is immer die Frage ob viel Leistung oder guter klang. Viel Leistung und guter klang geht nur mit Analogen Amps die aber viel Strom brauchen.
     
  9. #8 EckigesAuge, 04.08.2007
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    AB-Verstärker: ca. 60% (die meistverwendeste Klasse)
    A-Verstärker: ca. 35%
    AA-Verstärker...

    usw... ;)

    New Class A (AA) wird im High-End-Home-Hifi-Bereich teilweise verwendet. Da wird das Netzteil in Klasse A betrieben, genauso wie die Endstufe. Macht einen miserablen Wirkungsgrad... Als wenn der Lautsprecher mit seinen 0,5% nicht schon einen schlechten Wirkungsgrad hätte... :rolleyes:

    Achja... bevor ich es vergesse:
    Röhrenverstärker!

    K2, ich komme! :D
    (Für Insider...)
     
  10. #9 Royal-Flash, 04.08.2007
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    Bitte mehr von dem Fachchinesisch. Ich steh drauf. Ne, im Ernst. Find es Interesant, was hier gepostet wird, vertieft mei Vorwissen ein wenig, sprich ich bin nicht ganz unbefleckt in dem Bereich.
     
  11. ylf

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  12. #11 Royal-Flash, 05.08.2007
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    Was ich sagen wollte ist, dass ich weiß, wodrüber ihr redet. Die verschiedenen APs sind mir durchaus ein Begriff. Bin ja quasi vom Fach, zumindest was die elektrotechnische Seite angeht.
     
  13. #12 EckigesAuge, 05.08.2007
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    Zurück zum Anfang: Ja, das gibt es, hab ich schon gesehen. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.
     
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  15. #13 Toyoraner, 06.08.2007
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    Also meine Home-Hifi-Anlage von Yamaha hat auch Digitalendstufen und ich kann mich über Sound und Klang nicht beschweren!
     
  16. #14 Psychomax, 08.08.2007
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    Also ich bin ein Fan von der Alpine PDX Serie. Die sind sehr sehr geil. Und können sehr wohl den Analogen Amps das Wasser reichen...
     
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