Breitreifen verkürzen den Bremsweg???

Dieses Thema im Forum "Sonstiges" wurde erstellt von Jevil, 29.09.2002.

  1. Jevil

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    Habe gerade im G6-Center gelesen das Breitreifen den Bremsweg verkürzen. Leute, das ist Schwachsinn, glaubt das nicht. Zwar stimmt es, dass die Auflagefläche grösser ist, aber die wirkende Kraft pro Fläche wird kleiner. Die Gesamtkraft zur Strasse ändert sich nicht und somit auch nicht die Haftung.
     
  2. AdMan

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  3. P7er

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    Dann dürfte ich in Kurven mit Breitreifen auch nicht mehr Haftung haben oder wie? :D
     
  4. Jevil

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    Richtig. Wenn Du besser durch die Kurve kommst, kann es daran liegen, dass die Reifen aufgrund ihrer Breite in sich etwas stabiler liegen, der Haftungswert des gesamten Fahrzeuges wird nicht durch die Auflagefläche bestimmt, kannst Du in jedem Physikbuch nachlesen.
     
  5. #4 carthum, 29.09.2002
    carthum

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    @Jevil:

    Wo hast Du denn diese Theorie her?!? ?( ?(
     
  6. P7er

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    Sorry aber das kann nicht sein!<br />Ich bin schon x Bereifungen auf dem Starlet gefahren Du vergißt scheinbar auch das jeder Reifen eine andere Gummimischung hat und das der Querschnitt auch einiges ausmacht.

    Fakt ist, das ich mit 195ern WESENTLICH schneller um die Kurven komme als mit der Serienbereifung.
     
  7. P7er

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    Was mir so einfällt die Physiklehrer nehmen für Haft und Gleitreibungsversuche immer nen kleinen Holzblock und hängen einen Newtonmesser dran und ziehen das Teil übern Schreibtisch.

    Das ist nur nicht so ganz realitätsnah ;)
     
  8. Jevil

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    Dass bezweifele ich ja garnicht, dass Profil, Mischung und auch Grösse der Felge eine Rolle spielen, nur an der eigentlichen Breite und somit der Auflagefläche liegt es nicht.
     
  9. #8 Jackhammer, 29.09.2002
    Jackhammer

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    ...nee is klar. ;) <br />Tut mir Leid, aber ich bin dagegen. Was meinst Du mit: "die wirkende Kraft pro Fläche wird kleiner."..?<br />Mir ist klar, dass breitere Reifen nicht gleich bessere Haftung bedeuten müssen, aber Breitreifen dienen ja nicht nur der Optik, sondern sollten auch eine etwas andere Gummimischung haben, für bessere Haftung... Welcher Reifen sich jetzt positiv oder negativ auf den Bremsweg auswirkt muß man testen, aber generell kann man nicht sagen, dass Breitreifen keine größere Haftung haben...
     
  10. P7er

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    Rein Theoretisch hätte er Recht wenn man, wie von Alex schon geschrieben, den Reifen als Fläche mit stets gleichem Material und Reibwert sieht. Nur kommt das bei Reifen im Grunde nicht vor.

    Meiner Meinung nach hat man mit einem breiteren Reifen immer mehr Haftung (im Trockenen) es sei denn man wechselt von einem sehr hochwertigen Serienreifen auf den billigsten Breitreifen. Das könnte dann sogar ein Rückschritt sein.

    Aber wenn ich jetzt von 145er Reifen auf 185er Yokohama oder 195er Uniroyal Rainsport 1 wechsele dann habe ich garantiert deutlich mehr Haftung, weil das Hochleistungsreifen sind. Mal außen vor gelassen, das die am Starlet nicht sein müssen.
     
  11. #10 Andreas-M, 29.09.2002
    Andreas-M

    Andreas-M Guest

    Breiterer Reifen = bessere Bremswirkung auf trockener Fahrbahn, ist doch klar. Genauso umgehehrt: breitere Reifen=bessere Beschleunigung weil weniger durchdrehende Reifen.<br />Schraub mal bei ner Supra statt 255er nur 185er drauf, was meinste wie geil Du da vom Fleck kommst... Garnicht, weil weniger breite = weniger Grip. :D
     
  12. Toy

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    dies und das...
    @ Jevil...<br />das is ja nu Käse...<br />Also wir gehen von Optimalbedingungen aus. Bedeutet: trockene Strasse, eben, Asphalttemp > 25° C...<br />Dann nehmen wir meine Celi, fahren mit den 215er 100km/h, an einem bestimmten Bremspunkt voll in die Tasten und da wo sie stehen bleibt Pylonen aufstellen...<br />Dann nehmen wir 185er- die ich auch fahren dürfte, beschleunigen wieder auf 100 und machen an der gleichen Stelle ne Vollbremsung. <br />Was glaubst Du, wie weit die Hütchen fliegen?<br />Weit!

    Toy
     
  13. Jevil

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    Was glaubst Du, was ausser der Reifenbreite noch für Unterschiede zwischen Deinen breiten Schläuchen und den 185ern sind, hm?

    [ 29. September 2002: Beitrag editiert von: Jevil ]
     
  14. Toy

    Toy Moderator

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    Und was glaubst Du, hat der Querschnitt mit dem Bremsweg auf trockener, ebener Strasse geradeaus zu tun?

    toy
     
  15. RST

    RST Fahrzeug Techniker

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    Jevil hat recht, was die Sache mit Kraft pro Fläche anbelangt. Angenommen ein schmaler Reifen hat 30cm² Auflagefläche. Das Auto drückt pro Reifen mit einer Kraft von 250 Kilo auf den Asphalt, dann läßt sich maximale Haftreibung in Relation zu den 30 cm² setzen.<br />Macht man den Reifen breiter, so hat er z.B. 50 cm² Auflagefläche. Bei gleichem Reibungskoeffizient bleibt die Relation die gleiche, sprich der Quotient Kraft/Fläche wird kleiner!<br />Der Unterschied ist der, daß der Reibungskoeffizient bei verschiedenen Reifen nie gleich sein wird! Und der setzt sich natürlich sehr kompliziert aus Profil, Gummimischung usw. zusammen.

    Sorry, das war jetzt etwas akademisch... färbt halt doch ab... rolleyes
     
  16. David

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    aber recht hast du, rst.
     
  17. #16 Blizzard, 29.09.2002
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    was man natürlich nicht vergessen darf ist (ich geh jetzt mal vom Idealfall 'Trockene Straße' aus), dass die Straße einfach nicht glatt ist, sondern rauh. Hat man einen schmalen Reifen, dann krallen sich von mir aus (ist jetzt nur ein Beispiel) 1 Mio. Gummi-Teilchen im Teer fest. Hat man einen sagen wir mal 10% breiteren Reifen, dann krallen sich auch 10% mehr Gummi-Teilchen Im Teer fest. ==> mehr Grip

    Bei Schnee oder schmieriger Straße sieht das ganze wieder anders herum aus, dann ist die Straße nicht mehr so rauh und die Gummi-Teilchen können sich nicht mehr im Teer festkrallen. Dann ist man mit einem schmaleren Reifen besser bedient, da dann der Druck (=Kraft/Fläche) größer wird. Erst dann ist das klassische physikalische Beispiel der Haftreibung gegeben, vorher spielen noch andere Komponenten mit.

    [ 29. September 2002: Beitrag editiert von: Blizzard ]
     
  18. Toy

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    @ RST...<br />soweit die Theorie. Haben es aber mit identischen Reifen gleichen Alters/Profilgrösse (neu) nur unterschiedliche Breite ausprobiert. Der 215er nimmt dem 185er aus 100 KM/h eta 2,3 m ab. Von der Kurvengeschwindigkeit brauch ich gar nicht anfangen... Ich glaube im "Elchtest" waren es so ca 5KM/h mehr, bis er ausbricht...

    Toy
     
  19. David

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    Ja gut, ok, jetzt kommt das komplizierte..

    Wir reden hier ja von der Haft-Reibung (aslo wenn der Reifen nicht blockiert). Nunja, ein breiterer Reifen wird in der Praxis wohl nicht so schnell blockieren wie ein schmalerer, was wieder mit dem Kraft/Fläche-Quotient zusammen hängt. Und da die Haftreibung wesentlich höher als die "Rutschreibung" (mir fällt das Wort nedd an), könnte genau das die 2,3m ausmachen.
     
  20. AdMan

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  21. Hardy

    Hardy Guest

    Sorry, aber ist doch logisch! ;) <br />Gerade beim Bremsen spielt nicht nur die Gewichtskraft des Autos eine Rolle, sondern die Vorwärtsbewegung. Diese gilt es zu stoppen. Das von Blizzard mit dem Festkrallen beschreibt es ganz gut.<br />Wirklich entscheidend ist aber, daß die Haftung der Reifen bei einer Vollbremsung im Normalfall geringer ist als die der Bremse. Das bedeutet, bei einem serienmäßigen Auto wird man durch eine Vollbremsung die Reifen zum Blockieren bringen bzw. das ABS auslösen, weil die Reifen überfordert sind; ihre Haftungs-Grenze ist überschritten. Und das kann man mit Breitreifen ändern. Diese haben eine höhere Haftungsgrenze. GERADE WEIL wie von Jevil beschrieben die Gewichtskraft pro Flächeneinheit der Reifen-Auflagefläche bei Breitreifen geringer ist, werden diese nicht so stark belastet, daß sie ihre Haftungsgrenze erreichen (bzw. sie erreichen sie später)

    Ich hoffe, das war verständlich.
     
  22. #20 HappyAlien, 29.09.2002
    HappyAlien

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    Die Blockiergrenze der Reifen wird duch die geringere Reifenbelastung verschoben, hab ich das richtig verstanden?
     
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Breitreifen verkürzen den Bremsweg???

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