Böse Ausfressungen durch Kühlwasser am Motorblock 3SGE

Diskutiere Böse Ausfressungen durch Kühlwasser am Motorblock 3SGE im Motor Forum im Bereich Technik; https://www.fensport.co.uk/parts/toyota/celica/2-0-gt-st182/engine-parts/3s-gte-rev1-and-2-1-2mm-multi-layer-steel-head-gasket/...

  1. corjoh

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  3. #22 AutobahnA1, 25.05.2019
    AutobahnA1

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    Leider habe ich das Auto ja in eine Werkstatt gegeben. Die wollen den so nicht wieder zusammenbauen. Der Motorbauer hat sich nicht die Mühe gemacht den Block vorher "live" zu begutachten. Also ausgebaut, zum Motorbauer gekarrt und der sagt jetzt (nach den entstandenen Kosten für den Ausbau!), lohnt nicht. Wird mit Kolbenbearbeitung zu teuer! Habe ich mir vorher gedacht. Aber leider redet der wohl nur mit seinen Werkstattkunden. Ich werde mir den Block am Montag abholen. Dann werde ich auf einer ebenen Fläche versuchen, die Dichtfläche einigermaßen zu schleifen. Dann werde ich den Zylinderkopf montieren und das ganze so zum Einbau bringen. in dem Moment ist es ein angelieferter Motor und der Werkstatt kann es egal sein ob die den Einbauen. Wenn ich einen anderen anliefere, bauen die den ja auch ein. So spare ich sogar noch Kosten für das über schleifen und den Zusammenbau.
     
  4. #23 Schuttgriwler, 26.05.2019
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    Ein Kollege hatte im Lexus Forum eine sehr interessante Dissertation zum Thema destilliertes Wasser in Motoren.

    https://euro.lexusownersclub.com/forums/index.php?/topic/45059-ölkühler/&tab=comments#comment-672251

    Zum Thema "destilliertem" Wasser:



    Jeder lernt in der Schule dass Wasser die Summenformel H2O hat. Ob es jetzt Trinkwasser aus dem Hahn, destilliertes, entsalztes, entgastes, gereinigtes, steriles oder sonstwas ist, es bleibt immer H20.

    Der Unterschied ist, was ist da noch alles drin. Das kann von mechanischem Schmutz über gelöste Salze und Gase alles mögliche sein.

    Im Trinkwasser ist je nach Gebiet mal mehr mal weniger drin. Das kann jeder bei seinem zuständigen Versorger erfragen, meist haben die das schon irgendwo auf ihrer Homepage.



    Das was für's Auto schlecht ist ist da sowieso nicht mehr bzw nur noch in Spuren drin, also daher keine Bedenken. Wohl sind aber Härtebildner drin, das was dann landläufig den "Kalk" bildet. Das dürfte auch jeder kennen, Stichwort weiches oder hartes Wasser.

    Daher nimmt man zur Verdünnung "destilliertes" Wasser. Wenn man mal auf den Kanister schaut, steht die DIN-Norm wonach es behandelt wurde, zumeist steht da demineralisiert. Das heißt nichts anderes als entsalzt, also die gelösten Stoffe entfernt. Da steht mit Sicherheit nicht destilliert, denn dann wäre der Kanister um ein mehrfaches teurer.



    Was eine Destillation ist wissen vielleicht nicht alle, dabei wird das Wasser verkocht, der entstehende Dampf wieder zu Flüssigkeit kondensiert, und schon hat man destilliertes Wasser. Die gelösten Stoffe bleiben "im Topf" zurück, die gelösten Gase entweichen. Da geht natürlich viel Energie für's Kochen rein, deshalb der Preis. Wenns mehrfach destilliert ist reichts sogar für medizinische Zwecke, dann ist es auch keimfrei.



    Also reicht der normale demineralisierte Kanister völlig aus. Das wird entweder über Umkehrosmose oder Ionentauscher gemacht. Bei dem einen wird das Wasser durch eine Membran gepresst, die im atomaren Bereich "Löcher" hat, da passt nur das Wassermolekül durch, alles andere bleibt hängen. Je nach Membranqualität und eingestellter Ausbeute kommt schonmal das eine oder andere Salzmolekül mit, ist für die Anwendung im Auto aber völlig irrelevant. Meist wird eh noch ein Mischbett dahinter gehängt, dann ist es nahezu VE-Wasser.



    Dann gibt's noch die Entsalzung über Ionenaustauscher, vor allem im Großindustriebereich. Damit erreicht man eine völlige Entsalzung (VE) des Wassers, zusätzlich wird auch entgast. Sprich in diesem Wasser ist ausser möglichen Viren (die im Rohwasser auch drin waren) garnichts mehr drin. Quasi keine elektrische Leitfähigkeit mehr, Föhn in der Badewanne hätte theoretisch keinen Effekt, der würde sogar weiterlaufen wenn er nicht selbst durch anhaftenden Staub etc wieder Ionen ins Wasser lösen würde.



    Soviel zu den verschiedenen Wässerchen als Grundlage.



    Völlig entsalztes Wasser hat pur tatsächlich einen schädlichen Einfluß vor allem auf Aluminium. Bei den Verhältnissen im Zylinderkopf (Temperatur über 100 Grad, Druck) wird das Wasser "gierig" und möchte wieder seine verlorenen Ionen wiederhaben, also löst es welche aus dem umgebenden Material, was besonders Aluminium trifft. Zusätzlich kann auch noch Kavitation dazukommen(Wasser verkocht, dehnt dabei sein Volumen extrem aus um dann sofort wieder zu kondensieren. Das ergibt Mikroimplosionen die auf Dauer das Material abtragen). Die Folge sind ausgewaschene Kühlkanäle. So weit dass keine Kopfdichtung mehr hält oder sogar der Kopf reisst, gern bei BMW und VR6-Motoren. Auch der Kühler leidet. Er setzt sich sogar zu. Denn das was im Motor herausgelöst wird kühlt im Motorkühler wieder ab und fällt dort aus, lagert sich ab und verstopft den Kühler. Zudem liegt der pH-Wert in einem anderen Bereicht weil auch keine Pufferkapazität in VE ist.



    Aaaaaaber - im Kühlkreislauf fahren wir ja nicht nur pures Wasser, sondern den Frostschutz/Kühlerschutz. Wenn man den richtigen für sein Fahrzeug wählt und nicht gnadenlos über- oder unterdosiert ist man vor den genannten Problemen sicher. Man sollte wirklich auch von Zeit zu Zeit die Kühlflüssigkeit erneuern, die "verbraucht" sich tatsächlich.



    Auch die landläufige Annahme man dürfte kein "destilliertes" Wasser trinken stimmt nicht. In sehr vielen Ländern trinken die Menschen sehr viel davon, weil sie denken es wäre reiner.

    Wenn man ne Woche lang jeden Tag 4 Liter davon trinkt und nichts isst oder anderes trinkt, also keine zusätzlichen Ionen nachführt, ja dann bekommt man ein Problem.

    Wer macht das schon? Probiert ruhig mal nen Schluck, da passiert rein garnichts. Kein Gift drin. Es schmeckt aber auch nach nichts.



    Achso, ich stelle seit fast 20 Jahren VE-Wasser aus Oberflächenwasser (Flußwasser) her, stündlich ca 1500 Tonnen, ich kenn mich also etwas mit den Wirkungen auf verschiedene Materialien und unter verschiedensten Bedingungen, auch in Kraftwerken mit über 500 Grad und 300 bar Druck aus.



    Als mein kurzes Fazit:

    Nehmt nen Kanister von dem "destilliertem" Bügelwasser, macht mit dem passenden Glysantin (für Toyota normalerweise G30) die passende Mischung. Alle 4-5 Jahre wechseln, fertig.

     
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  5. #24 AutobahnA1, 10.06.2019
    AutobahnA1

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    Kurzes Update. Nachdem der Motorbauer meinte den Block zu überarbeiten wäre zu teuer, habe ich das jetzt selbst gemacht. Kleine Richtplatte gekauft, Schmirgel aufgeklebt und Block geschliffen. Natürlich ist das die Kurzfassung. Kolben stehen jetzt beim ersten Zylinder 0,18 beim vierten 0,21 mm über. Also minimal schief, kann aber auch an den Kolbenböden liegen. Ansonsten kann ich mit 3hundersteln aber auch leben. Das packt die 1,6 mm Dichtung locker, auch ohne Kolbenbearbeitung. Kopf ist noch beim überarbeiten.
     
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  6. Max T.

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    Block überarbeiten zu teuer? Ich würde mal den Motorbauer wechseln :]
     
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  7. #26 AutobahnA1, 11.06.2019
    AutobahnA1

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    Das zu teuer bezog sich wohl hauptsächlich auf die Kolben, da er ja der Meinung war die müssten gekürzt werden. Ich weiß ja nicht wie stark der den Motor abtragen wollte. und da die Kolben in der Mitte erhöht sind, ist da ja nicht mit abdrehen getan.
     
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