Betriebsrente -- Sinnvoll ?

Dieses Thema im Forum "OFF-TOPIC" wurde erstellt von Andi, 08.11.2010.

  1. Andi

    Andi Lebende Foren Legende

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    Unser Betrieb ( Mittelständisch ca 270 Mitarbeiter ) bietet jetzt eine Betriebsrente an.
    Wie sinnvoll ist so eine ?
    Gibt es irgendwelche nachteile auser dem geringem selbstbeitrag ?
     
  2. AdMan

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  3. #2 Redfire, 08.11.2010
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    Habe ich auch.
    Jedoch vermute ich, das neben meiner Betriebsrente und der Riesterrente irgendwann der Staat sagt:

    Ha, der depp hat gespart, dann brauchen wir dem schon nichts oder fast nichts mehr zu geben....

    Man weiß nie, wie es mal kommt, jedoch wollte ich sicher sein, nicht mit leeren Taschen da zu stehen.
     
  4. #3 joema64, 08.11.2010
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    Es gibt nur einen Nachteil:

    - ist der Laden Pleite sind auch die Renten futsch.

    Es sei denn sie sind als Einzelvertrag mit einem 3.ten Partner, in dem das Unternehmen (und du?) einbezahl(s)t.
    Betriebsrenten sind meist an Zeiten der Betriebszugehörigkeit gekoppelt. Das Kleingedruckte ist hier besonders wichtig.
     
  5. #4 Montags-Celi, 08.11.2010
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    Die Betriebliche-Entgelt-Umwandlung (BEU) hat natürlich Vor und Nachteile:

    pro:
    - die Einzahlungen gehen direkt vom Brutto ab. Man spart also bares Geld durch Wegfall von Steuern und Sozialabgaben auf diese Beträge. Teilweise, auch weil der Bemessungsgrundsatz jährlich angehoben wird, erreichen Personen dadurch eine recht hohe Förderung der Eigenbeiträge.
    - in manchen Branchen wurden die VL durch AVWL ersetzt (z.B. Metall+Elektro und Chemie). Altverträge können zwar weiterbespart werden, aber Neuabschlüsse gehen nur noch per Vorsorgevertrag. Es gibt zwar auch hier andere Lösungen, aber die BEU bietet erst mal gute Möglichkeiten, diese Kohle einzukassieren. Viele organisierte Betriebe zahlen zudem was drauf.

    kontra:
    - Verfügbarkeit extrem schlecht im Vergleich. Dei BEU darf vor Vollendung des 60. Lebensjahrs nichts auszahlen und dann auch nur als Rente.
    - die BEU ist gesetzlich verankert, aber viele Unternehmen drücken sich um ihre Verantwortung und hängen einfach eine Direktversicherung vom nächsten Anbieter (z.B. R+V und solche Kandidaten) rein.
    - die Sache ist somit also angebotsabhängig!
    - Wie die Riester-Rente auch, so dient das Thema BEU den Versicherern als eierlegende Wollmilchsau - die Abzocke ist gewaltig!
    - Die Rente aus BEU-Verträgen unterliegen in der Auszahlphase neben der Steuerpflicht auch der KV- sowie PV-pflicht. Das darf man nicht unterschätzen, sondern das ist ein Brocken, der da futsch ist!
    - Übertragbarkeit schlecht - "funktioniert nur auf dem Papier".
    - für atypische Beschäftigung nicht geeignet (Leiharbeiter bekommen nur das Angebot des Verleihers und Befristete mindern i.d.T. ihre Berechnungsgrundlage für das ALG-1.

    Grundsätzlich: Bei der Altersvorsorge, die ja über mehrere Jahrzehnte geht, darf man sich keine Bruttobeispielrechnungen aufschwatzen lassen. Bei einer angenommenen Inflation von 2,0% die nächsten 30 Jahre entspricht der gesetzliche Mindestzins von 2,25% in den Direktversicherugnsangeboten einer quasi 0-Rendite...
    Das Prinzip BEU bügelt die Verluste schlechter Verträge also nicht aus, sondern darauf kommt es an!

    Gegen eine stiefmütterliches Managment auf Betriebsebene kann praktisch nichts unternommen werden - glücklich diejenigen, die tatsächlich ein gutes Angebot vorliegen haben. Weil die Investitionsrahmenbedingungen für deutsche Versicherer eher schlecht sind und weil sich natürlich viele an den 2,25% orientieren - Hauptsache die eigenen Kasse stimmt... - rate ich zur genauen Prüfung aller Versicherugnsangebote!

    In der letzten Capital (10/2010) steht viel zu dem Thema. Z.B. das eine vereinbarte BEU-Rente von 1000€ nach Abzug von Steuern und Abgaben und 2% Inflation nach 30 Jahren eine Nettokaufkraft von 353 Euro(!) aufweist. Fazit der Redaktion: Für gesetzlich KV-Versicherte steht Riester an erster Stelle. Auch hier gibt es vereinzelt AVWL-Möglichkeiten. Aber: AVWL machen die Auszahlsumme auch KV-/PV-pflichtig. Daher: 2. Vertag für eigene Sparleistungen.

    Allgemeinwissen: Junge Leute mit langer Ansparphase sollten was mit Aktien (also Fondssparplan) machen. Aktien haben in der Vergangenheitsanayse das absolut unangefochtene Renditepotential gehabt. Also dahinter kommt lange nichts (und dann erst mal nur Sachwerte...). Was man zum Teufel nochmal benötigt, ist Rendite! Ich selbst rate deshalb immer wieder zur RiesterRentePRemium von DWS und zwar über

    AVL - als Vermittler (das spart einiges an Kosten).

    Eine weitere Möglichkeit ist das Wohnriester. Aktuelle Konditionen unbekannt, Verfügbarkeit schlechter als Fondsparplan, da Zwang zur Selbstbewohung, Zwang zum Zusammenbleiben (bei Paaren) und Förderschädigung auch bei allen anderen Formen der unerwünschten Aufgabe (Stichwort Zwangsversteigerungen -> schaut mal in die Zeitung!). Ältere, also ab 45 (wobei die RRP nimmt Leute bis Mitte 50!) haben sehr gute Möglichkeiten bei bestimmten überregionalen Banksparplänen.
     
  6. Andi

    Andi Lebende Foren Legende

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    Danke, wenn ich auch nicht alles verstehe.
    Riester über DWS haben wir :]

    Die Betriebsrente würde mich im Monat 23,45 kosten, bei 90 euro die Eingezahlt werden. Geht über die "Nürnberger"
    Würde das so bis zum 65. Lebensjahr laufen würde nach Steuer ne einmalzahlung von knapp 70 000 Euro rauskommen.
    Oder ca 350 eus im monat nach Steuer.

    Ich denk als zusätzliches standbein kann es doch nicht schaden ?
     
  7. #6 Montags-Celi, 09.11.2010
    Montags-Celi

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    Bei einer monatlichen Zahlung von EUR 90 (34,5 Jahre oder 414 Monate) und einer Ablaufleistung von Netto EUR 70.000 erwirtschaftet der Vertrag eine Rendite von 3,39% per anno. Wenn das wirklich die Nettorendite ist, dann ist der Vertrag schon einer von der sehr guten Sorte.

    Die 70.000 EUR haben in 34,5 Jahren bei angenommenen 2% Inflation p.a. nur noch eine Kaufkraft von heute EUR 35.350, oder andersrum, was heute EUR 70.000 kostet, kostet bei 2% Inflation p.a. in 34,5 Jahren schlappe EUR 138.613. 8o Du könntest dir also in 34,5 Jahren von dem Geld einen sehr gut ausgestatten Kompaktwagen kaufen.

    Bedenke, durch die gesonderte steuerliche Behandlung (Absetzbarkeit) der BAV reduziert sich dein Rentenanspruch, d.h. die Altersrente fällt durch die jetzigen steuerlichen Vorteile der BAV ein wenig geringer aus. Böser Staat halt, auf der einen Seite geben, und woanders dann wieder heimlich nehmen, denn die Auswirkung auf die Rente bekommen nur die wenigsten mit. Ich gehe mal insgesamt von einer Reduzierung der Rente von 25-30 EUR pro Monat aus, bei Ansetzung des aktuellen Rentenwerts (2010: 1 Rentenpunkt = EUR 27,20).

    Sind die Bruttobeträge der EUR 70.000 als Einmalbetrag bzw. die EUR 350 als monatliche Rente garantiert?

    Als zusätzliches Standbein ist die BAV sicherlich okay, jedoch sollte man aufpassen, dass man sich nicht überversichert. Nicht dass du den Brotkorb etwas höher hängen musst, nur um die monatlichen Beiträge zu zahlen.

    Dann hat man zwar im Alter eine Menge Geld, aber man muss auch erst einmal alt werden. Der BAV-Anbieter deines Arbeitgebers rechnet im Übrigen damit, wenn man die weitere Verzinsung in der Auszahlungsphase außen vor lässt, dass du noch vor dem 01.12.2060 (81,67 Jahre) die Radieschen von unten anschaust. Wenn das eintritt war es für die Versicherung ein sehr gutes Geschäft. Lebst du länger ist es für beide Seiten „nur“ ein gutes Geschäft.

    Was uns Banken und Versicherungen gern über die Renten-/Versorgungslücke erzählen, wird nicht so böse eintreffen wie vorhergesagt, aber die wollen uns ja möglichst gut beraten oder auch hohe Provisionen erzielen. Deshalb wird bei der Ermittlung der Renten-/Versorgungslücke gern vergessen, dass mit Rentenbeginn ein ganzer Batzen an monatlichen Belastungen wegfällt, oder zahlst du als Rentner dann noch immer in Altersvorsorgeverträge ein, wenn die bereits an dich zahlen sollen? Des Weiteren ergeben sich häufig Einsparungen bei Wohnraum, Fuhrpark, Anschaffung von Möbeln, Kauf von Bekleidung etc..

    Altersvorsorge ist halt ein sehr komplexes Thema. Als zusätzliche Säule der Altersvorsorge kannst du den BAV-Vetrag über deinen Arbeitgeber ruhig abschließen. Es gibt wenige, die mehr Rendite erzielen, aber sehr viele die schlechter sind.
     
  8. AdMan

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