Bericht: Wechsel der ZKD beim 2e-e Motor

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  1. #1 Augustiner, 29.09.2006
    Augustiner

    Augustiner Grünschnabel

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    Hallo, falls es jemanden interessiert:
    Nach wochenlangem Kampf mit Druck im Kühlsystem hab ich letzte Woche die Kopfdichtung an meinem Corolla Bj. 89 gewechselt.
    Hab sowas verher noch nie gemacht, war aber eigentlich recht unkompliziert:
    Zuerst Batterie abklemmen (zur Sicherheit), Zündkabel entfernen, dann Luftfilter abbauen, so dass man freien Blick auf Ventildeckel und Vergaser hat.
    Es ist ratsam zuerst den Ventildeckel abzunehmen, also zuerst die beiden Muttern lösen und dann vorsichtig abziehen/abhebeln. Belohnt wird man mit einem Blick auf Nockenwelle und Ventile.
    An der Vorderseite des Zylinderkopfes kann man nach Entfernen des Hitzeschutzblechs ohne großen Aufwand den Abgaskrümmer abschrauben (6 Schrauben bzw. Muttern).
    Linke Seite: Motorträger und Abdeckung des Zahnriemens losschrauben. Zahnriemenstellung markieren, Spannrolle lösen (Schraube versteckt sich unter einer Plastikkappe der Abdeckung). Danach kann der Riemen vorsichtig vom Zahnriemenrad der Nockenwelle abgezogen werden, man muß ihn nicht komplett abnehmen).
    Auf der Rückseite des Kopfes nun die Schrauben/Muttern am Ansaugkrümmer lösen. Mit etwas Fummelei und einer Verlängerung schafft man es ohne den Vergaser zu demontieren, aber Achtung, die Schrauben fallen gerne in unerreichbare Winkel des Motorraums.
    Rechte Seite: Die beiden Schrauben des Zündverteilers lösen und selbigen von der Nockenwelle abziehen (Die Stellung der Verteilerwelle evtl. markieren oder merken, ist mir ein Rätsel ob es wichtig ist oder nicht, aber man kann sie auch um 180° verdreht einbauen). Darunter das Kühlwassergeraffel abschrauben. (Wenn man jetzt die Batterie noch drin hat wird man feststellen, dass man den Flansch nicht über den Stehbolzen kriegt, macht aber nix).
    Dann schön brav die 10 Zylinderkopfschrauben lösen und nicht wegwerfen, dabei die Unterlegscheibchen nicht in die Ölkanäle des Zylinderkopfes zaubern.
    Letztlich mit einem sanften Ruck den Kopf vom Motorblock trennen und nicht wie ein Wilder nach oben wegreißen, sondern erst ein Stück nach links, denn es befindet sich ja noch der Wasserflansch im Stehbolzen.
    Der Entnahme der Zylinderkopfdichtung steht nun nichts mehr im Weg, sofern sie nicht schon am Kopf dranhängt.
    Weiteres Vorgehen: Kopf reinigen (lassen) und mit Haarlineal vermessen (lassen), dann ggf. planen lassen.
    Alle Dichtflächen am Kopf und Block reinigen/abschleifen bei Bedarf Krümmerdichtungen erneuern. Ein Problem stellte bei mir die Dichtung des Wasserflansches dar, welche sich selbst zerstörte beim Ausbau. Ich hab jetzt Dichtpaste draufgeschmiert und hoffe, dass es dicht ist.
    Einbau gemäß Ausbau, Kopfschrauben von innen nach außen über Kreuz erst mit 29, dann 44 Nm anziehen anschließend jeweils noch 90 Grad nachziehen (Stand auf dem Zettel bei meiner Dichtung).
    Beim Aufziehen des Zahnriemens Vorsicht und die OT-Stellungen von Kurbel- und Nockenwelle mehrmals prüfen (Motor von Hand durchdrehen).
    Die Funktion der Spannrolle bzw. das Spannen ist etwas schleierhaft, nach längerem probieren hats dann irgendwie geklappt.
    Wenn ich den Einbau nicht im strömenden Regen gemacht hätte wär die Kiste wahrscheinlich auch gleich wieder angesprungen, bin jetzt aber wieder Arbeiten, so dass ich erst nächste Woche weiß, ob wirklich alles geklappt hat. Vielleicht ist auch der Verteiler falschrum drauf.
    Kosten: 19 Euro (ZKD) + 8 Euro (Krümmerdichtung) + 120 Euro (Kopf reinigen, Nockenwelle ein-/ausbauen, Kopf planen)
    Zeit: jeweils 4 Stunden für Ein- und Ausbau (geht auch schneller)
    Hoffe, dass jemand mit dem Bericht was anfangen kann, Verbesserungsvorschläge willkommen.
    Gruß,
    Markus
     
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