12V 7Ah Batterie laden aber wie ?

Dieses Thema im Forum "Elektrik" wurde erstellt von prefix, 11.04.2006.

  1. prefix

    prefix Mitglied

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    hab hier ne Mofabatterie ... mit 7Ah und 12V ... keine Angst diese Batterie nehm ich net für en Amp die is für mein Simson (Mopped)
    Kann ich die Batterie mit nem 12V und 380mA Netzteil einfach dranhängen ? ohne Ladewiderstand weil ja der Strom er nur max 380 hat.... und wielange ist dann die Ladedauer und wie berechne ich das ?

    Hab was gefunden vllt stimmt die Formel ??
    (Kapazität : Ladestrom) * 1,4 = Stunden ?

    sprich in meinem Fall ... (7Ah : 0,380 A) * 1,4 = 25,8 Stunden ? stimmt das ...
    ach un nochwas .. wenn ich en stärkeres Netzteil nehm .. dann darf das maximal en Ladestrom von 1/10 der Kapazität haben weil sonst die Batterie zu arg belastet wird oder .. sprich bei mir 0,7 A Ladestrom max..

    also würde dann die Ladung ... (7Ah:0,7A)*1,4= 14Stunden betragen oder ??
     
  2. AdMan

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  3. Jevil

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    Das Netzgerät ist vermutlich maximal mit 380mA belastbar. Ergo wird das Laden nicht klappen, da - zumindest am Anfang - der Innenwiderstand der Batterie zu gering ist. Du brauchst ein Netzgerät, welches ca. 13,8 V liefert und eine eigene Strombegrenzung besitzt. Die Formel mit den 1,4 kommt ungefähr hin. Aber bis zur Ladeschlußspannung zu laden ist sicherer.
     
  4. prefix

    prefix Mitglied

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    was ist die Ladeschlussspannung ??
    ach und wenn ich jetzt en netzgerät habe stell ich des auf 14 Volt und mach den Strombegrenzer bei 0,7A rein richtig ?

    Oder ist das due 13,8 VOLT ??
     
  5. Hardy

    Hardy Guest

    Also ich kannte bisher nur den Richtwert, daß das Netzteil max. 10% der Batteriekapazität haben darf, also bei 7 Ah max. 700 mA, und daß man die Ladezeit dann auch mit dieser Angabe berechnet, also bei diesem Beispiel dann 10 Stunden - wobei man so Sachen wie Tiefentladung natürlich anders einrechnen müßte.
     
  6. #5 RainerS, 12.04.2006
    RainerS

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    Hallo prefix,

    Du solltest mal die Leerlaufspannung des Ladegerätes messen. Die sollte größer als 13,8V sein. Dann einfach anklemmen und wieder die Spannung messen. Diese sollte dann langsam auf max. ca. 14,4 V steigen.

    Liegt die Spannung beim Laden im Bereich von 13,8 bis 14,4 V ist das o.k.

    Der maximale Ladestrom am Anfang kann 10 A oder 20 A haben, nur die Spannung muss begrenzt werden. Der hohe Strom geht dann automatisch zurück, sobald die Batterie aufläd.

    Nur wenn man ein Ladegerät mit konstanten Strom benutzt (dieses regelt dann selbst die Spannung höher) muss man die Überladung des Akkus verhindern. Beim Ladebeginn kann man dann den Strom messen und daraus in etwa auf die Ladezeit schließen. Kommt natürlich darauf an wie leer der Akku war.

    In deinem Fall würde ich bei 380mA Ladestrom nach 12 Stunden mal die Spannung an der Batterie messen und die Säuredichte.

    Auch 18 oder 24 Stunden würden nicht schädlich sein, da der Ladestrom auch etwas zurückgeht mit zunehmender Akkuspannung.

    Gruss Rainer
     
  7. Jevil

    Jevil Lebende Foren Legende

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    Also wenn ich meine Bleiakkus lade (37Ah), dann stelle ich mein Labornetzteil auf 13,6 V und den Strombegrenzer auf ca. 3A (sonst wird das Netzteil zu warm).
    Anfangs fährt er dann am Strombegrenzer und die Ladespannung steigt langsam an. Irgendwann ist der Strom unter 3A und die Spannung auf der Ladeschlussspannung. Jetzt einfach noch solange warten, bis der Strom unter 50mA gesunken ist, dann ist der Akku voll.

    Hierbei kann der Akku auch ruhig über längere Zeit am Ladegerät bleiben, eine Überladung ist nicht möglich.
    Die Ladeschlußspannung ist vom Batterietyp und der Umgebungstemperatur abhängig. Dafür gibt's ja schließlich Datenblätter.
    Günstige Labornetzgeräte gibts eigentlich s bei 40-50 €.
     
  8. #7 JonnyDanger, 12.04.2006
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    Ich denk mal hier geht es nicht um ein Batterieladegerät sondern um ein einfaches 12V Netzteil für ein anderes Gerät, somit dürften die 12V nicht oder nur schlecht die Batterie laden (evtl nur halb voll oder so). Falls das NT auch nicht kurzschlussfest ist, raucht es ab. Wenn du mit diesen Bedingungen leben kannst, probier es einfach mal aus!
     
  9. prefix

    prefix Mitglied

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    gut hab gemerkt das der Akku eh kaputt ist ... hab den an en Netzteil angeschlossen hab den Strombegrenzer bei 0,7 A gesetzt un die spannung auf 13,8Volt .. und der akku hat absolut kein strom mehr gezogen ... also leider futsch
    aber thx für die antworten
     
  10. #9 Schuttgriwler, 12.04.2006
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  12. #10 HeRo11k3, 13.04.2006
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    Auch wenn das Thema eigentlich durch ist: Hier wird einiges, was möglicherweise mal gefährlich werden könnte, durcheinander gebracht - also mal der Reihe nach:

    Bleiakkus (Pb) - wie im Auto - lädt man meist mit konstanter Spannung, 2.3V pro Zelle, also 13.8V bei nem 12V-Akku. Wie oben beschrieben, eine Strombegrenzung ist nur für Kabel und Ladegerät erforderlich, der Akku "nimmt" nicht mehr Strom, als er braucht. Ladezeit wenn keine Strombegrenzung/Strom hoch genug ca. 24h, kann man aber auch ewig dran lassen, passiert nichts, bringt aber auch nichts. Ein bisschen schneller gehts mit geringfügig höherer Spannung, das sollte man aber nur machen, wenn man offene Zellen hat, so dass man ggf. Wasser nachfüllen kann (denn höhere Spannung bedeutet, dass die Batterie anfängt zu gasen, also Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zersetzt wird. Besonders stark beim Überladen.

    Nickel-Cadmium-Akkus (NiCd) - bis vor ca. 10 Jahren die einzigen Mignon, Micro, etc.-Akkus, heute nur noch die allerbilligsten - lädt man mit konstantem Strom. Spannungsbegrenzung ist bei diesen sehr unzuverlässig, weil die Ladeschlussspannung sich mit der Temperatur sehr stark ändert und der Wert extrem kritisch ist. Bei Überladung wird wie oben Wasser zersetzt. In gewissen Grenzen kann der Akku wieder Wasser daraus bilden, daher kann man diese Akkus mit 0.1C (1/10 der Kapazität) quasi ewig laden. Bei höheren Ladeströmen sollte eine Überladung möglichst nicht mehr vorkommen, sonst steigt der Innendruck, bis das Sicherheitsventil öffnet. Dabei geht auf jeden Fall Kapazität verloren, es tritt ätzende Lauge aus und oft schließt das Sicherheitsventil nicht wieder richtig, so dass der Akku über kurz oder lang austrocknet -> tot. Überladung wird hier entweder durch Sicherheitsfaktoren vermieden (vorher entladen, dann eine halbe Stunde mit 2C aufladen und den Rest der Kapazität mit 0.1C laden) oder aktuell von sogenannten Delta-Peak-Ladegeräten erkannt, die dann abschalten. Funktioniert ungefähr so: Wenn der Akku voll ist, fällt seine Spannung leicht (durch den höheren Druck und die höhere Temperatur) und das Ladegerät erkennt dies, schaltet ab.

    Nickel-Metall-Hydrid-Akkus (NiMH) - die aktuelle Variante für Mignon, Micro etc. - werden im Prinzip wie NiCd geladen, nur tolerieren sie fast keine Überladung, müssen daher auf jeden Fall mindestens nach Delta-Peak geladen werden. Moderne Geräte überwachen außerdem, wie schnell die Spannung ansteigt, denn kurz vor voll steigt sie schneller, dann können sie den Strom drosseln. Also aufpassen, bei alten Walkmen, Funkgeräten, irgendwas, wenn die für NiCd vorgesehen sind und diese im Gerät laden können, das kann mit NiMH schiefgehen!

    So, alle Klarheiten beseitigt?

    MfG, HeRo
     
  13. Jevil

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    Auch Bleiakkus sollten nicht mit mehr als 0.1 C geladen werden. So steht es zumindest im Datenblatt.
     
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